Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Kallnach profitiert finanziell von der Kiesgrube

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ende November befinden die Stimmbürger von Kallnach über die Überbauungsordnung «Kiesgrube Challnechwald». Dies nachdem der Grosse Rat des Kanton Bern in seiner Herbstsession den notwendigen Kredit für archäologische Rettungsgrabungen gesprochen hat.

Wenige Wochen vor der Abstimmung äussert sich der Gemeinderat von Kallnach in einer Medienmitteilung zum Projekt und beziffert unter anderem die finanziellen Auswirkungen der geplanten Kiesgrube. Diese befindet sich auf Gelände der Burgergemeinde Kallnach. Kommt das Kiesgrubenprojekt zustande, verpflichtet sich die Burgergemeinde zu einer Mehrwertabgabe von 5,6 Millionen Franken, welche sie verteilt über die nächsten 40 Jahre leisten würde. Dazu, so rechnet der Gemeinderat vor, kämen indirekte Einnahmen wie zusätzliche Steuereinnahmen sowie das ökologische und soziale Engagement der Burgergemeinde.

Die Burgergemeinde erhält im Verlauf der nächsten 40 Jahre rund 14 Millionen Franken. Ein Teil dieser Geldsumme wird für die Wiederherstellung und Pflege des Challnechwaldes benötigt. Mit dem restlichen Betrag wird die Burgergemeinde auch künftig Kallnacher Vereine und Institutionen unterstützen können. Der Einwohnergemeinde Kallnach entstehen durch das Vorhaben keine finanziellen Lasten.

Prüfung der Einsprachen

Gemäss der Mitteilung gingen zwei Einsprachen ein: von der Nachbargemeinde Bargen und von einer Privatperson. Hinzu kämen zwei Kollektiveinsprachen mit insgesamt dreizehn Einsprachen. Diese Woche hätten die Einsprecher nach Verhandlungen an ihrer Position festgehalten. Nach einer allfälligen Annahme der Überbauungsordnung an der Gemeindeversammlung Kallnach vom 26. November werde die Planung zusammen mit den Einsprachen an das zuständige Amt für Gemeinden und Raumordnung zum Entscheid weitergeleitet.

Fehlerhafte Aussagen

Wie der Gemeinderat weiter schreibt, hätten in den vergangenen Tagen mehrere fehlerhafte Aussagen über das Projekt die Bevölkerung verunsichert. So werde befürchtet, die Umsetzung des Projekts gefährde die Lebensqualität in Kallnach. Man vermute, die Abbauarbeiten würden zu einer Staubentwicklung und zu Staubwolken führen, die weite Teile des Wohngebiets von Kallnach eindecken würden. Diese Aussage sei erwiesenermassen falsch, stellt der Gemeinderat klar. Ebenso falsch sei die Aussage, die Kiesgrube zerstöre das Landschafts- und Dorfbild. Denn die geplante Kiesgrube sei tief und weit genug entfernt vom Dorf und stehe an einem Standort, der von aussen nicht sichtbar sei. Die Umweltverträglichkeitsprüfung habe ergeben, dass im Wohngebiet weder mit Lärm- noch mit Staubemissionen zu rechnen sei.

Der Gemeinderat will auch Befürchtungen zum Verkehrsaufkommen beruhigen. Der gesamte Verkehr werde um ein Prozent zunehmen, betont er. Der Verkehr von Lastwagen werde um bis zu zwölf Prozent ansteigen. Dieser Verkehr werde jedoch nicht in die abendlichen Stosszeiten fallen. Die Vorgaben würden eingehalten, ist der Gemeinderat überzeugt.

Da die offene Fläche der Grube nur fünf Prozent des Burgerwaldes betrage, relativiere sich auch die Aussage, das Naherholungsgebiet von Kallnach werde vernichtet. Zudem, so der Gemeinderat weiter, seien ökologische Ausgleichsmassnahmen vorgesehen.

sos

Projektwebsite: www.challnechwald.ch

Meistgelesen

Mehr zum Thema