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«Jeden Tag habe ich etwas Neues gelernt – nicht nur in der Schule»

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Autor: Anton jungo

«Ich musste in der Schweiz fast ein neues Leben aufbauen», erklärt Maria Elisa Malo. In ihrer Heimat sei sie immer mit ihrer Familie und Kollegen zusammen gewesen. «In der Schweiz kannte ich niemanden, und ich bekam eine neue Familie», führt sie aus. «Ich hatte aber auf einmal auch viele Freiheiten und musste selber Entscheide fällen. Jetzt fühle sich sich schon fast wieder wie zuhause», meinte sie und freut sich trotzdem auf das baldige Wiedersehen mit ihrer eigenen Familie.

Wie die eigenen Töchter

«Wir behandeln Maria Elisa wie unsere eigenen Töchter. Sie sind junge Erwachsene und müssen die Verantwortung für sich übernehmen. Es gibt aber klare Grenzen. So wollen wir z. B. wissen, wo sie sich auf dem Ausgang aufhalten», betont die Gastmutter Gudrun Zurwerra.

Die 18-jährige Austauschstudentin hat in Ecuador schon die Matura absolviert und dabei auch ein wenig Deutsch gelernt. An der Universität will sie die Rechte und Internationale Beziehungen studieren. Sie hält Sprachkenntnisse für wichtig. «Eigentlich wollte ich Französisch lernen», meint sie und hat sich dann entschlossen wegen der deutschsprachigen Umgebung in der Schweiz ihr Deutsch zu perfektionieren. «Deutsch ist schwer. Aber unterdessen gefällt es mir sehr gut», hält sie fest.

Ungewohnte Schulzeiten

Am Kollegium Hl. Kreuz folgt sie dem Unterricht in einer deutschsprachigen Klasse und zusätzlich das Fach Deutsch in einer französischsprachigen Klasse. Sie schätzt es, dass sie wie alle andern Schüler behandelt wird. Im Deutschunterricht werde sie aber besonders gut betreut. Prüfungen muss sie keine machen, da sie zuhause keine Noten vorzuweisen braucht.

Maria Elisa Malo hat festgestellt, dass die Schule in der Schweiz strenger ist und die Schüler motivierter. Sie führt dies darauf zurück, dass in der Schweiz die Auswahl an verschiedenen Schultypen viel grösser ist als in ihrer Heimat, wo alle die gleiche Schule besuchen müssen. Ungewohnt sind für sie die Schulzeiten. An ihrer Schule in Ecuador gab es einen fixen Stundenplan. Die Schule dauert für alle von 8 Uhr morgens bis 14.30 Uhr. Eine Mittagspause kannte sie von ihrer Schule her nicht.

Schweiz bereist

Am Kollegium Hl. Kreuz pflegt sie vor allem Kontakte mit andern Austauschschülern. Zurzeit besuchen nicht weniger als zehn Schüler aus den verschiedensten Weltgegenden den Unterricht am Kollegium. Sie hat ein Generalabonnement und hat zusammen mit ihren Mitschülern fast alle grösseren Schweizer Städte besucht und kennengelernt.

Grosse Anpassungsschwierigkeiten hatte Maria Elisa Malo in der Schweiz nicht. «Es ist alles so perfekt und gut hier. Alle sind so pünktlich», erklärt sie. Gewöhnen musste sie sich aber an das andere Essen. «In Ecuador gibt es jeden Tag Reis, und das Essen ist etwas schärfer gewürzt», erklärt sie. Zugute kommt ihr hier, dass sie Käse und Schokolade besonders mag.

Um 18.30 Uhr ist es dunkel

Erstaunt ist sie darüber, dass man in der Schweiz am Abend noch bei Tageslicht in den Ausgang gehen kann. «In Ecuador ist es um 18.30 Uhr immer dunkel. Auch an das kältere Klima und an den Schnee hat sie sich gewöhnt. Da sich ihre Gastfamilie oft im Wallis aufhält, hat sie davon profitiert, das Snowboarden zu erlernen. «Sie beherrscht es recht gut», meint ihre Gastschwester Simone Zurwerra.

Maria Elisa Malo empfiehlt es allen, ein Austauschjahr zu absolvieren. «Ich hätte nichts Besseres machen können. Jeden Tag habe ich etwas Neues gelernt – nicht nur in der Schule», erklärt sie. Auf die Frage, ob sie wieder in die Schweiz zurückkehren werde, meint sie: «Jetzt will ich zuerst einmal nach Hause und sehen, wie es mir dort ergeht. Ich hoffe, dass ich mich wieder an das Leben in Ecuador gewöhnen kann.»

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