Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Jetzt ist wirklich fünf vor zwölf»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Generaldirektor Raphaël Berger sprach am Donnerstag von den sechs wichtigsten Spielen der letzten fünf Jahre, die für Gottéron anstehen. Die entscheidende Frage lautet nun: Sind sich auch die Spieler dessen bewusst? «Ja, wir wissen, dass die Lage ernst ist», versichert Verteidiger Marc Abplanalp. «Das war uns schon in den letzten Wochen bewusst, als wir versucht haben, die Playoffs zu erreichen. Aber jetzt ist wirklich fünf vor zwölf.» Um sicherzugehen, dass das auch dem Letzten in der Mannschaft klar ist, sprachen am Donnerstag auch noch Präsident Michel Volet und Generaldirektor Raphaël Berger zur Mannschaft.

Eine Antwort auf den «Nicht-Match»?

Das alles klingt eigentlich beruhigend, die Analyse der eigenen Situation angemessen besorgt. Wenn die Worte bloss nicht in so krassem Widerspruch zu Gottérons Leistung am Dienstagabend stünden–der Leistung bei der 0:3-Heimniederlage gegen Kloten, in einem Spiel, das faktisch bereits eine erste Partie der Relegationsrunde war, weil die Freiburger mit einem Sieg einen direkten Konkurrenten vorentscheidend hätten distanzieren können.

Stattdessen liess sich Freiburg von einem Klotener Rumpfteam dominieren, zeigte keine Emotionen und stemmte sich kaum gegen die Niederlage, was einen völlig verärgerten Trainer Gerd Zenhäusern nach dem Match zu der Aussage verleitete, diejenigen Spieler, die nicht bereit seien, alles zu geben, könnten in Zukunft auch gleich zu Hause bleiben. «Von aussen hat das offenbar ganz schlecht ausgesehen», sagt Abplanalp. «Mir haben auch Leute gesagt, sie hätten das Gefühl gehabt, wir hätten überhaupt keine Lust zu spielen. Aber ich kann versichern, dass es in der Kabine keinen Spieler hat, der nicht alles gibt.» Gegen Kloten habe man einfach einen Abend eingezogen, an dem man überhaupt nichts zustande gebracht habe. «Wir hätten noch den ganzen Abend spielen können, es wäre uns keine gute Aktion gelungen.»

 «Wir müssen dieses Spiel möglichst schnell vergessen», sagt Gerd Zenhäusern, der nach dem gestrigen Training wieder ruhiger wirkte, im Zusammenhang mit dem Spiel gegen Kloten aber immer noch von einem «Nicht-Match» sprach. «Wir können Geschehenes nicht rückgängig machen. Deshalb müssen wir im Hier und Jetzt leben. Wir haben eine klare Mission–und die müssen wir nun erfüllen.»

Herz, Disziplin, Arbeitsethik

 Die Mission lautet, entweder Kloten oder Ambri in dieser Relegationsrunde hinter sich zu lassen und so einem unangenehmen Playout-Final gegen Rapperswil, das sich zuletzt mit Eric Walsky und Sven Ryser verstärkt hat und mit vier Siegen aus den fünf letzten Spielen klar aufsteigende Tendenz beweist, aus dem Weg zu gehen. Nur: In dieser Saison hat Gottéron nicht viele Missionen erfüllt. Immer wenn Freiburg dem Playoff-Strich nahe war, hat das Team wieder nachgelassen. Kann die Mannschaft diesmal mit dem Druck umgehen? «Ich kann verstehen, dass Journalisten diese Frage stellen. Es liegt an uns, in den kommenden Spielen zu beweisen, dass wir es können. Wir haben das Schicksal nun wieder in unseren Händen.»

 Entscheiden über Sieg und Niederlage werden gemäss Zenhäusern in diesen Relegationsspielen das Herz, die Disziplin und die Arbeitsethik. «Die Attitüde wird entscheiden, der Wille, diesen Playout-Final unbedingt verhindern zu wollen.»

Abplanalp sieht es ähnlich. «Die Spiele werden von nun an im Kopf entschieden. Wer den besseren Zusammenhalt im Team hat, gewinnt. Denn wenn eine Mannschaft auseinanderfällt, funktioniert überhaupt nichts mehr, egal mit welchen Spielern.»

