Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Jahrelanges Engagement für Pro Juventute

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin Aebischer

Für Vereine wird es heutzutage immer schwieriger, Mitglieder zu finden, die sich in irgendeiner Form engagieren, sei es als Kassier, Sekretär oder gar als Präsident. Die Stiftung «Pro Juventute Sensebezirk und Oberer Seebezirk» hatte es da bis anhin nicht schwer. 40 Jahre lang konnte sie auf den Düdinger Wolfgang Steiert als Präsidenten zählen. Noch länger, nämlich 50 Jahre lang, blieb der Heitenrieder Franz Kolly der Institution treu. Er hat 1957 bei der Pro Juventute mit dem Markenverkauf angefangen und dann kurz darauf das Bezirkssekretariat übernommen, das er Ende 2007 nun abgegeben hat.

Von null auf hundert

Der pensionierte Arzt Wolfgang Steiert kann bei der Stiftung auf eine «steile Karriere» zurückblicken. «Als ich das erste Mal meine Nase bei der Pro Juventute hereinsteckte, wurde ich gleich zum Präsidenten ernannt», erklärt der heute 75-Jährige.

Damals habe die Bezirkskommission relativ unabhängig vom Zentralsekretariat in Zürich gearbeitet. «Die Weisungen haben im Laufe der Jahre immer mehr zugenommen», sagt Wolfgang Steiert. So habe er beispielsweise den Jahresbericht nicht einfach mehr frei von der Leber weg verfassen können, er musste bestimmte Strukturvorgaben einhalten.

Franz Kolly war in den 50er-Jahren bei der Pro Juventute nicht «nur» als Sekretär-Kassier tätig. Der ehemalige Lehrer hat auch die Hilfesuchenden direkt bei sich zu Hause empfangen oder sie besucht.

Dabei hat er sie beraten, wie sie am besten vorgehen sollten, um allenfalls einen berechtigten Beitrag von der Stiftung zu erhalten. «Wir bekamen zirka 50 bis 60 Anfragen für Spendengelder pro Jahr. 80 Prozent davon konnten wir berücksichtigen, die anderen 20 Prozent waren meist zweckfremde Anfragen», sagt der 72-Jährige.

Die Pro Juventute hilft den Familien zum Beispiel, einmalig hohe Zahnarztrechnungen der Kinder oder deren Beitrag für das Skilager zu bezahlen. Hier musste Franz Kolly abwägen, wo echte Not herrschte, und wo man bloss versuchte, einen willkommenen Zustupf zum kargen Einkommen zu erhaschen. «Man musste wahnsinnig vorsichtig sein, dass die Angaben der Familien wahrheitsgetreu waren», betont er.

Markenverkauf rückläufig

Die Bezirkskasse der «Pro Juventute Sensebezirk und Oberer Seebezirk» wird nebst wenigen Spendengeldern zu 95 Prozent aus dem Markenverkauf gefüllt. Das Geld wird dann für die Einzel- und Familienhilfe sowie für die Mütter- und Väterberatung eingesetzt. Es werden aber auch einmalige Beträge an Spielplätze, Bibliotheken oder Ludotheken gespendet. Im April durfte sich zum Beispiel das Schulhaus Lichtena in der Gemeinde Plaffeien über eine Spielplatz-Spende freuen.

Franz Kolly erklärt, dass die Haupteinnahmequelle der Pro Juventute, der alljährliche Markenverkauf, in der ganzen Schweiz stark zurückgegangen sei. «Es braucht aufgrund der E-Mails weniger Briefe und dementsprechend auch weniger Marken», so seine Erklärung.

Die beiden bekräftigen, sich stets mit voller Motivation für die Stiftung eingesetzt zu haben. «Ich sehe es als Dienst an der Allgemeinheit», meint Kolly. Wolfgang Steiert hat vor allem die gute Zusammenarbeit in der Bezirkskommission geschätzt. «Die Pro Juventute hat mir in all den Jahren als Präsident nie Bauchweh bereitet», betont er.

Mehr zum Thema