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Jauntal sorgt sich wegen 5G

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«Die 5G-Technologie ist heute in aller Munde», sagte Patrick Rudaz, Koordinator des Regionalen Naturparks Gruyère-Pays d’Enhaut und Moderator des Diskussionsabends am Donnerstag in Charmey. Der Park selber nehme keine Stellung zu den 5G-Antennen, helfe aber bei der Durchführung des Abends. «Heute könnt ihr den zwei anwesenden Experten eure Fragen stellen. Den Militantismus müsst ihr euch für später aufheben», ermahnte Rudaz den Saal zu Beginn.

In seinem Kurzvortrag ging Hugo Lehmann von Swisscom unter anderem auf die im internationalen Vergleich tiefen Grenzwerte ein, an die sich die Schweizer Unternehmen zu halten hätten. Ihm gegenüber stand Strahlungsexperte ­Pierre Dubochet, der darauf aufmerksam machte, dass diese Grenzwerte keineswegs wissenschaftlich ermittelt worden seien. Nach den zwei Präsentationen konnte das Publikum sich direkt an die Experten wenden. Eine Frau erzählte von ihrer grossen Sensibilität gegenüber der Strahlung und sagte, dass sich ihre Beschwerden in letzter Zeit verschlimmert hätten. «Ich habe bei Swisscom angerufen, und die Dame am Telefon hat mir bestätigt, dass 5G hier schon aufgeschaltet sei», meinte sie. Auch andere Anwesende hatten auf Karten des Westschweizer Fernsehens oder des Bundesamts für Kommunikation gesehen, dass es im Tal schon 5G-Antennen gebe. «Das sind falsche Informationen», sagte daraufhin Hugo Lehmann. «Es sind aktuell im Tal keine 5G-Antennen in Betrieb und auch keine neuen Standorte für Antennen geplant. Ein Aufrüsten der aktuellen Antennen ist aber möglich.»

Vermehrt wurde auch der exzessive Technologiekonsum der Gesellschaft infrage gestellt. «Was nützt es mir, wenn ich meinen Kühlschrank dank 5G mit der Fritteuse verbinden kann?», fragte ein Teilnehmer. «Es ist nicht der Konsument, der nach 5G ruft. Die Anbieter erstellen die Infrastruktur, und der Konsument muss einfach mitmachen», kritisierte ein anderer. Auch das intransparente Vorgehen der Anbieter wurde angeprangert. «Wird der visuelle Aspekt der Antenne verändert, müssen wir eine Bewilligung einholen», sagte Lehmann dazu. «Das ist aber nicht der Fall, wenn nur die Technik in der Antenne verändert wird.»

Wohl kein 5G-freies Jauntal

Ob die besorgten und teilweise aufgebrachten Bewohner des Jauntals um die 5G-Technologie herumkommen, ist unklar. Eine Bürgerinitiative wäre für Simon Rauber von Jogne en mouvement ein nächster Schritt. Bruno Clément, Gemeinderat aus Charmey, sagte: «Für uns steht das Wohl des Menschen an erster Stelle. Da­rum will die Gemeinde zuerst konkrete Studienergebnisse abwarten.» Der Jauner Gemeinderat Jochen Mooser sah die Sache pragmatisch. «Es liegt nicht in unserer Kompetenz, über 5G zu entscheiden. Ausserdem sollte man auch die Vorteile von 5G bedenken, zum Beispiel ein schnelleres Internet in schlecht erschlossenen Quartieren.»

«Die Anbieter erstellen die 5G-Infrastruktur, und der Konsument muss mitmachen.»

Teilnehmer am Info-Abend

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