Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ist Plaffeien narrensicher?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ist Plaffeien narrensicher?

Die Fasnacht in der Oberländer Gemeinde findet immer mehr Zulauf

Die Beizenfasnacht mit vielen Cliquen aus nah und fern war klar der Höhepunkt der diesjährigen Plaffeier Fasnacht. Das gestrige Monsterkonzert bildete den lautstarken Abschluss eines tollen Anlasses.

Von ANDREAS HIRSCHI

Seit 1997 wird in der Oberländer Gemeinde «gefasnächtlet». Seither findet der Anlass immer mehr Zulauf, auch aus anderen Teilen des Bezirks. So organisierten die ortsansässigen «Dütschbach-Schlorggeschlüüpfer» für den Freitagnachmittag einen Kinderumzug, am Freitag- und Samstagabend die Beizenfasnacht. Am Sonntag machten sie dem Ganzen mit Frühschoppenkonzert, Sternmarsch und anschliessendem Monsterkonzert ein Ende. Auch dieses Jahr waren wieder verschiedene Fasnachtscliquen aus der ganzen Schweiz eingeladen.

Strenges Programm für Cliquen

Als Fasnächtler in einer Clique hat man es nicht immer leicht. Das beginnt schon am Donnerstagnachmittag mit Zelt-Aufstellen und -Einrichten. Auch am Freitag wird schon am Morgen vorbereitet und geschminkt, damit dann alles bereit ist, bis am Nachmittag der Kinderumzug beginnt. Hier sollte auch darauf geachtet werden, dass man nicht schon die ersten Blasen an den Händen hat, bevor man überhaupt ein Instrument in die Finger bekommt. Zum Glück gibts zwischendurch noch ein Apéro zum Durchschnaufen und Auftanken.

Nach dem Umzug bleibt noch Zeit für ein gemeinsames Nachtessen mit der Clique, bevor es dann mit Vollgas in die Beizenfasnacht geht. Das ist natürlich neben der musikalischen Herausforderung auch ein Test für die Temperaturunempfindlichkeit der Musikanten. Ob sich draussen von Beiz zu Beiz bei tiefen Minustemperaturen zu bewegen oder dann drinnen bei saunamässigen Bedingungen mit vollem Einsatz zu spielen: Das Fasnachtskostüm ist Pflicht. Da mag das eine oder andere Gläschen mit was Feinem drin nur positiv auf die Unempfindlichkeit zu wirken.

Herausforderung von früh bis spät

Und um das Schlagzeug-Wägelchen zu schieben gilt ja die 0,5-Promille-Regelung nicht. Auch eine Herausforderung ist das Spielen der Instrumente, ohne in dem Gedränge andere Leute oder deren Getränke zu treffen. Das geht dann bis in die frühen Morgenstunden, wobei die musikalischen Aktivitäten langsam abnehmen. Der Samstag ist dann nicht weniger ausgebucht. Und auch die Beizenfasnacht geht in eine neue Runde, was dann, je nach Sichtweise, wieder früh oder spät werden kann.

Auch der Sonntag ist für den Fasnächtler kein Ruhetag. Denn der beginnt, wie es der Name schon sagt, früh mit dem Frühschoppenkonzert. Der Sternmarsch stellt dann noch letzte Anforderungen an den Orientierungssinn, bevor dann im gemeinsamen Monsterkonzert mit den anderen Cliquen ein lautstarker Abschluss gemacht wird. Am Montag heisst es dann noch ein letztes Mal für alle Cliquenmitglieder antreten und im Dorf die Spuren der diesjährigen Fasnacht beseitigen.

Die Beizenfasnacht war klar der Höhepunkt der Veranstaltungen. So spielten die «Guggemusige» abwechslungsweise im Hirschen, Kaiseregg Goldenen Kreuz, Alpenklub oder in der «Schlorgge-Höhli», dem Festzelt auf dem OS-Platz. Die Auswahl der Musik ging von bekannten Mundartliedern über aktuelle und ältere Rock- und Pop-Songs bis hin zu Stücken aus Filmen und Serien. Und wie es sich eben gehört, nie perfekt, aber stimmungsvoll. Manchmal hatte man beinahe das Gefühl, es sei mehr Zeit in die Kostüme als ins Üben investiert worden.

Rundum positive Bilanz
Aber auch sehr viele Besucher erschienen verkleidet. So taucht «Mosi» wieder auf, liefen mobile Toiletten und Briefkästen umher oder zwängten sich ganze Kuhherden durchs Festzelt. Dicht gedrängt lauschte man den Guggen-Klängen und liess sich von der Stimmung anstecken.

Wie der Präsident der «Dütschbach-Schlorggeschlüüpfer», Markus Boschung, sagte, sei man sehr zufrieden mit dem Wochenende. Mit der Anzahl teilnehmender Cliquen sei man schon länger aus Platzgründen an der oberen Grenze, aber der Zuschaueraufmarsch sei sehr erfreulich gewesen. Wegen des schönen Wetters seien sehr viele Leute an die Veranstaltungen draussen gekommen. Am Sonntag sei der Publikumsaufmarsch sogar rekordverdächtig gewesen, so der Präsident. Auch habe es keine Probleme oder Zwischenfälle gegeben, rundete Boschung die positive Bilanz ab.

Mehr zum Thema