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Jimi Hendrix’ Auferstehung

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Jimi Hendrix’ Auferstehung «More Experience» treten heute Abend im Bad Bonn in Düdingen auf Seit dreizehn Jahren sind «More Experience» unterwegs und bringen dem Publikum die Botschaft des Gitarren-Magiers Jimi Hendrix näher. Heute Abend machen die drei Vollblutmusiker ein weiteres Mal Halt im «Bad Bonn» in Düdingen. Grund genug, um sich mit dem Sänger und Gitarristen Marcel Aeby zu unterhalten. Herr Aeby, welches ist die letzte Platte, die Sie gekauft haben? Da muss ich zuerst mal überlegen; das ist noch nicht so lange her. Aber es war etwas Altes, aus den 70er-Jahren. Und zwar war das Harvey Mandell – das war der Gitarrist von «Canned Heat». Neue Sachen kaufe ich eher selten, nur wenn es mir total gefällt. Kann man kann sagen, dass Sie ziemlich mit den 60er- und 70er-Jahren verhaftet sind? Jein – es hat in den 60ern natürlich absolute Klassiker gegeben: die Beatles, die Stones, Pink Floyd und all die anderen berühmten Gruppen. Aber ich bin 1956 geboren und eigentlich mehr in den 70ern aufgewachsen. Das war dann eher die grosse Zeit von Deep Purple, Uriah Heep und so weiter. Aber ich habe natürlich eine riesige Plattensammlung mit etwa 2000 LPs, und Sie können sich vorstellen, das geht von A bis Z, von … na gut, Abba ist jetzt vielleicht übertrieben, das höre ich nicht. Aber es geht von AC/DC bis zu Frank Zappa. Es geht über Blues zu Jazz – ich bin nicht auf eine Richtung festgelegt. Die Musik, die Sie selber spielen, ist vor gut dreissig Jahren geschrieben worden. Wer will das heute überhaupt noch hören? Diese Frage müssten Sie eigentlich dem Publikum stellen. Wir stellen fest, dass es wieder sehr viele junge Zuhörer hat, die an unsere Konzerte kommen. Ich selber habe natürlich Hendrix nicht mehr gesehen, aber ich habe die Zeit kurz nach seinem Tod miterlebt. Jetzt gibt es natürlich viele Junge, die vielleicht von den Eltern oder ihren Kollegen gehört haben, dass es mal einen Typen namens Hendrix gab, der total geilen Sound gemacht hat. Für die sind unsere Konzerte nun so eine Art Unterricht: Man geht schauen, um zu sehen, wie es früher war. Früher war die Musikszene berüchtigt für ihr Motto «Sex, Drugs & Rock’n’Roll». Wie steht es damit bei euch? Ich würde sagen, wir sind langsam ein wenig ins Alter gekommen. Und wenn «Sex, Drugs & Rock’n’Roll» so wichtig ist, wird man vermutlich gar nicht so alt, wie wir es sind. Nein – ich denke: alles in Massen. Sicher sind wir nicht die Heiligsten. Aber eben – wenn man unterwegs ist, sagt einem eine gewisse Disziplin und Erfahrung, dass es vielleicht besser wäre, irgendwann mal ins Bett zu gehen. Diese wilde Zeit übt aber offensichtlich eine gewisse Faszination auf Sie aus; woher kommt das? Die Faszination ist, dass man damals musikalisch viel machen konnte. Man war noch nicht so gesteuert vom Kommerz, die Musiker konnten noch zehn Minuten dauernde Stücke aufnehmen und waren nicht auf die drei Minuten-Single-Hits abonniert. Hendrix im Speziellen war natürlich schon damals «The man». Er hat die ganze Musikszene revolutioniert; natürlich gab es noch einige andere Musiker, die man nicht vergessen darf – ich denke da an einen Pete Townshend von «The Who», an Eric Clapton, Jeff Beck oder auch Jimi Page. Sie gehören alle zu dieser «Familie» und waren auch Freunde. Aber als Hendrix dann so eingefahren ist, bekamen es die anderen im ersten Moment etwas mit der Angst zu tun, weil Hendrix halt schon ziemlich extrem war. Wie ist es denn dazu gekommen, dass Sie sich mit ihm auseinander gesetzt haben? Haben Sie deswegen gelernt, Gitarre zu spielen? 