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Jugendliche und Kiffen

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Jugendliche und Kiffen

«Schule und Elternhaus» Stadt Freiburg

Wie schlimm ist Kiffen wirklich? Wie kommt ein Kind sicher in die Schule? Und wie können fremdsprachige Kinder besser eingegliedert werden? Der Verein «Schule und Elternhaus» wartete mit unkonventionellen Antworten auf.

Von LUZIA MATTMAN

«Das Jungsein hat sich stark verändert in den letzten dreissig Jahren», sagt Leo Gehrig, ehemals Leiter des ersten Drogenberatungszentrums für Jugendliche. Heute leitet er eine eigene Praxis, schreibt Bücher und leistet Öffentlichkeitsarbeit. Wie zum Beispiel am Donnerstag an der GV des Elternvereins «Schule und Elternhaus (S&E)» der Stadt Freiburg und Umgebung. Rund 20 Eltern hatten sich im Pfarreisaal St. Paul im Schönberg zu dem Anlass eingefunden.

Jugendliche als Experten

«Eigentlich sind die Jugendlichen selbst die Experten im Bereich Kiffen», relativierte Gehrig gleich zu Beginn, er erzählte dann aber doch: Zum Beispiel über Raffael, einen Jungen, der mit 13 begonnen hatte, gelegentlich einen Joint zu paffen, mit 14 regelmässig kiffte und mit 18 auch härtere Drogen konsumierte. «Rückblickend sagte Raffael, er hätte von seinen Eltern schon früh mehr Widerstand erwartet.» Den roten Schal um den Hals geworfen, steht der Autor vor dem Publikum, liest das Interview mit Raffael vor. Und appelliert indirekt an die Eltern.

Allerdings beschreibt Gehrig das Kiffen nicht als isoliertes Problem. Ebensogut könnte er über das Rauchen, PC-Sucht oder Alkohol reden, meint er. «In der heutigen Gesellschaft steigt die Kontaktsucht und die Beziehungsfähigkeit sinkt.» Lang angelegte Beziehungen oder tiefe Gefühle würden oft zugunsten des Actionbedürfnisses und des sofortigen Kicks vernachlässigt, so Gehrig. «Irgendwann entsteht eine Leere, welche die Jugendlichen auszufüllen versuchen. Zum Beispiel mit Kiffen.» Dass dies keine Lösung sei, liess Gehrig klar durchblicken.

Grosse Pläne trotz leerer Kassen

Auch recht klar sind die Pläne von S&E Freiburg und Umgebung. Trotz leerer Kassen im Zentralsekretariat. Für S&E Freiburg und Umgebung hat dies aber keine direkten Auswirkungen auf die laufenden Projekte. Das Projekt «Pedibus», das im Oktober in der Vignettaz-Schule eingeführt wurde, soll nun auch im Schönberg anlaufen. Mit dem «Pedibus», einem gemeinsamen Marsch der Schüler unter Leitung eines Erwachsenen vom Quartier in die Schule, sollen die Eltern entlastet werden, die ihre Kinder oft mehrere Male pro Tag zur Schule fahren.

Vorbild Neuenburg

Ausserdem ist ein Bericht in Sachen verhaltensauffällige Kinder in Arbeit. «Besonders in multikulturellen Quartieren wie im Schönberg schickt man Kinder oft zum schulpsycholo-gischen Dienst, wenn vielfach nur
ein Sprachproblem besteht», erklärt
Patrik Noti, Präsident von S&E Freiburg und Umgebung. Nach dem Vorbild des «Service socio-éducatif» Neuenburg soll nun auch in Freiburg eine ähnliche Stelle geschaffen werden, die ein pädagogisches Hilfsangebot bereitstellt, wo eine psychologische Abklärung nicht nötig ist.

Nach zwei Jahren im Vorstand gab Renate Schneider Liengme ihren Austritt bekannt. Ihre Nachfolgerin ist noch nicht bestimmt.

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