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Jetzt hat es in Übewil definitiv gekracht

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Die Scheune in Übewil oberhalb des Schönbergs steht schon seit Jahren schief in der Landschaft. Sie ist verlottert, einsturzgefährdet und alt. Sie ist aber auch schon lange der Zank­apfel zwischen der Burgergemeinde Freiburg, der Gemeinde Düdingen und dem kantonalen Kulturgüteramt. Denn die Burgergemeinde ist die Eigentümerin, die Scheune liegt aber auf Düdinger Boden. Ausserdem ist das Gebäude denkmalgeschützt, weshalb auch das Kulturgüteramt noch ein Wörtchen mitzureden hat.

Nun hat es in Übewil gekracht: Am Donnerstagmorgen ist das Dach definitiv eingestürzt. Stanislas Rück, Dienstchef des kantonalen Kulturgüteramts, vermutet, dass die Last des Neuschnees zu gross war. Er verurteilt den vernachlässigten Unterhalt durch die Burgergemeinde aufs Schärfste.

«Katastrophal»

«Es ist unerhört von der Burgergemeinde, dass sie ihre Pflichten bei diesem denkmalgeschützten Gebäude seit Jahren nicht wahrnimmt», sagt Stanislas Rück gegenüber den FN und fügt an, «es ist kata­strophal, welche Signale sie dabei als öffentliche Institution sendet». Die Diskussion zwischen der Gemeinde Düdingen und der Burgergemeinde, ob dort Wohnraum entstehen soll oder nicht, sei zweitrangig. «So oder so hätte die Burgergemeinde das Dach der Scheune schon vor fünf Jahren sanieren müssen.» Das Kulturgüteramt werde eine Wiederinstandstellung gemäss kantonalem Kulturgütergesetz verlangen.

Im Sommer sagte Antoinette de Weck, Präsidentin der Burgergemeinde, gegenüber den «Freiburger Nachrichten»: «300 000 Franken für die Reparatur eines Dachs, bloss um Luft zu lagern, ist inakzeptabel.» Die Burgergemeinde vertrete immer noch die gleiche Meinung wie vor dem Einsturz, sagte de Weck gestern auf Anfrage. Die Burgergemeinde wolle die Scheune immer noch zu einem Wohnhaus umfunktionieren. Nun müssen die Gemeinde Düdingen und das Kulturgüteramt sagen, ob sie diesen Plan unterstützen. Die Burgergemeinde habe ein Vorgesuch für eine Umnutzung beim Kanton eingereicht, sie warte nun auf ein Ergebnis, sagte Antoinette de Weck weiter.

Nach dem Einsturz des Daches sei nun abzuwägen, ob der Abbruch der Scheune sinnvoll sei oder ob sie noch zu Wohnungen umfunktioniert werden könne, sagt Stanislas Rück. «Klar ist, dass auf diesem Areal nur Wohnungen entstehen können, wenn die Hülle der Scheune bestehen bleibt.» Eine Umnutzung zu Wohnraum im Schutzperimeter sei zudem nach Bundesrecht nur dann erlaubt, wenn die Scheune nicht anders erhalten werden könne.

Bereits mehrmals hat der Düdinger Ammann Kuno Philipona gegenüber den FN gesagt: Zusätzlicher Wohnraum in den Weilern widerspreche der Ortsplanung der Gemeinde Düdingen. Die Bevölkerung habe sich klar gegen eine weitere Zersiedelung ausgesprochen. Der Weiler Übewil liege fünfeinhalb Kilometer von Düdingen entfernt und damit weit weg. Ammann Kuno Philipona war für eine Stellungnahme am Donnerstagabend nicht erreichbar.

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