1970 habe ich auf meinen 14. Geburtstag von den Eltern ein Kassettengerät bekommen – und 10 Tage darauf ist Hendrix gestorben, aber davon hatte ich nichts mitbekommen. Ich hörte damals die Beatles, Small Faces und all die aktuellen Bands – ich war früher sogar ein Bee-Gees-Fan! Im April 1971 erschien dann die erste Platte von Hendrix nach seinem Tod, «The Cry of Love». Ein Schulfreund gab mir eine Kassette von dieser Platte und sagte zu mir: «Das musst du dir unbedingt anhören!» Ich ging nach Hause, steckte die Kassette in mein Gerät – und dann hat es mich einfach umgehauen. Ich habe das Tape den ganzen Tag vor- und rückwärts gehört und gar nichts mehr begriffen. Und ich dachte mir: Das ist der reine Wahnsinn! Ich ging dann am nächsten Tag zur Schule und habe meinem Kollegen gesagt: «Wenn Jimi in die Schweiz kommt, gehen wir das Konzert schauen.» Und er meinte zu mir: «Bist du nicht ganz dicht? Der ist schon vor einem halben Jahr gestorben. Du willst doch nicht sagen, du hast das nicht mitgekriegt?» Ich ging dann sofort in den Laden und kaufte mir alle Platten. Später kamen die Bootlegs dazu und die Poster – so ist in der Zwischenzeit eine richtige Sammlung zusammengekommen. Sie sind also ein Fan mit Leib und Seele? Kann man so sagen . . . Und dann haben «More Experience», sogar mit seinem Bassisten, Noel Redding, etwa dreissig Konzerte gegeben. Viel tiefer können Sie ja nicht mehr in Hendrix’ Fussstapfen treten. Wie war das so? Das war natürlich ganz genial! Wir hatten vor zehn Jahren im Olympia in Paris gespielt, da war damals ein Fest zum 20. Todestag, das eine Woche gedauert hat. Dort war Noel auch anwesend, und dort haben wir ihn kennen gelernt. Einige Jahre später hat ein Kollege von mir einen Auftritt an einem Blues-Festival in Italien organisiert und angefragt, ob wir einige Nummern mit Noel spielen wollen. Wir haben natürlich gleich zugesagt. Wir haben mit ihm telefonisch abgemacht, welche Stücke wir spielen werden und vor Ort nur eine kurze Probe gemacht. Ich habe ihm erzählt, wie ich mir das so vorstelle, und er hat nur gelacht und gemeint: «Ist in Ordnung – spiel ruhig los.» Als es dann wirklich losging, habe ich beinahe vergessen zu singen . . . Wir haben uns in dieser Zeit ziemlich gut kennen gelernt, und er konnte mir viel über Jimi erzählen. Diese Zusammenarbeit ist über die Jahre hinweg immer wieder reaktiviert worden. Dieses Jahr werden wir uns in Dublin wieder treffen. Was meinte Redding als Hendrix-Experte denn zu eurem Sound? Wir haben gemerkt, dass er sich total wohl gefühlt hat. Wenn man zusammen unterwegs ist, hat man natürlich viel Zeit, um sich zu unterhalten. Ich würe mal sagen, wir sind Freunde geworden. Er wollte aber nie ein Statement abgeben; wir haben ihn gefragt, ob er seine Meinung schriftlich formulieren könnte, für unsere Pressemappe. Er hat das zwar nie gemacht, aber in einem persönlichen Brief hat er uns einmal «die neue Experience» genannt. Das ist etwa das grösste Kompliment, das er uns machen konnte. Sein Schicksal war ja, dass er als Bassist meist im Schatten des genialen Gitarristen gestanden war. Wie steht es damit in eurer Band – gibt es da keine Schwierigkeiten? Wir sind gleichberechtigt. Es ist zwar klar, dass die Gitarre bei unserer Musik im Vordergrund steht. Aber sonst wechseln wir mit dem «Chef sein» immer ab – wenn etwas Mühsames zu tun ist, versuchen wir immer, den Auftrag dem andern zuzuschieben. Und trotz Gleichberechtigung ist es halt doch so: Wenn ich einen Song nicht singen

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