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Jäger brauchen bald neuen Schiessstand

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«Nebst vielen kleineren Dingen gibt es eine grosse Sorge für uns Jäger: Im Jahr 2024 wird der Schiessstand Rebe definitiv seine Tore schliessen.» Dies sagte der Präsident des Freiburger Jagdverbandes, Anton Merkle, an der Delegiertenversammlung am Samstag in Villaz-St-Pierre. Der Stand bei Ulmiz muss aufgrund seiner Nähe zu bewohntem Gebiet schliessen.

«Das bedeutet, dass Schiesstraining und Treffsicherheitsnachweis eine deutliche Einschränkung erfahren werden», so Merkle. Der kantonale Treffsicherheitsnachweis ist jeweils drei Jahre gültig und muss entweder im Schiessstand Rebe oder in Zollhaus erworben werden. Doch wenn der Schiessstand Rebe schliesst, habe der gut ausgebaute Schiessstand Zollhaus die Kapazitäten nicht, um alle Jäger des Kantons aufzunehmen. Wie Merkle sagte, sei Zollhaus für rund 200 der insgesamt 800 Jäger im Kanton eingerichtet. «Ein neuer Schiessstand muss also her», so der Präsident. Doch er zeigte sich bewusst, dass ein solcher schwierig zu finden sei. «Vielleicht wären Schalldämpfer oder ein Schiesskino va­lable Alternativen.»

Dass regelmässiges Üben der Jäger wichtig ist, geht auch aus den Statistiken 2018 hervor. Während sich der Präsident allgemein zufrieden zeigte, habe es vor allem bei den Gämsen zu viele Fehlabschüsse gegeben: 18 bei 154 erlegten Tieren, davon elf Böcke statt elf Geissen. «Das muss besser werden», so ­Merkle.

Bei den Rehen hätten 2018 mehr Sektoren für die Jagd geöffnet werden können. Das habe zu einer wesentlichen Beruhigung zwischen den Jagdgruppen geführt, weil sich diese besser verteilten. Der Präsident bedauerte, dass viele Jäger nur einen Bock erlegen statt einer Geiss. Dies ergebe ein ungünstiges Verhältnis zwischen den Geschlechtern.

Weniger Bussen

Bei den Hirschen hätten die Jäger gut gearbeitet, hob ­Merkle hervor. Allerdings wurden nur 75 von 85 freigegebenen Tieren erlegt. Er prangerte aber an, dass die Entgeltung an den Kanton für einen Hirsch zu teuer sei. Neben 200 Franken für das Patent und 250 Franken für den Metzger koste eine Trophäe 800 Franken, ein ganzer Hirsch demnach 1250 Franken. Der Jagdverband habe beim Waldamt eine Reduktion dieses Preises gefordert.

Bei den Wildschweinen konnten die Jäger nach Verhandlungen mit dem Amt Erfolge erzielen. «Die Abschüsse sind nicht schlecht, aber auch nicht ausreichend», so Merkle. Die Tiere würden sich weiter vermehren und Schäden verursachen. Zudem mahnte er, dass die Schweinepest in Europa wieder auf dem Vormarsch sei.

Wenig Verständnis zeigten die Jäger für die Einschränkung der Jagd auf Federwild um zwei Wochen.

De Präsident zeigte sich erfreut, dass die Bussen weniger werden. In der letzten Saison habe es keinen Patententzug gegeben. Es mussten 51 kleine Strafen ausgesprochen werden, wobei es sich meistens um Fehler auf dem Kontrollblatt handelte. Merkle sprach von einer Entspannung. Staatsrat Didier Castella (FDP) sagte den Jägern, dass unterschieden werden müsse zwischen Fehlern, die passieren können, und Betrugsversuchen, die zu sanktionieren seien. Er erhielt dafür von den Jägern Applaus.

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