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Interview: «Eine Weiterführung der heutigen Brauerei ist nicht realistisch»

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Der Verein «Gegen die Cardinal-Schliessung» fordert, dass Freiburger Investoren und die Bevölkerung die Brauerei kaufen sollen. Daniel Reuter, Präsident der Gesellschaft zur Förderung der Biervielfalt, nahm gegenüber den FN zu diesem und weiteren Punkten Stellung.

Daniel Reuter, kann die Brauerei so weitergeführt werden wie bisher?

Ich halte das nicht für realistisch. Die Anlage ist sehr gross, damit könnte ein grosser Teil des Schweizer Marktes beliefert werden. Die ökonomischen Argumente von Feldschlösschen sind nachvollziehbar, auch wenn ich die Schliessung bedauere.

Das Hauptproblem ist aber sicher die Distribution, die sehr teuer zu stehen kommt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand dafür aufkommen kann und wird.

Welche Alternativen gibt es?

Das ist eine grosse Chance für kleine Brauereien. Zürich und Basel haben das Gleiche erlebt mit dem Wegzug von Warteck und Hürlimann (die beide auch Feldschlösschen gehören, Anm. des Red.). Nachgekommen sind Unser Bier und Ueli Bier in Basel sowie Turbinen-Bräu in Zürich. Ähnliches wäre sicher auch in Freiburg denkbar.

Was ist mit dem Gelände?

Ich kenne die Freiburger Lage nicht. Aber in Berlin wurde beispielsweise eine ehemalige Brauerei sehr sinnvoll umgenutzt zum Kulturbrauhaus, das Theater, Clubs und Beizen beherbergt. Im kleinen Rahmen wäre auch ans Brauen zu denken. Turbinen-Bräu etwa hat zu Beginn im «zu grossen» Löwenbräu-Areal gebraut.

Was bedeutet ein Wegzug von Cardinal für die Biervielfalt?

Das muss nicht schlecht sein. Die Biertrinker stossen sich an den Handlungen der Grosskonzerne. Die Leute suchen Alternativen und finden diese bei den zahlreichen Kleinbrauereien. Wichtig wäre aber auch, dass die Beizer mitziehen. befragt von pj

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