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«Jubla ist eine Lebensschule»

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Seit der zweiten Klasse ist Daniel Thalmann Mitglied der Jubla Plaffeien. Er hat mittlerweile alle Stufen in dieser Jugendorganisation durchlaufen, war Leiter, Gruppenleiter, Scharleiter, Lagerleiter und sogar Lagerkoch und ist jetzt seit einem Jahr Präses. In all den Jahren hat er das Feuer nie verloren. «Ich habe einen grossen Teil meiner Freizeit für die Jubla eingesetzt und habe das nie bedauert», sagt der 27-Jährige mit Überzeugung.

«Die meisten meiner Kollegen waren auch in der Jubla, so war es irgendwie selbstverständlich, dass ich auch mitmache.» Auch einen Grossteil seiner vier Wochen Ferien als Multimediamatiker-Lehrling hat er für die Jubla eingesetzt: eine Woche, um Kurse zu geben, und zwei Wochen für das Lager. «Ich habe das nie hinterfragt oder das Bedürfnis gehabt, die Ferien anders zu verbringen.»

Ihm habe es als Kind in den Lagern gefallen, aber auch später, als er als Leiter an Gruppenstunden, Scharanlässen und in Lagern Verantwortung übernommen hat. «Es ist schon viel Verantwortung, aber sie verteilt sich auf mehrere Leute, man ist nie allein, und es wird auch niemand gezwungen, Verantwortung zu übernehmen.» Zudem würden die Leiter mit Kursen von Jugend und Sport sehr gut auf diese Aufgabe vorbereitet.

Nicht immer alles schön

«Jubla ist eine Lebensschule», sagt Daniel Thalmann. «Man lernt zu organisieren, zu improvisieren und mit anderen Leuten umzugehen.» Gerade in einem Lager sei man zehn bis 14 Tage rund um die Uhr zusammen, dazu komme Schlafmangel, und es klappe vielleicht nicht alles wie geplant: «Da liegen die Nerven teilweise blank.» Es sei nicht immer alles schön, und er selbst habe auch schwierige Situationen erlebt und Herausforderungen meistern müssen.

«Ich habe das nie hinterfragt oder das Bedürfnis gehabt, die Ferien anders zu verbringen.»

Etwa als er Lagerleiter in Marmorera im Graubünden war und es zwei Wochen lang nur geregnet hat. Und trotzdem sei es irgendwie gut herausgekommen. «Es fasziniert mich immer wieder, wie Jublaleiter zusammen funktionieren und die Anlässe und Lager so gestalten, dass es den Kindern gefällt.» Das sei sowieso das Allerschönste: «Wenn das Angebot bei den Kindern gut ankommt und sie zu Hause von ihren Erlebnissen berichten.»

Lernen fürs Leben

Für Aussenstehende sei es wohl manchmal nicht einfach, zu verstehen, was die Jubla mache, sagt er. «Wir wandern, machen Geländespiele und Sportturniere. Wir lehren die Kinder, ein Zelt aufzustellen, eine Feuerstelle einzurichten und Feuer zu machen. Wir bringen ihnen auf spielerische Weise bei, mit der Natur und miteinander respektvoll umzugehen.»

So würden auch Sozialkompetenzen gestärkt. «Man lernt auszuteilen und einzustecken.» Die Erfahrung, bei der Jubla mitzumachen und mit ihr gross zu werden, könne er deshalb nur empfehlen. «Es tut jedem gut. Man lernt so viel, auch was das Zwischenmenschliche betrifft. Und es kommt so viel zurück, wenn man Leiter ist.»

Sehr viel Freiwilligenarbeit

Er vermutet, dass einem Grossteil der Bevölkerung nicht bewusst ist, wie viel Freiwilligenarbeit in der Jubla geleistet wird. Ein Leiter stecke locker 100 bis 150 Stunden pro Jahr in die Betreuung der Kinder – dies ohne die intensiven zwei Lagerwochen.

«In Plaffeien ist Jubla noch in», sagt er. Die Schar zählt momentan 40 Leiter, und im Lager werden bis zu 75 Kinder betreut. Auch wenn diese Zahlen in den letzten Jahren stabil geblieben seien, sei es doch schwieriger geworden, Kinder für die Jubla zu begeistern, weil diese immer mehr in Konkurrenz zu anderen Hobbys und Angeboten stehe.

In seiner Aufgabe als Präses hat Daniel Thalmann eine beratende Funktion. «Ich habe keine Verantwortung oder Entscheidungsgewalt, sondern gebe dem Leitungsteam Rat, wenn es gewünscht oder nötig ist.» Zudem ist der Präses das Bindeglied der Jubla zu Pfarrei und Gemeinde. Das Verhältnis zu diesen beiden Institutionen, welche die Jubla finanziell unterstützen, sei sehr gut, sagt er. Im Gegenzug hilft die Jubla bei Anlässen im Dorf, etwa bei der Fastensuppe, bei der Mitternachtsmesse oder bei anderen Veranstaltungen.

Zwar habe er als Präses nicht mehr direkt den Kontakt mit den Kindern, was er ab und zu ein wenig vermisse, so Daniel Thalmann. Durch seine Freundin, die immer noch Leiterin ist, sei der Bezug zur Jubla Plaffeien aber noch gross. Momentan könne er nicht sagen, wie lange er sein Amt noch ausübe. Klar ist für ihn, dass er, falls er selbst einmal eine Familie gründet, seine Kinder ermuntern wird, ebenfalls in die Jubla zu gehen.

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