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«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt»

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Es ist eines der letzten wichtigen Geschäfte, über das die Gemeindeversammlung von Düdingen am 20. April entscheidet: der Bau eines Fuss- und Veloweges vom Bahnhof bis zur Tunnelstrasse inklusive eines Stegs bei der Toggelilochbrücke. Der Gemeinderat bringt das Projekt mit Kosten von 2,052 Millionen Franken noch in dieser Legislatur zur Abstimmung, weil die SBB dieses Jahr mit der Sanierung der Eisenbahnbrücke über das Toggeliloch beginnen wollen. Neben dieser Möglichkeit, Synergien zu nutzen, hat der Gemeinderat noch andere Gründe, das seit längerem im Gespräch stehende Projekt voranzutreiben. Seine Argumente hat er am Mittwochabend vor rund 60 Bürgern präsentiert. In der Diskussion gab es positive und kritische Stimmen (siehe Kasten).

Mehr Langsamverkehr

Der geplante Fussgänger- und Veloweg soll mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die neue Langsamverkehrsachse würde die heutigen Quartiere Rächholderberg, Moos, Garmiswil und Obere Zelg besser an den Bahnhof anbinden. Das ist eines der Legislaturziele des Gemeinderates. Langfristig wird dies mehr als den heutigen rund 800 Einwohnern in den bestehenden Quartieren zugutekommen. «Die Gebiete Rächholderberg und Zelg zwischen SBB-Bahnlinie und Zelgmoosweg sind wichtige Entwicklungsschwerpunkte der Gemeinde», erklärte Ammann Kuno Philipona. «Diese Wachstumszonen werden nicht heute oder morgen überbaut, sie sind für die nächste und übernächste Generation vorgesehen.» Er bezeichnete die geplante Langsamverkehrsachse deshalb als zukunftsorientiertes Projekt, das dereinst einen Grossteil Düdingens erschliessen werde. Würde das gesamte Richtplangebiet überbaut, entstünde theoretisch je nach Bauart eine Wohnzone für maximal 5000 Einwohner. Nicht nur für Anwohner und Naherholungsuchende sei der neue Weg attraktiv, erklärte Gemeinderat Urs Hauswirth in der Präsentation. «Er kann auch Arbeitsweg nach Freiburg sein.»

Subvention: jetzt oder nie

Die neue Verbindung würde die Düdinger rund 2,052 Millionen Franken kosten. «Wir sind uns bewusst, dass dies eine stolze Summe ist», so Urs Hauswirth. Die Finanzierungsmöglichkeiten sind ein Hauptargument des Gemeinderats, das Projekt jetzt zu realisieren: Eigentlich beläuft sich die Investition auf 4,4 Millionen Franken. Rund 300 000 Franken übernimmt die Firma Implenia als Teil des Projekts Düdingen Plus, das auf dem Romag-Gelände realisiert wird. Von den restlichen 4,1 Millionen Franken subventioniert die Agglo Freiburg 50 Prozent, und zwar als Teil der Massnahmen des vom Bund subventionierten Agglomerationsprogramms zweiter Generation, denn der geplante Weg ist auch Teil der Transagglo, einer kantonalen Langsamverkehrsachse (siehe blauer Kasten). Düdingen zahlt als Agglo-Mitglied an das Projekt rund zehn Prozent oder 40 000 Franken. «Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Projekt umzusetzen; nur so können wir von diesen Subventionen profitieren», betonte Urs Hauswirth. Er erklärte, warum der heutige Fussweg vom Obermattweg zum Bahnhof nicht den Ansprüchen genügt. Er führt durch den Wald und über einen Bach, umfasst Treppen, und man muss das Toggeliloch-Tal überwinden: 20 Meter hinunter und wieder 32 Meter hinauf. Er ist nicht behindertengerecht und im Winter schwer zu unterhalten.

Der neue 700 Meter lange Weg würde von der Tunnelstrasse zum Viadukt führen, an dessen Pfeiler ein Steg aus Stahl angebracht würde, so dass er unterhalb der Geleise über das Toggeliloch führte. Eine Rampe ginge zum heutigen Romag-Gelände, von wo die Benutzer direkt zur Unterführung oder auf das Perron Richtung Bern gelangen könnten.

Fakten

Zu Fuss von Düdingen bis Avry

Der geplante Fuss- und Veloweg mit einem Steg über die Toggelilochbrücke in Düdingen ist Teil der Transagglo. Dies ist ein durchgehender Fussgänger- und Veloweg, der von Düdingen bis nach Avry führen soll. Die erste Etappe vom Stadtzentrum Freiburg bis zum St. Leonhard wurde im Oktober 2014 eingeweiht. Bis 2018 soll der Grossteil dieser Freiburger Langsamverkehrsachse fertiggestellt sein. Die meisten Strecken gehören zu den Massnahmen im Agglomerationsprogramm zweiter Generation, die der Bund finanziell unterstützt. Für diese Projekte gilt: Die Hälfte der Kosten zahlen die Gemeinden selbst, der Rest wird durch die Agglo und Bundessubventionen finanziert.im

Diskussion: «Eine einmalige Chance für unser Quartier»

V on den rund 60 am Informationsabend teilnehmenden Bürgern waren nach Schätzung der Gemeinderäte etwa die Hälfte aus den betroffenen Quartieren. In der Diskussion wurde unter anderem die Frage nach den Unterhaltskosten gestellt. Urs Hauswirth machte keinen Hehl daraus, dass der Weg mit Kosten verbunden sein wird: Er ist beleuchtet und die asphaltierte Fläche wird mit einem Pony-Fahrzeug gereinigt. Er hielt aber auch den Nutzen dagegen: Das Gesetz schreibt vor, dass neue Quartiere nur erschlossen werden dürfen, wenn sie einen ÖV-Anschluss haben. Die Gemeinde stelle mit der Umsetzung des Projekts also auch die Weichen für die künftige Weiterentwicklung.

Ob es keine Alternative zum geplanten Weg gebe, lautete eine Frage. Da das Trassee durch den Wald, über einen Bach und durch geologisch nicht einfaches Gelände führe, sei die vorgeschlagene Lösung die beste, erklärte dazu Gemeindeingenieur David Köstinger.

«Es ist eine einmalige Chance, damit auch wir künftig auf anständige Weise ins Dorf kommen», sagte eine Anwohnerin vom Rächholderberg-Quartier und erhielt spontanen Applaus. Ein Bürger störte sich an der ungenauen Angabe, wie stark die Kosten vom genannten Betrag abweichen können. «Wir haben keinen Planungskredit eingeholt und deshalb keine Detailberechnung gemacht», erklärte dazu Urs Hauswirth.

Ein Bürger schlug vor, heute nur die Vorarbeiten für den Steg zu machen, den eigentlichen Bau aber auf später zu verschieben. «Wir haben andere Probleme, zum Beispiel an der Hauptstrasse.» Zudem sei der heutige Weg gut genug und der Höhenunterschied, den es zu bewältigen gebe, könne als sportliche Betätigung angesehen werden.

Die geplante Breite der Fahrbahn (mit Bankett vier Meter) entspreche den Vorgaben der übrigen Transagglo-Strecken, sagte Gemeinderat Urs Hauswirth auf eine Frage aus dem Publikum. Der Steg unter der Toggelilochbrücke wird ein Geländer von 1,50 Meter haben. Liegenschaften darunter sollen durch ein engmaschiges Netz vor Abfall geschützt werden. im

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