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Ist mentale Stärke alles?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn ich den Gewinn der Silbermedaille der Schweiz an den letzten Eishockey-Weltmeisterschaften ansehe, muss ich sagen: Ja, es stimmt. Was unsere Spieler mit dem Staff zusammen geleistet haben, hatte viel mit mentaler Stärke zu tun. Dieser Aspekt ist aber immer schwer einzuschätzen. Die Basis jeden Erfolges ist bekanntlich eine Top-Vorbereitung im physischen Bereich. Das aber der mentale Teil von Beginn weg eine Rolle spielt, realisieren nicht alle sofort.

Wenn ich mir die sportliche Leistung als ein Haus vorstelle, dann beginne ich nicht etwa mit dem Dach, sondern mit dem Keller. Aber vorher suche ich mir noch das Bauland oder eben die Sportart aus, in welcher ich mich betätigen will. Dort entscheide ich darüber, was ich machen will, mit welchen Menschen ich zusammentreffen werde. Die Basis ist damit gelegt, so dass ich als nächstes den Architekten aussuchen kann (Trainer). Der wiederum hat sein Team (Staff), das ihn in seinem Bauvorhaben unterstützt und die nötigen Bauarbeiten leistet. Konditionstrainer, Techniktrainer, Materialverwalter und viele andere begleiten ihn. Wie beim Hausbau auch braucht es eine mentale Vorbereitung, um sich nicht in Details zu verlieren. Wenn das Fundament und die Hauswände stehen, wechseln die Bauleute und die Detailarbeiten beginnen. Auch in dieser Phase wird das Mentale gefordert. Man möchte bereits ins Haus einziehen, aber das Dach fehlt noch. In dieser Phase wird der mentale Aspekt noch wichtiger. Diskussionen über das Wie und Warum beginnen, ähnlich wie jene über Vorhänge und Küchenblenden. Das Dach erhält nun eine zentrale Rolle, indem es alles schützt, was sich unter ihm befindet–sowohl alle positiven als auch negativen Gedanken.

Nun gilt es, diese mit der Stärke der Menschen, die am Haus gearbeitet haben, zu verarbeiten. Auf den Sportler projiziert heisst dies, sich seiner Fähigkeiten bewusst zu werden und für sich Wege zu finden, die für sich selbst und auch für das Team funktionieren.

Genau diese Fähigkeit wurde uns an der WM bewusst, und so konnten dank dem Input aller Beteiligten Hindernisse überwunden werden. Es war interessant zu erleben, wie die mentale Stärke auf einmal selbstverständlich wurde und alle davon profitierten.

Für mich gibt es nur die eine Schlussfolgerung: Ohne die mentale Stärke gibt es nichts zu gewinnen. Aber ohne ein stabiles Konstrukt ist sie wirkungslos.

Marcel Enkerli ist selbstständig und arbeitet im Sport- und Projekt-Management. Zudem ist er Teamchef der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft und von Freiburg-Gottéron. Als Sportschaffender ist er in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das regelmässig frei gewählte Themen bearbeitet.

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