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Jetzt klappts auch hinten nicht mehr

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Jetzt klappts auch hinten nicht mehr

Eishockey: Gottéron verliert auch das Rückspiel gegen das diesmal klar bessere Zug

Gottérons Krebsgang auf fremden Eisfeldern ging am Samstagabend auch in Zug ungebremst weiter. Die Freiburger konnten gegen den starken EVZ nur bis Spielmitte den Match einigermassen ausgeglichen gestalten. Als die Innerschweizer nach dem 2:2 durch Sprunger einen Gang hinaufschalteten, wars um die Hintermannschaft um Goalie Gianluca Mona passiert. Am Schluss präsentierte sich die Rechnung mit 7:3 recht gesalzen.

Von KURT MING

Gottéron ist in Zug gegen den Spitzenklub aus der Innerschweiz denkbar schlecht in das zweite Qualiviertel gestartet. Beim Auftritt in der Hertihalle vor 4107 Zuschauern zeigten die Freiburger wohl die schwächste Leistung in dieser Saison, obwohl Trainer McParland mit einigen Wechseln in den Sturmlinien für neuen Wind sorgen wollte. Nach der neunten Saisonniederlage beträgt der Abstand zum Strich jetzt schon satte sieben Punkte.

Bis am Samstag lag Gottéron mit 36 einkassierten Toren in 11 Runden noch einigermassen im Schnitt, das brutale 7:3 hat die Mannschaft nun auch in diesem Klassement auf den letzten Platz zurückgeschwemmt. «Heute Abend hatten wir erstmals auch hinten ein grosses Blackout», zeigte sich der immer ratlos und nervöser wirkende Mike McParland nach dem Spiel besorgt. Auch Beobachter Jakob Kölliker bemängelte die fehlende Ordnung im Defensivspiel der Freiburger schon nach dem zweiten Drittel. Nach Fischers 7:2 in der 46. Minute nahm der HCF-Coach seinen Standardkeeper vom Eis und gab dem jungen Elitekeeper Caminada eine erste Einsatzchance in der NLA. Dieser hielt übrigens in der Folge seinen Kasten sauber, allerdings steckte der Sieger mit seinen Angriffsbemühungen zu diesem Zeitpunkt klar zurück. In der Schlussphase schoss übrigens Neustürmer Laurent Müller noch sein erstes Tor für Gottéron. Am klaren Verdikt änderte dies herzlich wenig.

Luft reichte nur für 30 Minuten

Eine halbe Stunde konnte Gottéron den Match in etwa ausgeglichen gestalten. Dank viel Glück stand es zur Spielmitte nach Toren der Youngsters Neuenschwander und Sprunger noch 2:2 unentschieden. Dann aber brach der HCF innert weniger Minuten völlig ein. Mitverantwortlich für den Untergang war auch Richard Lintner. Beim Stande von 3:2 im Powerplay liess er sich zu einem unnötigen Foul im Angriffsdrittel hinreissen, und als ihm auch noch Murphy für ein Dutzendfoul auf die Strafbank folgte, hatte der EVZ freie Bahn zu den vorentscheidenden Überzahltoren. Wie man effizient Powerplay spielt, zeigten in der Folge Spieler wie Pärssinnen, Fischer und der omnipräsente Oleg Petrow fast in Perfektion. Besonders bitter für den Verlierer, die meisten Gegentore kassierten beim HCF die beiden ersten Blöcke mit den Ausländern. Baschkirow und Co. verloren das Duell gegen die starken Zuger Söldner diesmal um Längen.

