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Jacques Bourgeois nicht Staatsratskandidat

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Autor: walter Buchs

Freiburg/Bern «Es war für mich ein schwieriger Entscheid, den ich vor wenigen Tagen getroffen habe.» Mit diesen Worten bestätigt FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois Aussagen im Interview mit «La Liberté» vom Freitag, wonach er im kommenden Herbst nicht für eine Staatsratskandidatur zur Verfügung steht. Vielmehr werde er eine weitere Legislatur im Nationalrat anstreben. Er habe den Entscheid nach rein sachlichen Überlegungen getroffen, denn «politisches Kalkül ist nicht meine Sache», so Bourgeois.

Respekt vor dem Entscheid

«Unser Nationalrat hat einen persönlichen Entscheid getroffen, den ich nicht zu bedauern habe», sagte FDP-Kantonalpräsident Jean-Pierre Thürler, der von Bourgeois am Donnerstagabend informiert wurde, gegenüber den FN. Er habe seinen Entschluss sicher im Respekt vor dem Auftrag der Stimmbürger gefasst, die ihn 2007 in den Nationalrat gewählt haben. Die FDP komme mit diesem Verzicht keineswegs in Verlegenheit. Um die Nachfolge von Staatsrat Lässer zu sichern, verfüge sie über ein reiches Potenzial.

Jacques Bourgeois gesteht im Gespräch mit den FN, dass ihm die Arbeit in einer Exekutive auch sehr zusagen würde. Die Zukunft des Kantons mitzugestalten wäre spannend. Er habe den Eindruck, dass man im Staatsrat, so wie er sich heute präsentiere, auch konstruktiv arbeiten könne, und der Kanton stehe vor wichtigen Herausforderungen. Er nannte dabei die Einführung der S-Bahn und die Wirtschaftsentwicklung angesichts des Bevölkerungswachstums.

Wie der 52-jährige FDP-Nationalrat weiter sagt, sei auf ihn kein Druck ausgeübt worden, um sich in die eine oder andere Richtung zu entscheiden. Von verschiedenen Seiten habe er aber Erwartungen gespürt. Mit dem Entscheid sei die Sache nun klar, und er sei auch selber etwas erleichtert.

Der in Avry-sur-Matran wohnhafte Jacques Bourgeois nennt verschiedene Gründe, die ihn dazu bewogen haben, seine bisherige Arbeit fortzusetzen und im kommenden Herbst wieder für den Nationalrat zu kandidieren. Er möchte sehr gerne den Kanton Freiburg und seine Bevölkerung unter der Bundeskuppel vertreten.

Während zwei Jahren und bis Ende 2011 präsidiert der Freiburger Nationalrat die gewichtige, ständige «Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie» (Urek). «Diese Tätigkeit sagt mir sehr zu, denn es werden Themen behandelt, die für die Zukunft unseres Landes wesentlich sind», betont Bourgeois. Auch parteiintern präsidiert er die Kommission Umwelt und Energie und er möchte ebenfalls diese Aufgabe weiterführen.

Kandidatensuche läuft

Innerhalb der FDP Freiburg haben die Bezirksparteien der Kantonalpartei bis Mitte Dezember ihre Kandidaturen für den Staatsrat, den Nationalrat und allenfalls den Ständerat zu melden. 2007 nahm Ruedi Vonlanthen, Giffers, hinter Jacques Bourgeois und Jean-Claude Cornu, der als neuer KGV-Direktor kaum mehr kandidieren wird, den guten dritten Platz ein. Wie Vonlanthen den FN gegenüber sagt, ist er von der Bezirkspartei erneut angefragt worden. Er habe sich aber noch nicht entschieden.

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