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Joshua Richner: Mit Alinghi an den Youth America’s Cup

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Joshua Richner hat sich für das Nachwuchsteam von Alinghi Red Bull Racing qualifiziert und kann nächstes Jahr beim legendären Youth America’s Cup teilnehmen. Für den 21-Jährigen aus Courgevaux ist es ein ideales Sprungbrett für eine Karriere als Profisegler.

Joshua Richner hat es geschafft! Der 21-Jährige aus Courgevaux ist einer jener sechs Segler, die im kommenden Jahr mit Alinghi Red Bull Racing beim Youth America’s Cup teilnehmen können. Es ist die Jugendausgabe des prestigeträchtigen America’s Cups, der ältesten Sporttrophäe der Welt und der Königsdisziplin des Segelsports. Zwölf internationale U25-Teams werden vom 26. September bis 2. Oktober 2024 bei der dritten Ausgabe vor Barcelona gegeneinander antreten.

Ungewöhnlicher Selektionsprozess

Um ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen, hat das Schweizer Syndikat einen ungewöhnlichen Selektionsprozess durchgeführt. Drei Selektionsphasen mussten die ursprünglich 100 Bewerber absolvieren, elf schafften es in die letzte Phase, die letzte Woche in Barcelona durchgeführt wurde. Die Herausforderungen waren vielseitig, bei zahlreichen Spielen und Tests war der Bezug zum Segelsport nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich: Reflexe testen an den Blazepods, Origamis und geometrische Formen nachbauen ohne einen Plan, oder Strampeln auf dem Hometrainer. Teamgeist, Kreativität, Führungsqualitäten und Kommunikationsstil wurden ebenso getestet wie körperliche und kognitive Fähigkeiten und natürlich das seglerische Können. 

Joshua Richner bei den Selektionsfahrten von Alinghi.
Loris von Siebenthal

Ein Vorgeschmack auf die AC40

Während der fünftägigen Selektionsphase in Barcelona kam Richner auf der neuen Alinghi-Basis auch erstmals in Kontakt mit den AC40-Foilingbooten. Die kleinere Variante der grossen America’s Cup Yacht AC75 ist eine Einheitsjacht, mit der beim Youth America’s Cup gesegelt wird. Nicht die bessere Technik soll über Sieg und Niederlage entscheiden, sondern die Segel-Skills. Auf einer echten AC40 konnte Richner zwar nicht übers Wasser gleiten, die wurden vom Profiteam fürs Training gebraucht. Dafür hat er zahlreiche Stunden in einem Simulator verbracht und da das Segeln gelernt. «Die Technik ist heute so weit fortgeschritten, dass man mit dem Simulator extrem nahe an die Realität herankommt», erzählt er. Aber immerhin konnte er die grosse AC75 aus der Ferne bewundern. «Vom Balkon unserer Basis konnten wir mitverfolgen, wie das Boot aufgemastet und ins Wasser gekrant wurde. Das hat Eindruck gemacht.»

Steuermann oder Trimmer?

Die AC40 sind regelrechte Geschosse. Durch den Reibungsverlust mit den Foils können sie bis zu 80 km/h erreichen. Gesegelt werden die technischen Wunderwerke von einem vierköpfigen Team, je einem Steuermann und einem Trimmer pro Bord. Seitenwechsel sind während des Segelns tabu, da zu gefährlich.

Von den sechs Männern, die von Alinghi für den Youth America’s Cup selektioniert wurden, werden sich entsprechend zwei mit der Reservistenrolle zufriedengeben müssen. «Ich bringe viel Regattenerfahrung als Steuermann mit und habe auch bei den Tests in Barcelona viel gesteuert, insofern würde es Sinn machen, wenn ich eine Rolle als Steuermann bekomme – hoffentlich als einer der beiden Hauptfiguren», sagt der Freiburger, der im August mit seinem Segelpartner Nilo Schärer an der WM in Den Haag in der Bootsklasse 49er teilgenommen hat. «Offiziell ist aber nichts, ich bin für beides offen.» Was den Ausschlag gegeben hat, warum Alinghi ihn für das U25-Team ausgewählt hat, weiss Richner gar nicht so genau. «Ich hatte nach den Tests ein fünfminütiges Gespräch mit den Alinghi-Verantwortlichen, in dem sie mich informiert haben, dass ich im Team bin. Ich war da erst so nervös und dann so überglücklich, dass ich gar nicht explizit nachgefragt habe», sagt er mit einem Lachen.

