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Johannespassion: Sie lockt das Publikum immer wieder

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Autor: Wolfgang Steiert

Düdingen «Herr, dessen Ruhm in allen Landen.» Majestätisch und verhalten eröffneten der Chor Divertimento vocale und das Orchester Harmonia Artificiosa Fryburg mit diesem Eingangschor in der Düdinger Pfarrkirche die Johannespassion von J. S. Bach.

Mit ausgewogener Gestik und Überzeugung führte der Dirigent Hubert Reidy Chor und Orchester durch dieses höchst anspruchsvolle Werk. Der Chor überzeugte die Zuhörer durch Sicherheit und hohe Motivation.

Das Instrumentalensemble Harmonia Artificiosa glänzte mit feinem Timbre und mannigfachen solistischen Zugaben, zum Beispiel Viola da Gamba und Flöten. Bach hat Blechbläser und Pauken weggelassen. Schade nur, dass mitten im zweiten Teil die Instrumente ohne hörbaren Grund noch einmal gestimmt wurden.

Gleichsam mit zu feinem Pinsel begleitete der Chor in der Arie «Mein teurer Heiland» den Tenor-Solisten – der Chor hätte in dieser Nummer ruhig etwas präsenter sein dürfen.

Hervorragende Solisten

Der Evangelist Daniel Johannsen, Tenor, prägte diese Passion durch seine kaum zu überbietende gesangliche Qualität und kontrastreiche Ausdrucksfähigkeit: «Barrabas aber war ein Mörder» und später «Golgatha», was geradezu betroffene Stille im Kirchenraum erzeugte.

Peter Brechbühler, Bass, brachte als Jesus verhaltene Würde überzeugend zur Geltung. Und der Bass René Perler (Petrus, Pilatus und weitere Einzelpersonen) blieb seinem Kollegen an Eindringlichkeit und Stimmqualität in «Zerfliesse mein Herze» nichts schuldig.

Maria C. Schmid, Sopran, überzeugte in der Arie «Ich folge Dir gleichfalls» durch bestimmten Ausdruck. Anne Schmid, Altstimme, mimte geradezu Zerknirschung in der Arie «Von den Stricken meiner Sünden». Die Arie «Es ist vollbracht, oh Trost» erlaubte ihr, tiefe Trauer zum Ausdruck zu bringen.

Kurze Stille am Ende der Aufführung unterstrich den Ernst dieser Passion. Die Ruhe hätte etwas länger andauern dürfen. Der begeisterte Applaus bestätigte das hohe Niveau dieser Aufführung.

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