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«Jo, des is scho a bissl anders»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: REgula Saner

Ganze sechs Tage hat die Staff von 40 Mitarbeitern des österreichischen Fernsehens Zeit, um die kühle Messehalle im Forum Freiburg in einen rustikalen Stadl zu verwandeln. Wenn morgen die Proben für die Schlagersendung «Musikantenstadl» beginnen, muss alles fix und fertig sein. In zwei Schichten von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr in der Nacht bauen darum seit vergangenen Freitag Tischler, Maler, Tapezierer, Schlosser und Techniker vom ORF die Showbühne auf, Beleuchtungs- und Gerüsttechniker montieren die Lichtinstallationen.

Materialschlacht

Der Aufwand ist enorm. Insgesamt wurden 30 Container Material nach Freiburg gefahren. ORF-Produktionsleiter Paul Nowak schaut zufrieden zur Decke. 85 Hängepunkte tragen die 17 Tonnen Gerüstmaterial, an welchen wiederum 645 Scheinwerfer hängen. «Es läuft alles rund», bestätigt er. Weil die Dachkonstruktion in der Forums-Halle respektive die Holzträger ein wenig eng lägen, hätten sie zwar zwei zusätzliche «Rigger» – Aufbauer – mitnehmen müssen, aber das sei flott gegangen. Wichtig sei, dass die Belastung pro Hängepunkt nicht mehr als 300 Kilogramm betrage.

Käsechalet

Nowak ist ein alter Hase im Geschäft. Seit 32 Jahren arbeitet er beim ORF, seit 20 Jahren ist er Produktionsleiter. Er ist für die komplette Logistik, den Auf- und Abbau sowie die technische Abwicklung von Fernsehsendungen verantwortlich. Darunter auch für den Musikanten- stadl, welchen er schon aufbauen half, als er noch von Karl Moik moderiert wurde. Mit Andy Borg habe sich einzig das Dekor der Showbühne geändert, erzählt Nowak. «Die Bühne ist jetzt immer 68 Meter breit und abgewinkelt, früher kamen je nach Grösse der Halle noch weitere Elemente dazu.» Die aktuelle Bühne besteht aus dem Haus Rot, der Bar, dem Haus Grün sowie der Lindnerband, hinzu kommt noch eine Pergola. «Diesmal mit einem Schweizer Käsechalet, wo während der Sendung Käse hergestellt wird», betont Nowak – sozusagen zu Ehren der Gastgeber. Merken die ORF-Mitarbeiter denn überhaupt etwas davon, dass sie sich in der Schweiz aufhalten, oder ist es einfach Courant normal? Nowak lacht: «Ja, bei den Preisen.» Bühnenmeister Thomas Scharmitzer meint: «Jo, des is scho a bissl anders, wann ma im Ausland orbeit.» Aber gross Zeit, sich die Stadt Freiburg anzusehen, hätten sie eigentlich nicht. Und was den Bühnenaufbau angehe, so sei es eben doch fast immer das Gleiche.

Unterdessen ist der Stadl (die Hauskulisse) fertig aufgebaut. Das Dekor – Körbe, Wagenräder, Hufeisen, und so weiter – steht bereit. Sogenannte «Stagehands» (Hilfskräfte) aus Flensburg sind daran, die Bodenplatten zu legen. Um zwei Uhr in der Früh werden sie weiss angemalt. «Vor jeder Sendung werden sie frisch gestrichen, damit alles sauber ausschaut», erklärt Nowak.

110 Mitarbeiter

Noch geniessen die vierzig Mitarbeiter, die schon in Freiburg sind, die Ruhe vor dem Sturm. Denn heute Nachmittag reisen noch die restlichen 70 Staffmitglieder an, Bild- und Tontechniker, Maskenbildner, Garderobieren, die Regie, Kameraleute und so weiter. «Dann herrscht hier schon ein Gewusel», meint Scharmitzer. Auf die Frage, ob er denn selber ein Fan des Musikantenstadls sei, lacht Scharmitzer verlegen: «Man lernt damit zu leben.» Aber er versichert: «Andy Borg ist ein umgänglicher Typ. Mit ihm ist es angenehm zu arbeiten.»

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