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Italiens Zaniolo und Kean: Hochbegabte mit Verspätung

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Italien reist mit über 30 Spielern zum Duell in der WM-Qualifikation gegen die Schweiz. 24 von ihnen wurden im Sommer Europameister. Im Fokus stehen aber auch zwei Akteure, die den EM-Triumph verpasst haben und denen die Zukunft gehört: Nicolo Zaniolo und Moise Kean.

Im Nachhinein wirkte der Post wie ein schlechter Witz. Vor zwei Jahren während der U21-EM filmte Nicolo Zaniolo seinen Zimmerkollegen Moise Kean beim Tanzen zum Sommerhit des Italo-Pop-Duos Benji & Fede. Dabei heisst es im Refrain: „(…) da stasera non arrivo in ritardo (…)!“ (von heute Abend an komme ich nicht mehr zu spät). Zaniolo stellte den Video auf Instagram – und verschlief tags darauf zusammen mit Kean die Teamsitzung vor dem Spiel gegen Belgien.

Darauf schickte der Coach die beiden kurzerhand nach Hause. Im folgenden Herbst wollte auch A-Nationaltrainer Roberto Mancini von Zaniolo und Kean fürs Erste nichts mehr wissen. „Sie müssen erst lernen, wie man sich benimmt“, sagte er. Kaum hatte ihre Karriere Fahrt aufgenommen, erfuhr sie bereits eine Knick. Dabei galten sie als die neuen Super-Talente des Calcio. Zaniolo, der 22-jährige Offensivspieler der AS Roma, wurde früh mit Francesco Totti verglichen. Kean, der 21-jährige Stürmer von Juventus Turin, der mit 16 Jahren bereits in der Serie A und in der Champions League spielte, mit Mario Balotelli.

Eine schrille Mutter…

Aber es war eben auch immer etwas unruhig um die beiden. Zaniolo hat eine Mutter, die auf Instagram aktiver ist als ihr Sohn. Francesca Costa hat mittlerweile knapp eine halbe Million Follower, sie ist Teil der Calcio-Unterhaltungsindustrie in den sozialen Medien. Über ihren Account @frac77 legt sie sich mit Vorliebe mit Funktionären oder Experten an oder zeigt sich auf Selfies mit Schmollmund. Das ist manchmal sogar ihrem Sohn zu viel. „Mamma, hör auf damit! Du bist kein Teenager mehr“, richtete er ihr mal in einem Interview aus.

…und ein durchtriebener Berater

Das familiäre Umfeld von Kean – die Familie war 1990 aus der Elfenbeinküste nach Norditalien ausgewandert – hält sich derweil im Hintergrund. Dafür sucht der Berater Mino Raiola umso lieber die Öffentlichkeit und immer wieder einen neuen und besser dotierten Vertrag für seinen Schützling. Mit 21 Jahren hat Kean immerhin schon für Juventus Turin, Everton und Paris Saint-Germain gespielt. Seit drei Tagen steht er nun wieder im Kader der Turiner.

Dass Zaniolo und Kean in diesem Sommer die EM-Endrunde und damit den Titel mit Italien verpassten, hat allerdings nichts mit der Mutter oder dem Berater zu tun. Kean überstand den letzten Kader-Cut nicht – wohl weil er zu gut war für die Ersatzrolle im Sturmzentrum hinter Ciro Immobile und Andrea Belotti. Ein Kean, der trotz 19 Toren für den PSG nur die Nummer 3 im Kader gewesen wäre, hätte vielleicht für (mediale) Unruhe gesorgt. Zaniolo hatte schlicht in den letzten 18 Monaten ganz viel Verletzungspech. Im Januar und September des letzten Jahres riss er sich zwei Mal das Kreuzband. Die Saison 2020/21 verpasste er komplett. Für die EM hätte ihm der Rhythmus gefehlt.

Doch nun sind sie zurück in der Squadra Azzurra – und nehmen den nächsten Anlauf. Später als erwartet und zu spät, um sich Europameister nennen zu dürfen. Aber früh genug, dass Mancini in der Offensive die rollende Personalplanung umsetzen kann. Spätestens nach der WM 2022 in Katar dürften Spieler wie Lorenzo Insigne oder Immobile abtreten oder ins zweite Glied zurücktreten.

Doch keiner wäre überrascht, wenn die hochbegabten Zaniolo und Kean schon früher im Stamm des Europameisters ankommen würden. Aus Fehlern wollen sie ohnehin gelernt haben, und das Pech soll sogar geholfen haben. „Die schlimmen Verletzungen haben mich stärker gemacht“, sagte Zaniolo Anfang Woche im Trainingscamp der Italiener. „Ich kehre als Mensch reifer und als Fussballer kompletter zu Juventus zurück“, meinte Kean vor zwei Tagen nach seinem Transfer nach Turin.

Das tönt ganz so, als könnte sich Zaniolos Instagram-Gemeinde bald auf einen neuen Video-Post mit Tanzeinlage freuen. „Tutto per una ragione“ (Es ist alles für etwas gut) heisst nämlich ein anderer Sommerhit von Benji & Fede.

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