Relegationsrunde

Ausgangslage

Spielplan

Heute (19.45):Gottéron – Ambri. Lakers – Kloten.Dienstag, 3. März (19.45):Kloten – Gottéron. Ambri – Lakers.Samstag, 7. März (19.45):Ambri – Kloten. Gottéron – Lakers.Dienstag, 10. März (19.45):Kloten – Ambri. Lakers – Gottéron.Donnerstag, 12. März (19.45):Ambri – Gottéron. Kloten – Lakers.Samstag, 14. März (19.45):Gottéron – Kloten. Lakers – Ambri.

Modus

Der heutige Gegner

Fakten zu Ambri

• Die Spiele zwischen Ambri und Freiburg waren in der Qualifikation alle hart umkämpft. Zweimal gewann Ambri (4:3 n.P., 4:3 n.V.), zweimal Gottéron (4:3 n.P., 3:2).

• Die Tessiner sind Schnellstarter. Nach dem Startdrittel führten sie in 20 der 50 Qualifikationsspiele. Nur 16 Mal lagen sie hinten. Zum Vergleich: Das Mitteldrittel entschieden sie nur 11 Mal für sich, 32 Mal verloren sie es.

• Topskorer Alexandre Giroux war in der Qualifikation mit 27 Toren hinter Luganos Fredrik Pettersson der zweitbeste Torschütze der Liga.

• Der Freiburger Alain Birbaum hat mit–20 die klar schlechteste Plus-Minus-Bilanz im Team.fm

Aufstellung: Verreault-Paul steht vor seinem Debüt

D as gestrige Training lässt auf einen überraschenden Entscheid von Gottéron-Trainer Gerd Zenhäusern schliessen: Francis Verreault-Paul scheint vor seinem ersten Einsatz für die Freiburger zu stehen. Der 27-jährige kanadische Stürmer, den Gottéron am Mittwoch mit einer B-Lizenz vom in den NLB-Playoffs ausgeschiedenen HC Ajoie geholt hat, trainierte gestern gemeinsam in einer Linie mit Christian Dubé und Adam Hasani und wurde im Powerplay an der Seite von Julien Sprunger und Andrei Bykow eingesetzt. Sollte Zenhäusern nicht geblufft haben, sieht es tatsächlich danach aus, als ob Verreault-Paul auf Kosten von Dominik Granak und Janis Sprukts für das Spiel heute Abend (19.45 Uhr, St. Leonhard) gegen Ambri den Sprung ins Team schafft. Der Trainer selbst will das noch nicht bestätigen. «Ich entscheide erst am Matchtag», sagt Zenhäusern. Was würde denn für Verreault-Paul sprechen? «Dass wir neue Impulse brauchen. Und dass er einen guten Schuss hat und ein Kämpfer ist, der überall immer hart arbeiten musste, um sich durchzusetzen.»

«Eine tolle Möglichkeit»

Verreault-Paul wechselte im Verlauf der Saison von der drittklassigen nordamerikanischen East Coast Hockey League zu Ajoie in die NLB. Für die Jurassier kam er in 25 Spielen auf 12 Tore und 18 Assists. Für nächste Saison hat der 178 Zentimeter grosse und 85 Kilogramm schwere Stürmer noch keinen Vertrag. «Ich hoffe, dass ich in der Schweiz bleiben kann. Deshalb ist es für mich eine tolle Möglichkeit, mich hier mit Gottéron zeigen zu können. Ich bin froh, dass mir dieses Schaufenster geboten wird, und werde alles in die Waagschale werfen», sagte Verreault-Paul nach dem gestrigen Training. Was hat er denn für das Team in die Waagschale zu werfen? «Ich kann Intensität ins Spiel bringen und habe einen ordentlichen Schuss», sagt der Stürmer, der in seiner Karriere auffallend viele Strafminuten kassiert hat (in Ajoie waren es in 15 Spielen deren 60, in der ECHL in 87 Spielen 246).

Fehlen werden Gottéron heute weiterhin die verletzten Benjamin Plüss, Timo Helbling und Sandro Brügger. fm

Meistgelesen

Mehr zum Thema