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Italien ist Europameister, England erneut im Tal der Tränen

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Es bleibt dabei: England ist weiter seit 1966 titellos, und England kann an Endrunden gegen Italien nicht gewinnen. Die Italiener gewannen den dramatischen EM-Final im Londoner Wembley-Stadion 3:2 im Penaltyschiessen. Nach 90 und 120 Minuten stand es 1:1.

Was für eine Dramatik, was für ein Drama für die Engländer! Die Three Lions führten im Penaltyschiessen dank Jordan Pickfords Parade gegen Andrea Belotti mit einer Nasenlänge. Nach Fehlversuchen der für die Penalty-Entscheidung eingewechselten Stürmer Marcus Rashford und Jadon Sancho wehrte Pickford den Matchball von Jorginho ab. Doch dann verschoss auch Bukayo Saka. Der ersehnte erste EM-Titel entglitt abermals.

Italien krönte sein berauschendes Turnier somit mit dem zweiten EM-Titel nach 1968. An England bliebt das Prädikat des ewigen Verlierers durch die vierte Niederlage im vierten Duell mit Italien an einer Endrunde haften.

Führung nach 116 Sekunden

45 Minuten lang hatte England mit einer frühen Führung im Rücken alles unter Kontrolle. Danach war Italien vorübergehend drückend, kam durch einen Corner zum Ausgleich und fiel die Entscheidung auch nicht in der Verlängerung, in der zuerst Pickford auf unkonventionelle Art den zweiten Treffer der Italiener verhinderte und dann Gianluigi Donnarumma jenen der Engländer.

Dabei spielten die Engländer abermals ihre grösste Stärke in diesem Turnier aus: Effizienz, gepaart mit einem schier unüberwindbaren Bollwerk vor dem eigenen Tor. Doch die seit 33 Partien ungeschlagenen Italiener hielten erfolgreich dagegen, glichen den frühen Rückstand aus und kamen auch nicht unverdient zum Ausgleich. In einigen Momenten machte sich bei den Engländern Nervosität bemerkbar, je näher sie sich dem italienischen Tor näherten. Möglich, dass sich auf der Zielgeraden doch wieder der Titel-Fluch in den Köpfen bemerkbar machte.

Mit dem ersten und einzigen Schuss in der ersten Halbzeit und dem schnellsten Final-Tor in der EM-Historie hatte Luke Shaw die Three Lions nach 96 Sekunden in Führung gebracht. Wie in den sechs Partien auf dem Weg in den Final liess die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate auch gegen das offensivstarke Italien, das nach 85 Minuten mit Federico Chiesa seinen gefährlichsten Angreifer verletzungsbedingt verlor, mehr als eine Halbzeit lang kaum etwas zu.

England für Nachlassen bestraft

Doch nach dem Seitenwechsel nahm Italiens Druck zu und hielt das englische Bollwerk nicht mehr stand – auch weil Italiens Trainer Roberto Mancini in der Halbzeit an den richtigen Schrauben drehte. Der Ausgleich durch Leonardo Bonucci in der 67. Minute per Abstauber nach einem Corner hatte sich angebahnt. Eine Viertelstunde zuvor hatte Lorenzo Insigne einen Freistoss aus guter Position nicht gut getroffen, und fünf Minuten vor dem Ausgleich hatte sich Chiesa zum zweiten Mal mit einem Flachschuss versucht.

Bei England setzte Trainer Gareth Southgate wie im Achtelfinal gegen Deutschland in der Verteidigung wieder auf eine Fünfer- statt eine Viererkette. Aussenverteidiger rückte als dritter Mann in die Innenverteidiger, für den zusätzlichen Aussenverteidiger Kieran Trippier musste im Sturm Bukayo Saka oder Phil Foden weichen. Schon kurz nach dem Anpfiff zahlte sich die Umstellung aus. Trippier hatte auf der rechten Seite viel Platz und Zeit, seine Flanke flog am langen Pfosten vorbei, dort nutzte der aufgerückte Shaw eine Unachtsamkeit von Giovanni di Lorenzo und traf per Dropkick via Innenpfosten zur frühen Führung.

Der Treffer löste einen kollektiven Freudentaumel der englischen Fans in und vor dem Stadion aus, wo es vor dem Anpfiff zu Ausschreitungen gekommen war. Doch am Ende jubelten die wenigen anwesenden Tifosi und stürzte England abermals ins Tal der Tränen.

Leidenschaft und Zusammenhalt anstatt Stars

Für den vierfachen Weltmeister Italien ist es der zweite EM-Titel nach 1968. Wie beim Gewinn der letzten grossen Trophäe, dem WM-Titel 2006 nach dem Manipulationsskandal um den vermeintlichen Vorzeigeklub Juventus Turin, keimte der Erfolg in einer Phase nationaler Fussball-Depression. Drei Jahre nach der verpassten Qualifikation für die WM 2018 erstrahlt Italien in neuem Glanz – mit einigen alten, aber auch vielen neuen Tugenden, die der Squadra weltweit viele Sympathien einbrachten.

Kollektives Leid eint die Italiener offenbar in besonderem Mass und setzt besonders viele Kräfte frei. Den EM-Titel 2021 errang eine Mannschaft ohne viele Stars, aber umso mehr Leidenschaft und Zusammenhalt. Diese Tugenden spielten die Italiener auch im Final aus. Mit dem Rücken zur Wand befreiten sie sich.

Kommentar (1)

  • 12.07.2021-Miette julmy

    Auf dem Blick wird heiss diskutiert wegen Handspiel und Schwalben! Für mich kein Elfmeter mehr, und Schwalben Könige sollte man am Boden zappeln lassen, die stehen von selbst wieder auf.

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