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Ja zum Planungskredit für den Aufführungssaal

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Ja zum Planungskredit für den Aufführungssaal

Generalrat Freiburg stimmt einer Investition von 880 000 Franken zu

An seiner gestrigen Sitzung hat der Generalrat der Stadt Freiburg den Planungskredit fürs Theater von 880 000 Franken gutgeheissen. Das Kreditbegehren war umstritten.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Nach rund dreistündiger Debatte ist der Entscheid mit 46 zu 25 Stimmen für das Kreditbegehren ausgefallen. Mit 60 zu 4 Stimmen hat der Generalrat anschliessend den Beschluss gutgeheissen, die 880 000 Franken ins Betriebsbudget 2003 aufzunehmen. Die Baukommission hatte sich zuvor ohne Gegenstimme für und die Finanzkommission (vier zu drei Stimmen) gegen den Studienkredit ausgesprochen.

Kultur als Priorität

Die Baukommission ist überzeugt, dass das Theater im Vergleich zu den Theaterbauten der vergangenen Jahre in verschiedenen Schweizer Städten nicht zu teuer sei. Ob es für die Stadt Freiburg erschwinglich ist, sei eine Frage der Prioritäten, ist ihr Präsident Christoph Allenspach (SP) überzeugt. Der Freiburger Gemeinderat hat die Kultur als oberstes Ziel der Legislaturperiode 2002/06 bezeichnet, «und diese Tatsache wurde nie beanstandet», sagte Jean Bourgknecht, zuständiger Gemeinderat für die Kultur.

Das Theater entspreche einem grossen Bedürfnis und dieses bilde auch einen wesentlichen Faktor für das Image der Stadt. Der Generalrat müsse zudem seine politische Verantwortung wahrnehmen und in die Zukunft investieren, sagte Allenspach.

Mit dem neuen Theater soll Freiburg auch einen zeitgenössischen Bau erhalten. Die Universität Miséricorde sei zu Beginn umstritten gewesen. «Zu Unrecht», sagte Allenspach abschliessend.
Der Präsident der Finanzkommission Claude Joye (CVP) hat vom Gemeinderat verlangt, den globalen Betrag für das Theater (zwischen 30 und 35 Millionen) zu präsentieren und einen detaillierten und glaubwürdigen Finanzplan aufzustellen. Die Finanzkommission spricht sich jedoch nicht grundsätzlich gegen das Theater aus. «Es braucht ein Theater in Freiburg. Wir werden dafür kämpfen», sagte Joye.

Mit Kredit das Projekt verbessern

Claude Masset (FDP), städtischer Baudirektor, wies auf die Bedeutung des neuen Theaters hin. Es sei nötig, den heutigen Bedürfnissen für kulturelle Infrastrukturen gerecht zu werden und deshalb sei es unabdingbar, dem Kreditbegehren standzugeben. Die Studie ermögliche zudem eine noch bessere und konkretere Darstellung der Verhältnisse und eine Verbesserung der aktuellen Situation. Die Studien müssten sowieso gemacht werden, weshalb die Zurückweisung des Kredits keine Lösung sei. Der Voranschlag des Theaters beläuft sich heute auf 29,8 Millionen Franken.

André Schönenweid (CVP) sprach sich für das Kreditbegehren aus. Trotzdem müssen die Investitionen im Verhältnis zu den finanziellen Möglichkeiten sein. Auch seien die Folge- und Betriebskosten im Auge zu behalten. Schönenweid stellte die Frage, ob die geplanten Infrastrukturen den Bedürfnissen entsprächen. In den Dörfern existiere ja immer noch ein eigenständiges kulturelles Leben.

«Stadtbewegung» schlägt
Moratorium vor

Elisabeth Maret (SP) sprach sich stellvertretend für die Fraktion ebenfalls klar für das Kreditbegehren aus. «Ohne Thater ist Freiburg keine Stadt und wir müssen unbedingt einen Schritt vorwärts tun». Pierre-Alain Rolle (SP) unterstrich die Haltung der Fraktion. «Es ist nicht unsere Aufgabe, für das Volk zu entscheiden. Unsere Aufgabe ist es, das Dossier zu beschleunigen.»

Die Mehrheit der Fraktion der Stadtbewegung hat sich gemäss ihrer Sprecherin Christa Mutter für eine Rückweisung des Kreditbegehrens ausgesprochen. Die Finanzierung sei weder glaubwürdig noch innovativ. So rechne der Gemeinderat immer mit den bestmöglichen Einkünften. Mit dem vorhandenen Betriebsbudget sei es zudem nicht realistisch ein Kompetenzzentrum mit nationaler Ausstrahlung zu schaffen, bloss ein Theater zweiter Klasse.
Für die Finanzierung sei ein anderer Weg zu suchen als die Steuererhöhung. So könnten zum Beispiel die Parkplatzgebühren erhöht werden. Das Mummenschanz-Theater sei zudem nicht komplementär, sondern eine Konkurrenz zum Theater in Freiburg. Mutter schlug deshalb ein Moratorium von fünf bis zehn Jahren vor.

Für eine Vielfalt der Kultur

Hubert Zurkinden (Stadtbewegung) vermisst eine klare Aufstellung der Finanzierung des Projektes. «Das Theater wird mit Geld finanziert und nicht mit Mut und Enthusiasmus», ist der ausgebildete Musiker überzeugt. Ebenfalls will er sich für eine Vielfalt der Kultur in der Stadt einsetzen.

Martine Morard (CVP) spricht sich für ein Theater, aber gegen das Kreditbegehren aus. Sie befürchtet, dass die Vorlage bei einer Volksabstimmung wegen des Standorts und der mangelnden Information abgelehnt würde. Seit der Zustimmung zum ersten Kreditbegehren (120 000 Franken) habe sich das Projekt massgeblich verändert. Dieser Meinung ist auch Antoinette de Weck (FDP): «Das Volk stellt sich viele Fragen.» So sei noch nicht klar, für welche Art von Darbietungen die Säle genutzt werden könnten. Auch habe es bezüglich des Standortes noch keine von einem Städteplaner verfasste Studie gegeben und die Kosten, die sich auf gegen 35 Millionen bewegen könnten, seien noch nicht klar definiert.

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