Zug diesmal viel besser

Zugs Assistenzcoach Colin Muller hatte schon am Vorabend in Freiburg eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft für den Revanchematch im Hertistadion versprochen, und er erhielt am Samstag Recht. Der EVZ ist im Moment zu Hause offensiv sicher eine der besten Mannschaften der Liga, dies musste man auch beim Gast nach der ziemlich einseitigen Partie neidlos zugestehen. Allerdings wurde dem Gastgeber der Sieg auch nicht allzu schwer gemacht. Noch in keinem einzigen Match, wo es noch um die Wurst ging, konnte Gottéron «die zweite Halbzeit» für sich entscheiden. Dies würde eigentlich auf eine ungenügende Kondition der Drachen hindeuten, dies jedoch will Roger Bader nicht als Grund für die vielen Niederlagen gelten lassen: «Viele Spieler haben mir gesagt, dass sie noch selten in der Sommerpause so gut trainiert hätten.» Eines ist klar, mit solchen Leistungen wie in Zug wird seine Mannschaft in dieser Saison auswärts kaum punkten können.
Mit Sprunger zufrieden

Jakob Kölliker, U-20-Natitrainer und Assistent von Ralph Krueger, beobachtet im Moment im Meisterschaftsbetrieb vor allem seine Kaderspieler für die U-20-WM über die Festtage. Zwei Kandidaten aus dieser Gruppe sind auch der Zuger Verteidiger Rafael Diaz (86.), und Gottéron-Stürmer Julien Sprunger. Die beiden gleichaltrigen Nachwuchsspieler, die am Samstag auch zu den Torschützen in ihren Teams gehörten, zeigten in beiden Partien ansprechende Leistungen. Kölliker war dementsprechend mit seinen beiden Leistungsträgern zufrieden. Dies sahen übrigens auch die Journalisten so, denn die beiden wurden nach dem Match zu den besten Spielern gewählt.

Zugs Diaz, der in den letzten vier Spielen immer traf, hat das Glück, mit seiner Mannschaft weiterhin im Titelrennen mitmischen zu können, während es sein «Antipode» Julien Sprunger bei seinem Klub in dieser Hinsicht natürlich bedeutend weniger gut hat. Gleich geht es auch dem 18-jährigen Elitejunior Christian Bielmann, der am Samstag in Zug erstmals die harte Luft in der obersten Liga schnuppern durfte und sich trotz der Niederlage bei seinen Teileinsätzen im vierten Sturm gar nicht ungeschickt anstellte. Jedenfalls ist der echte Freiburger sicher nicht weniger talentiert als der erneut ungenügende Davoser Claudio Neff. mi
Zug – Freiburg 7:3 (2:1, 3:1, 2:1)

Herti. – 4107 Zuschauer. SR: Kunz, Hofmann/Lombardi. – Tore: 10. Pärssinen 1:0. 14. Neuenschwander (Murphy) 1:1. 19. Niskala (Fischer, Maneluk/Ausschluss Murphy, Baschkirow) 2:1. 22. Sprunger (Ausschluss Petrow) 2:2. 30. Oppliger (Della Rossa, Niskala) 3:2. 33. Fazio (Crameri) 4:2. 36. Diaz (Petrow, Richter/Ausschluss Lintner) 5:2. 45. Di Pietro (Maneluk/Ausschluss Camichel, Botter) 6:2. 46. Patrick Fischer (Ausschluss Camichel) 7:2. 52. Laurent Müller (Marquis, Murphy/ Ausschluss Pascal Müller) 7:3. – Strafen: 10-mal 2 Minuten gegen Zug, 7-mal 2 Minuten gegen Freiburg.
Zug: Weibel; Richter, Müller; Niskala, Ott; Diaz, Fazio; Petrow, Patrick Fischer, Camichel; Pärssinen, Di Pietro, Maneluk; Giger, Oppliger, Della Rossa; Schnyder, Crameri, Casutt.
Freiburg: Mona (46. Caminada); Lintner, Berger; Ngoy, Murphy; Studer, Marquis; Neff, Haldimann; Müller, Holden, Baschkirow; Hyvönen, Kamber, Vauclair; Sprunger, Montanton, Plüss; Neuenschwander, Bielmann, Botter.
Bemerkungen: Zug ohne Back, Duca (alle verletzt), Freiburg ohne Zenhäusern (verletzt). NL-Debüt von Christian Bielmann.

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