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Jeden Morgen zu einem Spässchen aufgelegt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Um 4.50 Uhr fährt Andreas Egger bei sich zu Hause los Richtung Ostermundigen. Seit sechs Jahren holt er dort die Pakete ab, die er danach in Düdingen verteilt. Schon beim Einladen prägt er sich so gut wie möglich ein, wo er heute besonders schwere oder besonders viele Pakete abladen muss. «Ich fahre und arbeite vorausschauend», sagt der 43-jährige Sensler. Das ist auch nötig, damit er seine Route in der gewohnten Zeit–bis um circa drei Uhr nachmittags–abgefahren hat. Im Winter, wenn die Strassen schlecht sind oder in der Weihnachtszeit, wenn sehr viele Pakete im Umlauf sind, kann sein Arbeitstag auch mal länger dauern.

Fitness, Sauna, Solarium

Immer unterwegs sein, ständig ein- und aussteigen und das seit Jahren auf der gleichen Strecke: Andreas Egger mag seinen Beruf. «Ich bin draussen, in Kontakt mit den Leuten und mache gleichzeitig Krafttraining–und je nach Wetter auch gleich Sauna und Solarium», sagt er mit einem Schmunzeln.

1990 hatte er sich bei der Post in Freiburg beworben, weil er nach seiner Ausbildung zum Landwirt noch eine andere Lehre machen wollte. Bis 1999 trug er Briefe und Pakete aus, seit 14 Jahren sind es nun nur noch Pakete. Diese können auch mal über 30 Kilogramm schwer sein. Nicht umsonst sind seine Schuhe mit Stahlkappen versehen, sollte ihm einmal ein Paket aus den Händen rutschen.

Eine Kiste voll Gold

Am meisten freut es ihn, dass die Frauen und Männer, die die Pakete entgegennehmen, ihn kennen und mögen. «Sie schätzen es, wenn immer der gleiche Postbote vorbeikommt.» Und er versuche immer, «etwas Menschliches reinzubringen». Denn wer etwas Gutes tue, bekomme auch etwas Gutes zurück, lautet seine Devise. Und so ist sein freundlicher Morgengruss nicht zu überhören. «Ich bringe eine Kiste voll Gold», kündigt er sich bei den Paket-Empfängern an.

Doch für lange Gespräche reicht die Zeit nicht aus. Pro Tag legt Andreas Egger rund 100 Kilometer zurück. Hat er früher bei einer alten Dame zum Beispiel gleich immer noch die Wohnung eingeheizt, gönnt er sich heute höchstens ein, zwei fünfminütige Kaffee-Pausen. «Ich kann nicht jede Einladung annehmen, aber zwischendurch tut eine kurze Pause gut.»

 Selber bestellt oder erhält Andreas Egger nur höchst selten ein Paket. Und auf die Webseite des Online-Versandhändlers Zalando hat er noch nie einen Blick geworfen–obwohl er täglich mehrere der orange-weissen Pakete austrägt. Und die Zalando-Kundinnen erzählen ihm meist, ob sie die bestellten Kleider und Schuhe wieder zurückschicken mussten oder nicht. «Doch leider habe ich sie noch nie für mich schreien gehört», sagt er in Anspielung an den Werbespruch «Schrei vor Glück!».

«Ich kann nicht jede Einladung annehmen, aber zwischendurch tut eine Pause gut.»

Andreas Egger

Postbote

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