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Italienische Pfahlbauern brachten Kultur womöglich in die Schweiz

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Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Basel hat womöglich den Ort gefunden, wo die Verbreitung der Pfahlbaukultur im Alpenraum ihren Anfang nahm. Er befindet sich auf einer kleinen norditalienischen Insel in der Lombardei.

Isolino Virginia ist eine kleine Insel im Lago di Varese. Dort befindet sich die früheste gut erhaltene Pfahlbausiedlung der Alpenregion. Deren früheste Besiedlungsgeschichte reicht zurück in die Zeit zwischen 4950 und 4700 vor Christus, wie das internationale Forschungsteam um den Archäobotaniker Ferran Antolín, Professor an der Universität Basel, im Fachmagazin «Journal of Archaeological Science: Reports» berichtet. Zum Vergleich: Die ältesten bekannten Pfahlbausiedlungen der Schweiz datieren auf etwa 4300 vor Christus, wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte.

Die Forschenden fanden nun Hinweise, dass in Isolino Virginia die Initialzündung für die Verbreitung der Pfahlbaukultur in den Alpen stattgefunden haben könnte. So bringen archäobotanische Daten das Inseldorf mit den ersten Schweizer Pfahlbausiedlungen in Zürich und im luzernischen Egolzwil in Verbindung.

Denn die aus Sedimentkernen geborgenen, mehr als 7000 Jahre alten Pflanzenreste der prähistorischen Siedlung weisen die gleiche Zusammensetzung von Nutzpflanzen auf, die in den Pfahlbausiedlungen hierzulande angebaut wurden: Hartweizen, Nacktgerste, Schlafmohn und Flachs. Die Forschenden vermuten, dass einige Isoliner mitsamt ihren Nutzpflanzen nach der vorübergehenden Aufgabe ihrer Siedlung nach Norden ausgewandert sind – möglicherweise über das Wallis und Tessin in Richtung Schweizer Mittelland.

Um die prähistorischen Wanderrouten allerdings eindeutig nachzuzeichnen, seien weitere Untersuchungen notwendig, so die Forschenden. Denn bislang unentdeckte Pfahlbaufundstellen, etwa in der Südschweiz und im Rhonetal, könnten dem Bild der geheimnisumwobenen Kultur weitere Mosaiksteine hinzufügen.

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