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Ja zur Steuersenkung für das Jahr 2017

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Mit 35 zu 10 Stimmen bei 3 Enthaltungen haben die 48 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Freitagabend dem Antrag des Gemeinderates von Giffers zugestimmt, den Steuerfuss für ein Jahr von 85,9 auf 80,9 Prozent zu senken. Auch mit dieser Senkung sieht der Voranschlag 2017 der Laufenden Rechnung bei einem Ertrag und einem Aufwand von rund 7,5 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 92 500 Franken vor. Ohne Steuersenkung hätte er gar 297 600 Franken betragen. Diese momentan günstige Finanzlage wollte der Gemeinderat nutzen, um die Steuerzahler für ein Jahr zu entlasten. «Wir haben die Steuersenkung sorgfältig geprüft», betonte Ammann Othmar Neuhaus, wohlwissend, dass in Zukunft viele grosse Investitionen in Wasser-, Strassen- und Schulprojekte anstehen.

Nicht sinnvoll

Aber nicht alle Bürger erachteten es als sinnvoll, die Steuern bloss für ein Jahr zu senken. «Für den Einzelnen macht das nichts aus, 100 bis 200 Franken, für die Gemeinde sind aber die 200 000 Franken ein riesiger Betrag», tönte es aus der Versammlung. Die Bürger wollten dieses Geld lieber für die dringende Sanierung von Gemeindestrassen ausgeben, um beispielsweise Kieswege zu asphaltieren. «Alle Jahre verbringen die Gemeindearbeiter unzählige Stunden, um den Kies zu streuen und ihn im Frühling aus den Matten zu kratzen», sagte ein Bürger. Ein anderer wollte das Geld sparen, um es für die Renovation des Knabenschulhauses einzusetzen, ein Grossprojekt, das in ein paar Jahren ansteht.

«Die Steuersenkung geht nicht zulasten der Strassensanierungen. Diesbezügliche Investitionen sind in der Laufenden Rechnung berücksichtigt», wehrte sich der Ammann. Er wies auch auf einen Fünf-Jahres-Plan der Strassenkommission hin, welche alljährliche Sanierungen vorsieht. Unterstützung erhielt Othmar Neuhaus von alt Ammann Leo Bertschy, der aber einen fünf-prozentigen Steuerrabatt anstelle der Steuersenkung vorschlug. «An das haben wir auch gedacht, aber der Kanton verbietet es uns, Steuerrabatte zu gewähren», erwiderte Neuhaus. Die Steuersenkung und das Budget 2017 wurden in der Folge klar angenommen.

Noch keine Vereinbarung

Othmar Neuhaus informierte die Versammlung auch über den Stand der Dinge in Sachen Guglera. Wie er ausführte, könnten einige Aufgaben auf die Gemeinde zukommen, wie dies der Bund vorsieht. So müsste Giffers für die Sicherheit und die Schulung der Asylanten sorgen oder ihnen öffentliche Anlagen zur Verfügung stellen. «Es ist ein Ausreisezentrum. Da geht es nicht um Einschulung. Zudem kann die Gemeinde Zonen schaffen, die für Asylanten nicht zugänglich sind», konterte ein Bürger. «Es war sehr wohl die Rede von einer Schule. Und wenn der Zugang zur Turnhalle verboten wird, so gibt es einen Wirbel in der Presse», mahnte der Ammann, der auch darauf hinwies, dass vom Bund keine finanzielle Entschädigung zu erwarten sei. «Wir sind gerne bereit, mit den Steinen, die man uns in den Weg legt, eine Brücke zu bauen», bekundete er seine Offenheit, den Flüchtlingen entgegenzukommen. Er betonte, dass die Vereinbarung noch nicht unterzeichnet sei und dass mit dem Bund hart verhandelt werde.

Neues Wirtepaar

Othmar Neuhaus stellte auch Anne-Raymonde Corpataux vor, die mit ihrem Ehemann Xavier Briand, beide Köche, im März 2017 den Gasthof zum Roten Kreuz übernimmt.

Wasserversorgung

Drei grosse Wasserprojekte einstimmig genehmigt

Giffers muss in nächster Zeit einiges in die Wasserversorgung investieren. So muss der Weiler Rossi mit einer neuen, grösseren Leitung vernetzt werden, da die aktuelle Leitung bezüglich Wassermenge und Druck nicht mehr genügt, wie Gemeinderat Daniel Wyder ausführte. Um die Trinkwasserversorgung in Giffers und Tentlingen sicherzustellen, muss weiter eine Ringleitung zwischen Engelmoos und Präderwan erstellt werden. «Geht die heutige Leitung kaputt, so hat Tentlingen kein Trinkwasser mehr», begründete Wyder die Notwendigkeit. Zudem müsse das Pumpwerk Spitz saniert werden, wie dies das Amt für Lebensmittelsicherheit fordert. Auch sei das Gebäude zu nahe am Moosbach. Vorerst sollen umfangreiche Planungsarbeiten ausgeführt werden.

100 000 Franken kosten diese Planungen, an deren Kosten sich Giffers mit 50 000 Franken beteiligt. Beim Bau der Ringleitung übernimmt Giffers 100 000 Franken, bei der Netzsanierung Rossi 60 000 Franken. Alle drei Projekte, deren Kosten die Wasserversorgung trägt, wurden einstimmig genehmigt. Eine Auswirkung auf den Wasserpreis hat dies laut Daniel Wyder nicht, vielleicht aber inskünftig auf die Grundgebühren.

az

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