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Jaun wird europäisch

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Der Europacup-Kalender des Internationalen Ski-Verbandes FIS umfasst für den kommenden Winter total 79 Rennen. Vierzehn davon werden in den Schweizer Bergen stattfinden, in Orten wie Zinal, Melchsee-Frutt, Wengen, St. Moritz und Crans-Montana. Zum erlauchten Kreis der Skistationen, die Rennen auf zweithöchster Stufe durchführen können, gehört dieses Jahr auch Jaun. Zwei Jahre hat der Verein Ski-Europacup Freiburg, der sich eigens dafür gegründet hat, daran gearbeitet, die besten nationalen und europäischen Nachwuchsfahrer zum Kräftemessen ins Greyerzerland zu holen (21. und 22. Februar 2015).

«Es ist ein historischer Moment für den Kanton Freiburg» freute sich Steve Pasquier, Präsident von Ski-Europacup Freiburg, gestern an der Pressekonferenz, an welcher der Event publik gemacht wurde. «Erstmals haben wir die Möglichkeit, einen internationalen Anlass in diesem Bereich durchzuführen.»

«Ein anderes Kaliber»

In den vergangenen Jahren haben in Jaun jeweils FIS-Rennen–hinter Weltcup und Europacup Rennen der dritten Stärkeklasse–stattgefunden. Verschiedene Freiburger Skivereine hatten diese abwechselnd in Eigenregie organisiert und durchgeführt. Für dieses Jahr haben sich die Freiburger Vereine nun zusammengetan, um im Kanton gemeinsam etwas Grösseres auf die Beine zu stellen. Jaun drängte sich dabei als Austragungsort auf. «Die FIS genehmigt für die Europacup-Rennen nur jene Pisten, auf denen vorher mindestens sechsmal erfolgreich FIS-Rennen durchgeführt wurden», erklärt Stéphane Gaillard, OK-Vizepräsident. «Dieses Kriterium erfüllt im Kanton Freiburg nur die Piste Schattenhalb in Jaun.»

Die FIS-Rennen im 700-Seelendorf Jaun vermochten in den letzten Jahren allerdings kaum Zuschauer anzulocken und fanden quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Davon lassen sich die Organisatoren nicht entmutigen. «Der Europacup ist ein ganz anderes Kaliber als FIS-Rennen», sagt Vereinspräsident Pasquier. «Wir planen einen grossen Event, mit Attraktionen, Unterhaltungsprogramm und Festwirtschaft. Unser klares Ziel ist es, einen Gewinn zu erwirtschaften, der anschliessend dem Freiburger Ski- und Snowboard-Verband FSSV zugutekommt.»

Der Kampf um Zuschauer

Damit im Februar möglichst viele Leute den Weg in die einzige deutschsprachige Gemeinde des Greyerzbezirks finden und den Umsatz ankurbeln, führen die Organisatoren während des Rennwochenendes verschiedene Aktionen durch. So haben sie den Samstag zum Familientag erklärt, an dem die anwesenden Familien auf Wunsch eine Einführung in die Slalomdisziplin erhalten. Der zweite Renntag ist der offizielle Tag der Skivereine. «Der Skiclub, der am Sonntag mit den meisten Mitgliedern präsent ist, erhält einen Preis», sagt Steve Pasquier. Zudem wollen die Organisatoren mit speziellen Wochenend-Skipässen zu vergünstigten Tarifen möglichst viele Leute zu den Europacup-Rennen holen.

Die wichtigsten Garanten für hohe Zuschauerzahlen–schönes Wetter und eine attraktives Teilnehmerfeld–liegen allerdings nicht im Einflussbereich des OK. Rund 120 Athletinnen und Athleten werden in Jaun an den Start gehen, davon 20 Schweizer. Als Gastgebernation stehen der Schweiz doppelt so viele Startplätze zu wie den anderen Nationen. «Wen Swiss Ski nominiert, hängt von den aktuellen Formständen der einzelnen Fahrer ab», sagt Steve Pasquier. «Es werden aber mit Sicherheit einige talentierte Nachwuchsfahrer wie zum Beispiel Luca Aerni und Justin Murisier dabei sein. Da am Wochenende vom 21./22. Februar keine Weltcup-Rennen ausgetragen werden, erwarten wir starke ausländische Delegationen.»

Schub für den Freiburger Skisport

Der Europacup ist für die Fahrer durchaus attraktiv. Nicht zuletzt winkt dem Gesamtsieger in der nächsten Saison ein Fixplatz im Weltcup. Die Wahrscheinlichkeit, dass in Jaun auch Freiburger Nachwuchsfahrer im Dress von Swiss Ski an den Start gehen werden, ist allerdings eher gering. Die aussichtsreichste Kandidatin, die Jaunerin Andrea Thürler, verpasst wegen einer schweren Knieverletzung die ganze Saison. «Wir hoffen, dass Swiss Ski auch Freiburger Athletinnen oder Athleten selektioniert, beeinflussen können wir dies aber nicht», sagt OK-Präsident Pasquier. Und sein Vize ergänzt: «Nur die Wenigsten schaffen es ins A- oder B-Kader von Swiss Ski. Die Konkurrenz ist gross, die Plätze sind beschränkt.» Es gebe zwar sehr viele und sehr talentierte Freiburger Nachwuchsfahrer, aber keiner schaffe es bis ganz nach oben. «Wir erhoffen uns von den Europacup-Rennen auch ein Schub für den kantonalen Skisport. Wir wollen den Jungen zeigen, dass in Freiburg mehr möglich ist als FIS-Rennen-Niveau.»

 300 Freiwillige gesucht

Die Ansprüche bei einem Europacup-Rennen sind deutlich grösser als jene bei einem FIS-Rennen, insbesondere in Bezug auf die Pistenpräparation, die Sicherheitsbestimmungen und die gesamte Infrastruktur. In Wengen, St. Moritz oder Crans-Montana zum Beispiel finden die Rennen meist unmittelbar vor oder nach einem Weltcupanlass statt, damit Synergien genutzt und Kosten gespart werden können. In Jaun ist dies nicht möglich. «Unser Budget beläuft sich auf 110 000 Franken», sagt Steve Pasquier. «Die Sponsoren-Dossiers sind inzwischen quasi geschlossen, so dass wir uns an die nächste grosse Herausforderung machen können: das Organisieren der Helfer.» Rund 300 Helfer werden für die Durchführung des Events benötigt. «50 Personen haben uns bisher ihre Mitarbeit zugesichert. In den kommenden Tagen werden wir die verschiedenen Sportvereine des Kantons anschreiben, in der Hoffnung, so die nötige Manpower zu finden.»

Europacup

Renntermine Schweiz, Saison 2014/15

6. Januar:Riesenslalom Frauen (F),

Zinal

7. Januar:Riesenslalom (F), Zinal

8. Januar:Slalom (F), Melchsee

9. Januar:Slalom (F), Melchsee

9. Januar:Abfahrt Männer (M),

Wengen

10. Januar:Abfahrt (M), Wengen

16. Januar:Abfahrt (F), St. Moritz

17. Januar:Abfahrt (F), St. Moritz

18. Januar:Super-G (F), St. Moritz

28. Januar:Riesenslalom (M),

Crans-Montana

29. Januar:Super-G (M), Crans-

Montana

30. Januar:Super-Kombination (M),

Crans-Montana

21. Feb.:Slalom (M), Jaun

22. Feb.:Slalom (M), Jaun

 

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