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Jugendliche «spielen» mit dem Feuer

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Autor: Imelda Ruffieux

Am kommenden Samstag haben die 17 Mitglieder der neu gegründeten Jugendfeuerwehr Sense-Süd ihren ersten Einsatz. Zwar stehen die 13- bis 17-Jährigen nicht in einem Ernsteinsatz, haben aber doch einen öffentlichen Auftritt: Sie zeigen am Tag der offenen Türen (siehe Kasten), was sie in den ersten Lektionen bereits gelernt haben.

Sinnvolle Freizeitaktivität

Die Idee für eine Jugendfeuerwehr trägt René Bertschy seit vier Jahren mit sich herum. Er arbeite gerne mit Kindern und bringe ihnen etwas Sinnvolles bei, beispielsweise als Biketrainer beim Bikeclub Sense-Oberland. Auch das Feuerwehr-Handwerk kennt er als eidgenössischer Instruktor aus dem Effeff. «Es braucht Leute, die etwas für die Jungen tun, ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten», erklärt der Brünisrieder seine Motivation.

In Thomas Rudin, Roger Matter und Emanuel Bapst hat er Gleichgesinnte gefunden, die bereit waren, einen Teil ihrer Freizeit für das Projekt einzusetzen. Um die richtige Basis zu bekommen, haben sie beim Schweizerischen Feuerwehrverband Kurse als Jugendfeuerwehrleiter absolviert. Zeitliche Gründe, aber auch der Zusammenschluss der Feuerwehren von Plaffeien, Oberschrot, Plasselb, Brünisried und Zumholz zur Feuerwehr Sense-Süd haben die Gründung der Jugendfeuerwehr ein wenig verzögert.

An den Orientierungsabend Mitte Mai kamen 16 Jugendliche, ein weiterer schloss sich später an. Mit diesen 17 – momentan nur Buben – hat die Jugendfeuerwehr bereits drei Übungen absolviert. «Wir haben derzeit zwei Themen-Schwerpunkte: Der Einsatz des Tanklöschfahrzeugs und der Dienst an den Leitungen», erklärt René Bertschy.

Strukturierte Kurse

Wie er ausführt, werden die Teilnehmer zwar spielerisch an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt. «Aber wir legen Wert darauf, dass von Anfang an die richtigen Ausdrücke und Befehle verwendet werden.» Die Kurse seien also strukturiert. «Das Ziel der Jugendfeuerwehr ist es, dass die Teilnehmer später als 18-Jährige gut ausgebildet in die Feuerwehr eintreten können.» Auf der anderen Seite sei eine gewisse Ordnung auch aus Sicherheitsgründen wichtig. «Das Wasser aus einem Hydranten kann einen Druck zwischen neun und 14 Bar haben. Wenn man da nicht aufpasst, kann es zu schlimmen Unfällen kommen.» Spiel und Spass hätten aber durchaus Platz, hält er fest.

«Besser als nur gefallen», antwortet er auf die Frage nach den Rückmeldungen. «Sie sind sehr motiviert und engagiert, lernen extrem schnell. Das hat mich erstaunt», betont René Bertschy.

Als Vorbereitung für den Tag der offenen Tür haben sich die Zahl der Übungen intensiviert. Später sind sechs bis acht Übungen jährlich vorgesehen. Der Leiter stellt sich vor, dass die Jugendlichen mit der Zeit drei Stufen der Ausbildung durchlaufen, die jeweils auch mit einer Prüfung absolviert werden. «Möglich ist auch, dass Jugendliche mit Führungsqualitäten mit der Zeit die Aufgaben eines Gruppenführers übernehmen».

Keine Zusatzkosten

Die Ausrüstung wie Gurte, Helme, Rohre usw. stellt die Feuerwehr zur Verfügung. Die Anzüge konnte René Bertschy kostenlos von seinem Arbeitgeber übernehmen. So entstehen den fünf Gemeinden auch keine Zusatzkosten für die Jugendfeuerwehr.

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