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Ist eine 3-D-Kopie noch Kunst?

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Im Rahmen seines Digitalisierungsprojekts erforscht das Vitromusée in Romont die Möglichkeiten, die digitale Medien für die Kunst bieten. Aktuell stellt es Originale der Glasmanufaktur Seguso in Murano deren 3-D-Kopien gegenüber.

Die neue Ausstellung «Interconnected – Venedig und Romont im Dialog» des Vitromusée in Romont umfasst einen einzigen Raum, wirft aber unzählige Fragen auf, Fragen wie: Ist es möglich, auf der Basis einer Zeichnung eine digitale dreidimensionale Nachbildung zu erstellen? Ist die Kopie noch Kunst? Und wenn ja, welchen Wert hat sie?

Ausgangspunkt der Ausstellung sind die in den 1950er-Jahren entstandenen Vasen des Glasdesigners Flavio Poli von der Glasmanufaktur Seguso Vetri d’Arte in Murano. Ihre Formen sind heute bekannte Klassiker, die künstlerische Innovation und traditionelle Produktionstechniken verbinden. Auf der Grundlage von Polis Entwürfen liess das Vitromusée in Zusammenarbeit mit der Fondazione Giorgio Cini in Venedig Kopien der in der Ausstellung präsentierten Vasen herstellen – und zwar in zwei alternativen Verfahren: Während die Entwürfe mittels digitaler Tools visualisiert und in 3-D ausgedruckt wurden, wurden die Vasen vom Schweizer Künstler Thomas Blank im traditionellen Blasverfahren in Glas nachgebildet. Das Ergebnis: Zwar sind die 3-D-Vasen nahezu formvollendet, doch die übereinander liegenden, konzentrisch angelegten Glasschichten sowie das zarte Lichtspiel der Farben vermögen sie nicht wiederzugeben. Anders ist das bei den Kopien von Blank: Sie sind ebenfalls wunderschön, aber mit den Originalen nicht zu verwechseln. 

Konzeptarbeit

Die Idee zur Ausstellung hatten Francine Giese, Ariane Varela Braga und Sibylle Walther während des Lockdowns 2020, wie sie am Freitag vor den Medien erzählten. Sie stellten sich nämlich die Frage, wie das Museum mit dem Ausland zusammenarbeiten kann, wenn wegen geschlossener Grenzen keine Werke in die Schweiz geschickt werden können. Eine Antwort fanden die Ausstellungsmacherinnen in der Zusammenarbeit mit der venezianischen Fondazione Giorgio Cini, die sich unter anderem mit der Erforschung von Glas aus dem 20. und 21. Jahrhundert befasst. Sie lieferte dem Vitromusée für das digitale Experiment geeignete Originalentwürfe und vermittelte die Originalvasen aus einer privaten Sammlung in Berlin.

Umstellung auf Augmented Reality

Die Ausstellung, die von Sonntag bis zum 9. Januar zu sehen ist, bildet den Startpunkt für ein neues Ausstellungszeitalter des Vitromusée. Ab September wird es den Besucherinnen und Besuchern über das Handy mithilfe der Technologie der Augmented Reality (erweiterte Realität) zusätzliche Informationen zu den Ausstellungsobjekten bieten. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und mit der finanziellen Unterstützung des Kantons Freiburg entstanden. 

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