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Junge Züchter suchen den Vergleich

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Auf dem elterlichen Hof im Weiler Wiler vor Holz bei Heitenried bereiten sich die Brüder Adrian und Thomas Dutly auf die Viehschau von morgen Samstag vor. Für den grossen Auftritt vor dem Richter müssen die Kühe und Rinder herausgeputzt werden. Doch was dem Laien am Tier als Erstes auffällt – die Färbung –, spielt bei der Bewertung keine Rolle. Stattdessen werden das Euter, die Gliedmassen, die Lage des Beckens, der Körperbau, die Muskeln, die Grösse und andere Faktoren bewertet. «Diese Kriterien haben alle einen wirtschaftlichen Hintergrund», erklärt der 24-jährige Adrian Dutly, OK-Mitglied der Viehschau. Es sei das Ziel der Züchter, eine wirtschaftlich interessante Kuh heranzuzüchten; sie soll möglichst lange leben und viel Milch geben.

Damit die Züchter aus Heitenried und Umgebung wissen, wo sie mit ihren Zuchtergebnissen stehen, haben sie für morgen eine Viehschau organisiert. «Eine Beständeschau, wie sie im Kanton Bern zweimal jährlich stattfindet, gibt es im Kanton Freiburg nicht mehr. Wir brauchen aber den regelmässigen Vergleich mit anderen Züchtern», erklärt Adrian Dutly. Deshalb hatten vor allem die jungen Züchter der Genossenschaft bereits vor fünf Jahren eine Viehschau auf die Beine gestellt. Das Jubiläum sei eine gute Gelegenheit, den Anlass zu wiederholen.

Eine Arbeit reicht nicht aus

Noch leitet Vater Markus Dutly den Bauernbetrieb in Wiler vor Holz. Es sei aber das Ziel, dass der 21-jährige Thomas, gelernter Bauer, ihn dereinst übernehme. Beide Söhne packen auf dem Hof mit an – arbeiten aber auch auswärts. Thomas hat ein 60-Prozent-Pensum in der Käserei Heitenried, hilft auf anderen Höfen aus und arbeitet zu 30 Prozent zu Hause. Adrian – gelernter Schreiner und Landwirt – ist zu 100 Prozent als sogenannter landwirtschaftlicher Lohnunternehmer für andere Betriebe im Einsatz. Die Eltern sind zudem Sigriste der reformierten Kirche St. Antoni. «Bei zehn Kühen nur von der Milchwirtschaft zu leben, wäre schwierig», sagt Adrian Dutly, fügt aber hinzu, dass sie für ihre 70 000 Kilogramm Milch pro Jahr, die zu Gruyère AOP und Vacherin verarbeitet wird, mit 82 oder 83 Rappen Glück mit dem Milchpreis hätten. «Für Industriemilch würden wir wohl nicht mehr melken», so der Jungbauer. Ackerbau, Mastkaninchen und der Direktverkauf von Gemüse und Backwaren sind ihre weiteren Betriebszweige.

Ein Traumberuf

Trotz des hohen Arbeitspensums und der Abhängigkeit von den Direktzahlungen, – bei Änderungen in der Agrarpolitik sind immer wieder Anpassungen gefordert – ist Landwirt ein Traumberuf für Adrian und Thomas Dutly. Sie schätzen vor allem die Selbstständigkeit bei der Planung der Arbeiten, den Umgang mit den Tieren und die Arbeit in der Natur.

Zahlen und Fakten

Wichtige Änderungen im Viehzuchtwesen

Die Viehzuchtgenossenschaft Heitenried wurde 1892 gegründet. In dieser Zeit war die Landwirtschaft im Umbruch. Die Bauern waren gezwungen, vom unrentabel gewordenen Getreideanbau auf Viehzucht und Milchwirtschaft umzustellen. In der 125-jährigen Geschichte der Genossenschaft hat sich vieles verändert. Mit der Einführung der künstlichen Besamung in den Fünfzigerjahren erübrigte sich die Haltung von Genossenschafts-Stieren. Im letzten Jahrzehnt erfuhr das Viehzuchtwesen erneut wichtige Änderungen. Mit der Einführung der Tierverkehrsdatenbank und der Zentralisierung des Herdebuchs wurden die Zuchtbuchführer der Genossenschaften überflüssig. An der morgigen Viehschau werden die Kategorien Holstein/Red Holstein, Swiss Fleckvieh und Simmentaler bewertet.

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Turnhalle, Heitenried. Sa., 7. Oktober, 9 bis 12 Uhr Richten der Tiere, 11 Uhr Apéro, 13.30 Uhr Kälber-Wettbewerb, 14 Uhr Miss-Wahlen, 15.30 Uhr Abzug der Tiere, abends Barbetrieb und Unterhaltung, durchgehend Festwirtschaft.

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