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Kanton greift den Gemeinden beim Unterhalt von Kreiseln unter die Arme

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Autor: Fahrettin Calislar

Nach dem turbulenten Starttag und der brisanten Debatte über den Sesselbahnkredit hatte das Büro dem Grossen Rat gestern einen beschaulichen Tag verordnet. Der Schwerpunkt war eine Änderung des Strassengesetzes. Im Interesse der Gemeinden war der Staatsrat bereit, einen Teil der Kosten für die Sanierung und den Unterhalt von Strassenkreiseln zu übernehmen. Bis anhin mussten die Gemeinden dafür geradestehen. Auch dann, wenn Kantonsstrassen betroffen waren.

Elian Collaud (CVP, St-Aubin) sprach von einer Erleichterung für die Gemeinden, wenn die Kosten ausgewogen verteilt werden. Allerdings ändert sich in der Realität nicht viel: Der Staatsrat rechnet mit zwei bis drei Kreiseln pro Jahr, um die sich neu der Kanton kümmern müsste. Christian Ducotterd (CVP, Grolley) betonte, dass die neue Finanzierung nicht nur die Ungerechtigkeit reduziert: «Ein guter Kreiselunterhalt ist wichtig für das Image des Kantons.» Pierre-André Page (SVP, Châtonnaye) wies darauf hin, dass es die Gemeinden mit dem Kreiselschmuck aus Sicherheitsgründen nicht übertreiben sollten. Der Rat hiess das revidierte Gesetz einstimmig gut.

Geplante Fahrgemeinschaft

Der Staatsrat nahm zudem einen Vorstoss entgegen, der die Einrichtung von Parkplätzen für Fahrgemeinschaften bei Vaulruz gefordert hatte. Eine Vermittlungsplattform auf dem Internet gebe es schon, so Baudirektor Maurice Ropraz: «Diese Plattform muss idealerweise den ganzen Kanton abdecken.» Laut Nicole Lehner-Gigon (SP, Massonnens) könne man so die Umwelt schonen, den Verkehr reduzieren und Kontakte knüpfen. Ueli Johner (SVP, Kerzers) mahnte aber, man müsse nicht alles dem Staat überlassen. Fahrgemeinschaften seien Privatsache. «Man kann Parkplätze auch selbst suchen, ohne die Verwaltung und die Regierung zu bemühen.» Claude Brodard (FDP, Le Mouret) regte eine finanzielle Beteiligung der Nutzer an. Bernhard Schafer (CSP, St. Ursen) schliesslich wünschte sich eine bessere Einbindung der Gemeinden. Im Frühling 2012 werden die Parkplätze eingerichtet.

Publicar als Anregung

Der Staatsrat kündigte dem Parlament an, einen Bericht über die Verfeinerung des Bussystems nach Start der zweiten Etappe der Freiburger S-Bahn RER auszuarbeiten. Das angeregte Rufbussystem Publicar sei zwar teuer und schlecht ausgelastet, so die einhellige Meinung im Rat. Eric Collomb (CVP, Lully) betonte: «Der Kanton kann nicht zu jeder beliebigen Stunde den Transport eines Passagiers an jeden beliebigen Ort verantworten.» Aber die Idee sei eine gute Anregung. Vor allem die ländlichen Gebiete und die Grenzregionen – namentlich der Broyebezirk – könnten von neuen Ideen profitieren. Und Benoît Rey (CSP, Freiburg) würdigte das Anliegen: «Es bringt eine neue Dimension in die Debatte um Mobilität ein.»

Kreisel wie derjenige hier in Gurmels beschäftigen nicht nur die vorbeifahrenden Automobilisten, sondern auch die Politiker.Bild ce/a

«Man kann Parkplätze auch selbst suchen, ohne die Verwaltung und die Regierung zu bemühen.»

Autor: Ueli Johner

Autor: Grossrat SVP Kerzers

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