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Kanton Freiburg: Gefahr der Zersplitterung droht

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Der Grosse Rat hat am Dienstag auch Kenntnis genommen vom Bericht des Staatsrates zu den Änderungen des kantonalen Richtplans. Kommissionssprecherin Christiane Feldmann konnte dabei einige positive Punkte hervorheben, wies aber auch auf eine Gefahr hin, die dem Kanton Freiburg droht: eine Zersplitterung.

Richtiger Weg eingeschlagen

Dies konnte CVP-Sprecher Markus Bapst nur bestätigen. Nach seinen Worten lassen sich viele Zuzüger aus den Kantonen Bern und Waadt im Kanton nieder, ohne sich aber mit Freiburg zu identifizieren. «Wir brauchen ein starkes Zentrum. Wir müssen den Kanton Freiburg nach Aussen als Ganzes verteidigen und als Einheit mit selbstbewussten Ideen auftreten», hielt er weiter fest. Er dachte dabei beispielsweise an die Einführung des dritten Studienjahres Medizin.

Dringend sei nicht eine neue territoriale Aufgliederung des Kantons (nur noch drei Bezirke). «Wir müssen vorerst mit den Gemeindefusionen fortfahren», meinte er. Mit den neuen Strukturen im Spital- und Polizeiwesen beispielweise habe der Kanton den richtigen Weg eingeschlagen. «Wir müssen in Richtung Kantonshauptstadt schielen, nicht nach Bern oder Lausanne», gab er schliesslich zu bedenken.

Regional denken

SP-Sprecher Jean-Noël Gendre gab sich überzeugt, dass Freiburg auch in den nächsten 20 Jahren für Berner und Waadtländer attraktiv bleiben wird. Um ein Auseinanderdriften des Kantons zu vermeiden, müssen seiner Ansicht nach auch die regionalen Zentren gestärkt und attraktiver werden. «Wir müssen regional denken», formulierte der SP-Sprecher seine Anliegen für die Zukunft.

Auf Zusammenarbeit der Gemeinden angewiesen

Dies konnte Staatsrat Georges Godel nur unterstreichen. Er rief in Erinnerung, dass im Rahmen des kantonalen Richtplans sieben interkommunale Zentren mit 50 Arbeitszonen festgelegt wurden. «Der Staatsrat muss nun noch die strategischen Zonen bezeichnen, in denen er u. a. seine aktive Bodenpolitik umsetzen kann», fuhrt er fort. «Die Gemeinden müssen aber auch bereit sein, in solchen Zonen auf die Erstellung von Einkaufszentren zu verzichten», sagte er.

Georges Godel gab sich aber überzeugt, dass die Gemeinden und Regionen die Bestrebungen des Kantons mittragen und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekunden.

Er kam auch auf den Richtplan der Agglomeration Freiburg zu sprechen und hielt fest, dass der Bund den Bau der Poyabrücke subventionieren werde. «Der Spatenstich wird am 31. Oktober erfolgen», konnte er ankündigen und sah in diesem Bauwerk auch einen Schritt, das Kantonszentrum zu stärken.

Mobilität verbessern

Pierre-Alain Clément (SP, Freiburg) gab zu bedenken, dass die Bevölkerungszahl des Kantons Freiburg gemäss Prognosen bis im Jahre 2025 um 60 000 Seelen zunehmen werde, davon allein 20 000 im Grossraum Freiburg. Deshalb müsse Freiburg bezüglich Mobilität attraktiver werden.

Die Förderung des öffentlichen Verkehrs war auch ein Anliegen von Christa Mutter (Grüne, Freiburg). Ihrer Ansicht nach muss Freiburg aufhören, seinen Boden so billig zu vermarkten. Der kantonale Richtplan müsse deshalb ein echtes Steuerungsinstrument sein. az

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