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Jäger wollen selber Wildschweine schiessen

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Als «PPP–Partnerschaft Pascal Pittet» hatte Staatsrätin Marie Garnier (Grüne) vor einem Jahr die neue Präsidentschaft beim Verband der Freiburger Jäger bezeichnet. Tatsächlich hat sich im ersten Amtsjahr Pittets eine privat-öffentliche Partnerschaft etabliert: 2014 wurde zwischen dem Jägerverband und Garniers Direktion ein Leistungsvertrag ausgearbeitet, gemäss dem die Jäger für gewisse Dienstleistungen zugunsten der Öffentlichkeit eine finanzielle Entschädigung erhalten. Dies widerspiegelte sich an der Delegiertenversammlung der Jäger am Samstag in Cousset (Broyebezirk) in der Rechnung 2014 und im Budget 2015. Die Finanzierung des Verbandes ist durch den Vertrag wieder gewährleistet. Dennoch läuft zwischen der Direktion beziehungsweise ihrem Amt für Wald, Wild und Fischerei und dem Jägerverband nicht alles so, wie es die Jäger gerne hätten. Hauptkritikpunkt der Jäger an der Versammlung war, dass von den 145 über das Jahr erlegten Wildschweinen 40 durch Wildhüter abgeschossen wurden. Diese 40 Wildschweine ausserhalb der Jagdsaison hätten die Jäger liebend gerne selber erlegt. Eine solche Massnahme zur Regulierung des Wildschweinbestandes müsse die Ausnahme sein, so Pittet: «Warum wurden wir nicht eingeladen? Das darf sich nicht wiederholen. Die Regulierung des Bestandes muss durch Jäger erfolgen.» Pittet fragte, was es den Staat koste, wenn Wildhüter Wildschweine jagen.

«Die Wildhüter haben keine Überzeit gemacht», beruhigte Staatsrätin Garnier die Jäger. Die Massnahme habe die Sicherheit auf bestimmten Strassen verbessert.

Die Jäger und das kantonale Amt sind derzeit daran, eine neue Jagdverordnung für die Jahre 2015 bis 2017 auszuarbeiten. Die Jäger machten an der Versammlung sieben Forderungen geltend, welche beim Amt noch keine Anerkennung gefunden haben. Die Begünstigung der Wildschweinjagd gehört wie die Bejagung der Füchse, Dachse und Raben dazu. Weiter verlangen die Jäger, dass sie Füchse per Kugelschuss bejagen dürfen, Schweisshunde ihre Hundeproben vermehrt beüben dürfen, Hunde mit einer Risthöhe von über 45 Zentimetern während der ganzen Saison eingesetzt, Kleinwild mit kleinen Kalibern abgeschossen werden dürfen und die Gamsjagd auch in Schutzgebieten stattfinden darf.

Marie Garnier sagte, das Amt habe 13 von 21 Vorschlägen der Jäger bereits in die Verordnung aufgenommen.

Zur Sprache kam auch die Neuregelung der Fleischkontrolle (FN vom 2. Februar), wenn Jäger das Fleisch an Dritte verkaufen. Verbandspräsident Pittet sagte, die Regelung werde von den drei Deutschfreiburger Vereinen angefochten. Der Kantonalvorstand suche nach Lösungen.

Der Verband nahm schliesslich drei Wahlen in den Vorstand vor: Yolande Brünisholz (Plasselb, Vizepräsidentin), Nathalie Ravaz (Sorens, Sekretärin), Patrick Moret (Corbières, Kassier).

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