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Jetzt beginnt die Zeit der Planer

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Der Kanton Freiburg will noch in diesem Jahr die Planungsstudien für Umfahrungsstrassenprojekte in Angriff nehmen, welche aus einer Gesamtanalyse mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis hervorgegangen waren.

Neun Projekte sind in einer Evaluation vor einem Jahr in die Kategorie I eingeteilt worden. Von 26 Ideen versprechen sie bei einem Zeithorizont bis 2030 den grössten Effekt im Verhältnis zum Aufwand. Planungsstudien sollen nun helfen, Prioritäten zu setzen (die FN berichteten).

Wie Baudirektor Maurice Ropraz gestern an einer Pressekonferenz orientierte, hat der Staatsrat die Erkenntnisse aus der Gesamtanalyse genehmigt und entschieden, dass die aussichtsreichsten Projekte vorangetrieben werden sollen. Dabei will der Kanton auch den Dialog mit den betroffenen Gemeinden suchen.

Kein Bau vor 2016

«In der Finanzplanung 2016 ist noch kein Geld für diese Umfahrungsstrassen vorgesehen, aber wir können mit der Planung voranschreiten, da diese sowieso Zeit benötigt», so Ropraz. «Dank der Planungsstudien können wir die Projekte nach Priorität einordnen; danach braucht es zur Realisierung politische Entscheide.» Martin Tinguely, Vorsteher des Amts für Mobilität, bezifferte die Kosten pro Planungsstudie auf rund 100 000 Franken.

Alle anderen, nicht berücksichtigen Projekte, so auch die Umfahrungsstrassen für Düdingen und Kerzers (siehe Kasten), haben frühestens 2016 die Chance, wieder neu evaluiert zu werden.

Am weitesten fortgeschritten ist gemäss Sektionschef Micaël Tille die Aufhebung desBahnübergangs in Givisiez. Der Grosse Rat hat dazu bereits ein Kreditgesuch für eine Vorstudie genehmigt, welche beim Tiefbauamt bereits angelaufen ist. Die Priorität dieses Projekts muss gar nicht mehr beurteilt werden. Zur Behebung dieses bestehenden Verkehrsengpasses entsteht rund 700 Meter westlich des Bahnübergangs eine Brücke über die Bahnlinie und somit eine Verbindung bis zur Jo-Siffert-Strasse.

Im Seebezirk sollen gleich drei Umfahrungsprojekte eingehender studiert werden. Die Umfahrung vonSalvenachsoll bei der Gewerbezone Pra Rond in Cressier von der bestehenden Hauptstrasse abzweigen und erst bei der grossen Kurve unterhalb von Burg wieder Anschluss an die Kantonsstrasse finden. Ab diesem Punkt würde dann gleich die UmfahrungsstrasseBurg–Löwenbergentlang des A-1-Trassees bis zum Löwenbergkreisel führen. Schliesslich wird ebenfalls eine Planungsstudie für die Umfahrung vonCourtepinwestlich der Micarna in Angriff genommen. Bei allen drei Umfahrungsprojekten im Seebezirk will sich der Kanton noch im ersten Halbjahr 2014 mit den jeweiligen Gemeinden austauschen.

Belfauxist mit einem ambitionierten Projekt im Rennen. Die Umfahrungsstrasse um das Dorfzentrum herum soll auf der Anhöhe Château du Bois abzweigen, beim Boxal-Areal die Bahnlinie überqueren und dann wieder in die Strasse Richtung Givisiez münden. Gemäss Tille ist da die Planung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde bereits angelaufen.

Ebenfalls eine Planungsstudie wird für eine neue StrassePensier–Granges-Paccotin Auftrag gegeben, welche die vom Murtenlauf her bekannte Steigung von La Sonnaz umgeht und ab der ARA Pensier direkter dem Schiffenensee entlang führen sollte.

Schliesslich wird auch die Umfahrung vonNeyruznäher geprüft. Das Projekt wurde den Gemeindebürgern bereits im November präsentiert; das Interesse der Gemeinde ist offensichtlich.

Unklar ist, wie es mit einer Umfahrung vonRomontweitergeht. Da hatte der Kanton ursprünglich eine Umfahrung im Norden der Stadt prüfen wollen. Nun will die Gemeinde aufgrund anderer Projekte auf diesem Trassee lieber eine Umfahrung Süd. Diese muss wieder auf ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis geprüft werden, bevor der Kanton sich für oder gegen eine Planungsstudie entscheidet.

 

Verkehr: Düdingen und Kerzers warten ab

K einen neuen Bescheid konnte Staatsrat Maurice Ropraz an der gestrigen Pressekonferenz Düdingen und Kerzers geben. Beide Gemeinden hatten sich aufgrund des starken Durchgangsverkehrs Hoffnungen auf eine Umfahrungsstrasse gemacht, wurden aber vor einem Jahr enttäuscht, als ihre Wünsche nicht oberste Priorität erhielten. Ropraz betonte, dass sich im Fall von Düdingen der Kanton, die Gemeinde und die Region Sense im November geeinigt hatten abzuwarten, wie sich die Poyabrücke und die Verbindungsstrasse Birch – Luggiwil auf den Verkehrsfluss auswirken werden. Im Fall von Kerzers sagte Ropraz, dass erst analysiert wird, wie sich der Bahnübergang auf das Stauaufkommen bei der Murtenstrasse auswirkt. Ausserdem sollen Anreize geschaffen werden, dass Automobilisten vermehrt die Autostrasse und die Moosgasse benützen. uh

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