Auf dem 49er-Boot mit Nilo Schärer ist Joshua Richner jeweils der Steuermann (hinten).
zvg

America’s Youth Cup als Sprungbrett

Dabei sein oder nicht – für Joshua Richner geht es um mehr als nur ein kurzes Segelabenteuer. Für den 21-Jährigen, der von einer Profikarriere als Segler träumt, ist der Youth America’s Cup eine einmalige Chance, seinen Traum zu verwirklichen. Dass diese Regatta ein hervorragendes Sprungbrett ins Profi-Business ist, zeigt ein Blick auf das aktuelle Team von Alinghi Red Bull Racing: Fünf Segler sind dabei, die 2013 oder 2017 den Youth America’s Cup absolviert hatten.

Bis zur richtigen Profikarriere mit den entsprechenden finanziellen Einkünften ist es noch ein gutes Stück, aufwandmässig bewegt sich Joshua Richner nun aber endgültig auf diesem Niveau. «Es war schon vorher alles eng getaktet, nun werde ich mit dem Hin-und-Her-Wechseln zwischen Alinghi und 49er noch höchstens ein paar Tage pro Monat zu Hause sein», sagt der Freiburger, der von Spanien direkt nach Portugal weitergefahren ist, um sich mit seinem Segelpartner auf die Europameisterschaften der 49er-Bootsklasse vorzubereiten. Seine Ausbildung zum Helikopterpiloten, die er im Sommer in Bern angefangen hat, legt er für ein Jahr auf Eis.

Barcelona als zweite Heimat

Die Alinghi-Basis wird gewissermassen Richners neue Heimat. Rund zehn Tage pro Monat trifft er sich künftig mit seinen Teamkollegen im mehrstöckigen Gebäude im Port Veil von Barcelona, wo knapp 120 Personen in einem nagelneuen und topmodernen Umfeld arbeiten. «Wir müssen als Team zusammenwachsen. Die Kommunikation ist beim Segeln sehr wichtig, die müssen wir gemeinsam aufbauen und üben», erklärt der Steuermann. «Wenn man Erfolg haben will, muss an Bord alles sehr speditiv ablaufen. Man muss schnell und intelligent segeln, mit Druck umgehen können und als Team perfekt harmonieren.»

Joshua Richner wird auch weiterhin mit dem 49er segeln.
zvg

Alinghi startet mit hohen Ambitionen beim Youth America’s Cup. «Wir wollen den Cup gewinnen», betont Richner. «Die Konkurrenz ist gross, wir haben aber sehr gute Voraussetzungen, verfügen über grosses Wissen und Ressourcen.» Und vor allem weiss das Schweizer Syndikat, wie man gewinnt. 2003 hatte die Schweiz dank Alinghi als erstes Binnenland den America’s Cup gewonnen. 2007 verteidigte das Team um den Milliardär Ernesto Bertarelli den Titel erfolgreich, ehe es sich 2010 nach der Niederlage gegen das US-Team BMW Oracle vom Wettkampfgeschehen zurückzog. Nun kehrt die Genfer Equipe offiziell zurück – und mit ihr auch das Nachwuchsteam inklusive Joshua Richner. «Ich bin mit Alinghi grossgeworden, habe die Erfolge als Kind miterlebt. Alinghi ist in der ganzen Schweiz bekannt, auch bei den Leuten, die mit Segeln nicht viel am Hut haben. Jetzt selbst ein Teil davon zu sein, ist ein Megatraum.»

Women’s America’s Cup

Nathalie Brugger segelt für Alinghi

Erstmals in der Geschichte des America’s Cup wird eine eigenständige Frauenausgabe der Regatta ausgetragen (10.–16. Oktober 2024). Diese findet wie der America’s Cup und die dritte Ausgabe des Youth America’s Cup in Barcelona statt. Das Schweizer Syndikat Alinghi Red Bull Racing wird auch da mit einem Boot an den Start gehen – als Teilnehmer beim Amercia’s Cup Match ist es verpflichtet, sowohl ein Männer-U25-Team als auch eine Frauenequipe zu stellen.

Parallel zu den Männern hat Alinghi auch einen Selektionsprozess für die Frauen-Crew durchgeführt und sechs Schweizer Seglerinnen ausgewählt. Zu den Auserwählten gehört auch die Freiburgerin Nathalie Brugger. Die 37-Jährige vom Segelclub Estavayer-le-Lac wird damit nach den Olympischen Spielen 2008 (6. Platz im Laser Radial) beim Women’s America’s Cup ein weiteres grosses Seefahrerabenteuer erleben.

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