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Kalt wie eine Hundeschnauze

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Viel cooler kann man kaum spielen, als dies Gottéron beim sonst heimstarken Servette tat. Auch im zweiten Saisonvergleich gingen die Freiburger gegen Genf als verdiente Sieger vom Eis und festigten ihren Spitzenplatz in der Tabelle. Einzig im letzten Drittel bei zwei Boxplays mussten die Gäste Servette kurzfristig herankommen lassen; das siegbringende Tor schoss dann ausgerechnet der vierte Sturm, der in dieser Zusammenstellung zum Besten gehört, was die Freiburger jemals auf Eis brachten.

Rivera abwesend

Genfs egozentrischer Coach Chris McSorley ist für seine Methoden und Machenschaften in der Liga bekannt. Ein weiteres Müsterchen gab es gestern. Nach Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und Chris Rivera durfte der Center vor Wochen zu Gottéron wechseln. Hinter vorgehaltener Hand wird gesagt, dass ein Grossteil des Lohnes von Rivera immer noch von Servette bezahlt wird. Vielleicht mit ein Grund, weshalb Rivera gestern nicht auflaufen durfte, obwohl dieser sich im FN-Artikel vom Dienstag noch auf den ersten Auftritt vor seinen ehemaligen Fans gefreut hatte. Offenbar versuchte Sportdirektor Christian Dubé McSorley gestern noch zu überreden, diese Klausel fallen zu lassen, doch damit stiess er nicht unerwartet auf taube Ohren.

Kamerzin muss mit Bahre vom Eis getragen werden

Schade kam zu diesem Scharmützel nach sechs Spielminuten noch eine weitere unschöne Szene dazu, die wohl noch ein Nachspiel haben wird und die die Gemüter bei den wenigen mitgereisten Gottéronfans heisslaufen liess. Weit ab vom Puck schubste Daniel Rubin–auch kein Kind von Traurigkeit–Gottéron-Verteidiger Jérémie Kamerzin in die Bande. Dieser musste nach langer Pflege mit der Bahre vom Eis gebracht werden. Nach Spielschluss gab es immerhin Entwarnung, die Verletzungen dürften nicht allzu gravierend sein. Gleich danach übernahm Luca Camperchioli dessen Platz und spielte bis zum Ende einen sicheren Part. Ironie dieser Geschichte: Ausgerecht Rubin erzielte nach einer halben Stunde das Anschlusstor der Genfer zum 1:2; Marc-Antoine Pouliot hatte den Puck hinter dem eigenen Tor fahrlässig verloren. Und noch ein Detail am Rande: Nach diesem Zweikampf an der Bande verloren die sonst bissigen Genfer für einige Zeit ihre Aggressivität, und dies kam den langsam startenden Freiburgern mehr als gelegen.

Freiburger Nadelstiche

0:1 nach einem Drittel, 1:3 nach zwei Abschnitten–lange Zeit steuerte der Gast im Genfer Eishockeytempel mit vielen Showeinlagen, aber miserabler Eisqualität einem scheinbar sicheren Sieg entgegen. Bei Gleichstand auf dem Eis wirkten die Gäste zielstrebiger und hatten in Keeper Benjamin Conz einen sicheren Rückhalt. Wie zuletzt konnte die Mannschaft den Rhythmus nicht wie in Heimspielen 60 Minuten lang hochhalten, aber immer wieder konnte man Nadelstiche in die zum Teil offene Abwehr der Gäste setzen. Zudem hatte man sichtlich aus den Fehlern in den drei Auswärtsniederlagen gelernt und lief dem Gegner nicht mehr so ins offene Messer. Offensiv zu den Besten gehörten die Freiburger Eigengewächse Kilian Mottet und Julien Sprunger, vor allem der Treffer des Captains zum 1:3 wenige Sekunden vor der zweiten Pause tat Servette richtig weh. Dass diese Saison viel Moral im Team von Gerd Zenhäusern ist, zeigte sich nach dem Ausgleich von Noah Rod (49.). Statt nun Trübsal zu blasen und noch wie in der Vergangenheit aufzugeben, schlug man postwendend zurück; zuerst Tristan Vauclair mit einem satten Nachschuss und dann Mottet mit einem platzierten Weitschuss im Powerplay. Immer wieder, wenn es in Genf für seine eigene Mannschaft heiss wurde, zeigte Neuzuzug Ryan Gardner seine Klasse und Routine. Damit übernimmt der Kanada-Schweizer nahtlos die Rolle des früheren Leaders Sandy Jeannin. Servette nahm am Schluss noch seinen Keeper Gauthier Descloux aus dem Kasten, den Schlüssel für weitere Tore fand man aber nicht mehr.

Weiter Moral getankt

Im Hinblick auf die beiden schweren Spiele am Wochenende gegen Vizemeister ZSC (zu Hause) und am Samstag in Bern war dieser Sieg für die Moral der Mannschaft von Trainer Gerd Zenhäusern natürlich besonders wichtig. Einzig punkto Verteidigermaterial wird es für den Tabellenführer nun knapp, denn nebst Marc Abplanalp wird wohl nun mit Kamerzin ein weiterer Stammverteidiger einige Zeit ausfallen. Und ständig wird man nicht mit nur sechs Abwehrleuten agieren können.

Andere Sorgen hat auf Seite der Genfer Coach Chris McSorley. Der gestern Abend über weite Strecken zerfahrene Auftritt seiner Mannschaft dürfte ihm zu denken geben. Aber vielleicht würde man mit etwas mehr spielerischen Mitteln eben weiter kommen als immer nur mit harten Checks und unzähligen Weitschüssen und Befreiungsschlägen, die nur viel Kraft kosten und ansonsten nur wenig Nützliches bringen.

Telegramm

Servette – Gottéron 3:5 (0:1, 1:2, 2:2)

6778 Zuschauer. – SR Massy/Mollard, Fluri/Kohler.Tore:13. Mottet (Pouliot, Mauldin) 0:1. 24. Gardner (Neukom, Rathgeb) 0:2. 30. Rubin 1:2. 39. Sprunger (Salminen) 1:3. 47. Kast (Tom Pyatt, Rod/Ausschluss Ngoy) 2:3. 49. Rod (Loeffel/Ausschluss Benjamin Conz) 3:3. 52. Tristan Vauclair (John Fritsche, Schilt) 3:4. 54. Mottet (Pouliot, Gardner/Ausschluss Jérémy Wick) 3:5.Strafen:5-mal 2 Minuten gegen Servette, 6-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Servette:Descloux; Fransson, Eliot Antonietti; Mercier, Loeffel; Bezina, Iglesias; Détraz; Rubin, Romy, D’Agostini; Rod, Tom Pyatt, Riat; Jacquemet, Slater, Jérémy Wick; Roland Gerber, Kast, Douay; Pedretti.

Gottéron:Benjamin Conz; Kamerzin, Ngoy; Rathgeb, Picard; Schilt, Maret; Camperchioli; Neukom, Gardner, Benny Plüss; Mauldin, Pouliot, Mottet; Sprunger, Bykow, Salminen; John Fritsche, Flavio Schmutz, Tristan Vauclair; Marchon.

Bemerkungen:Genf-Servette ohne Almond, Bays, Lombardi, Picard, Traber, Vukovic (alle verletzt) und Chuard (gesperrt),Freiburg-Gottéron ohne Marc Abplanalp, Loichat und Pivron (alle verletzt) sowie Rivera (abwesend).–Kamerzin verletzt ausgeschieden (6.). – Timeout Servette (59:32).

Die FN-Besten:Fransson, Gardner.

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