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Jetzt kann man Strom aus Wind- und Sonnenenergie endlich speichern

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Schweiz will erneuerbare Energiequellen ausbauen, es geht vor allem um Sonnenenergie. Doch diese Art der Stromproduktion schwankt je nach Saison. Im Winter gibt es zu wenig, im Sommer zu viel. Zwar existieren eigentlich viele Speichermöglichkeiten – damit aber Unternehmen solche Technologien auch anwenden und in sie investieren, müssen sie massentauglich und profitabel sein.

Genau diese Hürde könnte die Speichertechnik Power-to-Gas genommen haben. Dabei wird Strom aus erneuerbaren Quellen in Form von Gas gespeichert. Das funktioniert so: Der Strom wird genutzt, um Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten. Setzt man dem Wasserstoff noch CO2 zu, so entsteht Methan. Bereits im Sommer soll in Dietikon die schweizweit erste industrielle Anlage ihren Betrieb aufnehmen, die Strom in Methan umwandelt.

Gas ist klimafreundlich

Methan kann man in das bestehende Erdgasnetz einspeisen. Verbrennt man es etwa beim Heizen, wird dabei kein neues CO2 freigesetzt. Denn der Kohlenstoff kommt zum Beispiel aus der Luft oder aus Biogasanlagen. Im Winter kann das Gas über die sogenannte Wärmekraftkopplung wieder in Strom und Wärme umgewandelt werden.

Natürlich geht bei dem Hin und Her Energie verloren. Bei der Umwandlung zu Methan könne man derzeit von einem Wirkungsgrad von 50 Prozent ausgehen, sagt Markus Friedl, Leiter des Instituts für Energietechnik in Rapperswil. Und wird aus Methan wieder Strom, bleibt am Ende ungefähr ein Drittel der ursprünglichen Energie übrig. «Aber die Alternative wäre, die Anlagen während der Überproduktion abzuschalten. Dann hätte man gar keinen Ertrag», sagt Friedl.

Netzgebühren im Weg

Und es geht um noch mehr: Denn Strom macht nur einen Viertel des Schweizer Energieverbrauchs aus. Für Heizung und Verkehr nutzt man meist fossile Brennstoffe. Diese könnte Power-to-Gas mit CO2-neutralem Gas teilweise ersetzten.

Doch es müssen viele Bedingungen erfüllt sein, damit sich die Technologie rechnen kann. Die Anlage in Dietikon etwa steht direkt neben dem Ort der Stromerzeugung. Auf lange Sicht müsste der Strom aber zu einer zentralen Anlage geleitet werden. Dabei würden Entgelte für die Netznutzung fällig. «Die Netzentgelte machen die Anlage unwirtschaftlich», sagt Jan Flückiger, Geschäftsleitungsmitglied von Swisspower, der Allianz von 22 Schweizer Stadtwerken. Swisspower fordert deshalb, dass Power-to-Gas-Anlagen von den Netzentgelten ausgenommen werden. Ob diese Forderung bei der laufenden Revision des Stromversorgungsgesetzes Gehör findet, wird sich zeigen. Nächstes Jahr beratschlagt darüber das Parlament.

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