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Jugendamt sendet Alarmsignale aus

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Gerade mal 20 Minuten kann sich eine Fachperson im Bereich Kindesschutz des Freiburger Jugendamts pro Woche um ein Kind kümmern. Wenn irgendwo Notfälle zu betreuen sind, bleibt fast gar keine Zeit mehr für andere Kinder. Auch die Aufsicht über Betreuungseinrichtungen kann das Jugendamt nicht wie verlangt wahrnehmen.

Der Grund dafür ist eine personelle Unterbesetzung, wie die Mitarbeitenden und der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) gestern an einer Medienkonferenz mitteilten. Die Fachpersonen des Freiburger Jugendamts müssen zum Teil doppelt so viele Dossiers betreuen wie ihre Kollegen in anderen Kantonen. An der Medienkonferenz forderten sie eine Aufstockung des Personals um 17 Vollzeitstellen. Derzeit arbeiten rund 80  Personen in 54 Vollzeitäquivalenten für das Jugendamt. «Das Ausmass der Personalnot ist unerträglich geworden. Die Mission des Jugendamts ist in Gefahr», sagte VPOD-Regionalsekretär Gaétan Zurkinden. Und die Fachperson für Kinderschutz, Claire Folly, sagte: «Bei Krisensituationen sind wir zu 100 Prozent Feuerwehrleute. Einige Kinder, die wir betreuen sollten, sehen wir dann gar nicht mehr. Das ist nicht tolerierbar.»

Der Generalsekretärin der Gesundheits- und Sozialdirektion, Claudia Lauper, ist die grosse Arbeitslast bewusst. Die Direktion habe dem Staatsrat einen Bericht vorgelegt, und dieser habe im Sommer 2,8 zusätzliche Vollzeitstellen für das Jugendamt gesprochen.

Die Mitarbeitenden verlangen aber eine massive Aufstockung für das nächste Jahr. Derzeit steht die Budgetplanung des Staatsrats kurz vor dem Abschluss. Im Mai hat der Grosse Rat bereits ein Postulat zur Problematik genehmigt, und für die Budgetdebatte im Herbst sind entsprechende Interventionen aus dem Parlament angekündigt.

uh

Bericht Seite 3

«Einige Kinder, die wir betreuen sollten, sehen wir gar nicht mehr. Das ist nicht tolerierbar.»

Claire Folly

Fachperson beim Jugendamt

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