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Jugendliche werden schneller abhängig

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Suchtpräventionsstelle und Bürgernahe Polizei informierten über Jugendschutz

Autor: Von KARIN AEBISCHER

Immer wieder kommt es zu Unfällen, Gewalttaten oder akuten Vergiftungen, teilweise mit Todesfolgen, bedingt durch übermässigen Alkoholkonsum. 1300 Junge zwischen 10 und 23 Jahren wurden in der Schweiz in einem Jahr im Spital behandelt: 900 wegen einer Alkoholvergiftung, 400 wegen einer Alkoholabhängigkeit.Auf das Problem und die Folgen des übermässigen Alkoholkonsums in jungen Jahren wollen die Suchtpräventionsstelle Freiburg und die Bürgernahe Polizei Freiburg nun stärker aufmerksam machen. Am Samstag waren sie am Martinsmarkt präsent, um Aufklärungsarbeit zu leisten. «Wir werden die Aktion nun auswerten und entscheiden, ob wir sie an weiteren Märkten oder anderen Anlässen durchführen werden», erklärt Silvia Friedrich von der Suchtpräventionsstelle Freiburg.

Gesetze einhalten

Da laut Silvia Friedrich viele Leute Alkohol kennen, aber nicht genau wissen, was Alkohol bei übermässigem Konsum im Körper bewirkt, will sie auf die verschiedenen Aspekte eines problematischen Konsums aufmerksam machen und das Verständnis für gesetzliche Bestimmungen erhöhen.Gemeinsam mit der Bürgernahen Polizei möchte die Suchtpräventionsstelle Unterstützung bieten, damit die bestehenden Gesetze leichter umgesetzt werden können. «Es hat sich gezeigt, dass erzieherische Prävention dann wirksam werden kann, wenn sie mit den gelebten Verhältnissen in der Gesellschaft übereinstimmt», erklärt Friedrich. Bei öffentlichen Festen, wo für Jugendliche der Alkohol als die einzige Attraktion wahrgenommen werde, in Form von Bier- und Weinzelten, oder auch die Tatsache, dass Bier im Laden zum halben Preis einer Cola eingekauft werden könne, trage zur Banalisierung des risikoreichen Konsums bei.

Früh orientieren

«Jugendliche zeigen empfindlichere Reaktionen als Erwachsene. Übermässiger Konsum kann die meisten Organe schädigen. Er führt zu Veränderungen bei fast allen Übermittlungssystemen im Gehirn», sagt die Beauftragte für Suchtprävention und fügt hinzu, dass dieser Prozess bei Jugendlichen schneller zu einer Abhängigkeit führen könne.Auch Francis Schwartz, Chef der Jugendbrigade der Kantonspolizei Freiburg, ist mit seinem Team in der Präventionsarbeit tätig. Schon die Fünftklässler werden durch einen Lehrer auf Suchtprobleme angesprochen und über die Gefahren informiert. «Der Tag X kommt und dann müssen sie die richtige Entscheidung treffen», so Schwartz.Angst mache ihm der momentane Trend bei den Jugendlichen, sich so schnell wie möglich mit den verschiedensten Arten von Alkohol zu betrinken. An ausgearteten Feiern musste er mit der Jugendbrigade auch schon sehr traurige Feststellungen machen.«Die Vorbildfunktion des Sports ist in gewissen Sportarten extrem schlecht», sagt Schwartz. Mit Stereotypen, wie zum Beispiel dem Biertrinken während eines Spiels oder dem Sich-Volllaufen-Lassen nach dem Spiel, würden viele Junge dem regelmässigen Alkoholkonsum verfallen.In diesem Jahr führte die Bürgernahe Polizei 25 Kontrollen in Bars durch und war auch an allen Grossveranstaltungen des Sensebezirks präsent. Oft kontaktierten die Beamten die Eltern von 12- bis 13-jährigen Festbesuchern. «Die Reaktion der Eltern war immer dieselbe. Sie waren überrascht über unseren Anruf und sagten, sie hätten sich im Vorfeld gar keine Gedanken darüber gemacht, dass ihr Kind an einem solchen Anlass gar nichts zu suchen habe», erklärt Beat Grossrieder, stellvertretender Chef der Bürgernahen Polizei.Nach Gesprächen mit Jugendlichen hat Silvia Friedrich festgestellt, dass diese die polizeilichen Massnahmen grundsätzlich als positiv empfunden haben. «Sie suchen ja die Auseinandersetzung mit den Grenzen», meint sie.

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