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Jugendorchester spielt Schubert und Beethoven

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Ungewohntes hat sich am Sonntag in der Aula der Universität Miséricorde ereignet: ein sinfonisches Konzert des Freiburger Jugendorchesters ohne Solisten. Und der wohl treueste aller Solisten des Orchesters, Patrick Genet, ehemaliger Konzertmeister des Orchestre de Chambre de Lausanne und erster Geiger des Quatuor Sine Nomine, tauschte seine Sologeige gegen den Dirigentenstab. Er dirigierte zwei viersätzige Sinfonien, hervorragend, mit wachem Kontakt zur jugendlichen Schar, anfeuernd und höchst differenziert gestaltend.

Zwei Sinfonien, die 5. Sinfonie von Franz Schubert und die 2. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, zwei Meisterwerke, zwei gegensätzliche sinfonische Partituren; und doch: Beide Kompositionen werden häufig abschätzig-pauschal als unbeschwert-heiter, fröhlich, manchmal sogar als etwas oberflächlich charakterisiert.

Schubert, der Lyriker

Doch Patrick Genet schält die Unterschiede zwischen den beiden Komponistenpersönlichkeiten und den beiden Werken deutlich heraus: Schubert, der Lyriker, der auch in eine «heitere Sinfonie» immer wieder melancholisch-tragische Momente integriert, der die Freuden und Leiden eines Menschenlebens so bewegend spiegelt, tiefste Gefühle mit ausdrucksvollen, doch natürlichen gesanglichen Mitteln erahnen lässt. Das Orchester spürt den Zartheiten, der Liedhaftigkeit im zweiten Satz in grossen Bögen feinfühlig nach, und die Derbheit des «Vorstadt-Landlers» im dritten Satz und die fast tänzerische Leichtigkeit des vierten Satzes werden sorgfältig ausgekostet.

Beethoven, der Dramatiker

Beethoven aber erscheint in der Interpretation von Patrick Genet als der fast theatralische Dramatiker, der bereits in der Einleitung der 2. Sinfonie eine gewaltige Intensität, eine berstende innere Spannung erstehen lässt. Das Orchester interpretiert den ersten Satz mit unbändiger Kraft, mit sprühendem Elan, mit waghalsigem Spiel. Und Patrick Genet ebnet Gegensätze nicht ein, lässt eine differenzierte Dynamik erstehen, beschwört ein mitreissendes Spiel. Nicht alle Sätze gelingen ebenso überzeugend, aber das breite dynamische Ausdrucksspektrum, die ansteckende Spiellust bleiben bestehen und verführen das konzentriert folgende Publikum zu begeistertem Applaus.

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