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«Jeder Kanton braucht eine eigene Sportschule»

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Als Sporttalent gilt in der Schweiz jeder, der über eine nationale oder regionale Talentcard verfügt (siehe Kasten). Um eine solche Auszeichnung zu erhalten, wird schweizweit in nahezu allen Sportarten anhand der Prognostischen Integrativen Systematischen Trainer-Einschätzung (Piste) selektioniert. Dies ist ein Test, bei dem sich jeder Sportler anmelden kann. Es handelt sich um einen Vergleich aller Teilnehmenden, wobei die meisten Sportarten immer zwei Jahrgänge gleichzeitig sichten. Das System stützt sich auf körperliche, athletische und technische Fähigkeiten der Sportler. «Die nationalen Karten werden deshalb vermehrt an die älteren Jahrgänge verteilt», sagt Johannes Nowotny, Swiss Volley Trainer der Jugendnationalmannschaft. Denn diese seien weiter entwickelt und könnten einfacher gute Resultate erzielen. Nichtsdestotrotz sei die Piste ein bewährtes System, das international grossen Anklang findet und deren stolzer Erfinder die Schweiz ist.

Unterstützung ist wichtig

Ohne die Unterstützung von Clubs und dem familiären Umfeld wird es für junge Sport­talente allerdings schwierig, Spitzensport zu betreiben. Auch die finanziellen Aspekte sowie die Berufswahl spielen eine wichtige Rolle. Besonders nach dem Ende der Orientierungsschule wird es für Sportlerinnen und Sportler oft schwierig, den Sport und das soziale Umfeld in Einklang zu bringen. «Der Aufwand für Leistungssport beträgt 15 bis 20 Stunden pro Woche. In einer Regelklasse ist das kaum machbar», so Nowotny. Sportschulen oder leistungssportfreundliche Lehrbetriebe sollen den Alltag der Sportler unterstützen, wobei im Kanton Freiburg nur Letzteres der Fall ist. Ein Beispiel für ein Unternehmen, das junge Sportler unterstützt, ist die Freiburger Kantonalbank.

Erleichterungen für Sportler

In anderen Schweizer Kantonen gibt es sogenannte Swiss Olympic Partnerschools, die den zeitlichen Interessenkonflikt der Sportler minimieren. Die Gymnasien im Kanton Freiburg gelten nicht als solche Partnerschools, ermöglichen jedoch kleine Erleichterungen für Sportler mit SAF-Status. Der Sports-Arts-Formation-Titel ist der höchste, den der Kanton Freiburg vergibt, um Sportler zu unterstützen.

Entlastung vom Schulstress

Trotzdem schafft eine Sportschule ein besseres Umfeld für Sportler und entlastet diese vom Schulstress. So können die jungen Sporttalente den Fokus vermehrt auf den Sport setzten. «Ich bin überzeugt, dass es Sportschulen in jedem Kanton braucht», sagt Johannes Nowotny von Swiss Volley. Ab der Sekundarstufe zwei sollten Sportler laut Nowotny sogar das nationale Leistungszentrum besuchen. Auf diesem Weg könnten sich in Zukunft eventuell auch die Sport­resultate der Schweizer Spitzen­sportler auf dem internationalen Parkett verbessern.

Zahlen und Fakten

Talent Cards sind für Sportler unverzichtbar

Um in der Schweiz in den Genuss einer Talentförderung zu kommen, brauchen junge Sportlerinnen und Sportler eine sogenannte Talent Card von Swiss Olympic. Dieses Jahr sind insgesamt 2774 nationale, 6432 regionale und 9126 lokale Talentcards im Umlauf. Die Mehrheit dieser Karten wird an Deutschschweizer Sportler verliehen. Der Kanton Freiburg hat 395 Talentcards und liegt somit im Durchschnitt. In Freiburg gibt es keine Sportschule zur Förderung junger Sporttalente. Der Besuch einer ausserkantonalen Sportschule kostet jährlich 20 000 Franken. Diese Schulgebühr müssen die Sportler aber selbst finanzieren.

Zoë Kressler und Elin Perler

 

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