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Kanton lässt Lage der Milchbauern prüfen

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Die Milchproduzenten sind seit einiger Zeit mit einem markanten Preisrückgang für ihren Rohstoff konfrontiert. Aus diesem Grund sind Freiburger Milchproduzenten bereits auf die Strasse gegangen und haben ihre Besorgnis insbesondere anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Freiburgischen Milchverbandes ausgedrückt (die FN berichteten). In einer Anfrage wollte Grossrat Xavier Ganioz (SP, Freiburg) von der Kantonsregierung wissen, ob sie in Betracht ziehe, den Landwirten in dieser schwierigen Situation zu helfen.

In seiner Antwort anerkennt der Staatsrat, dass die Milchproduzenten in der ganzen Schweiz und insbesondere auch im Kanton Freiburg den tiefen Molkereimilchpreis mit voller Härte zu spüren bekommen. Gemäss der Schweizer Milchstatistik ist im Kanton Freiburg die Zahl der Milchproduzenten innert zehn Jahren von 2589 auf 1851 (Stand 2014) zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum seien die durchschnittlichen Milchlieferungen der Freiburger Milchproduzenten von 138 000 auf 223 000 Kilo pro Betrieb und Jahr angestiegen.

Für den Staatsrat scheint klar, dass die Produzenten ihre Produktionsmittel anpassen müssen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Eine solide Organisation wie etwa für den Gruyère AOP fehle bei der Molkereimilch.

Wie der Staatsrat schreibt, hat er im Regierungsprogramm 2012 bis 2016 seine Bereitschaft bekräftigt, Freiburg als zentralen Akteur der Schweizer Lebensmittelbranche zu positionieren. Dazu fördere der Staat die Entwicklung von Know-how, Innovation und Wissenstransfer.

In diesem Zusammenhang habe die Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft das Uni-Konsortium Agridea und die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften in Zollikofen damit beauftragt, eine Studie über die wichtigsten Lebensmittelbranchen im Kanton durchzuführen, heisst es in der Antwort. Angesichts der aktuellen Situation auf dem Milchmarkt habe die Direktion entschieden, der Studie über die Milch- und Käsebranche oberste Priorität einzuräumen. Dazu fand am 5. November ein Gedankenaustausch mit allen Partnern der Milch- und Käsebranche statt. Die Ergebnisse und die Massnahmen, mit denen ein Mehrwert für die Produzenten geschaffen werden kann, würden nächstens anlässlich eines dem Mehrwert in der Landwirtschaft gewidmeten Tages in Grangeneuve vorgestellt.

Indirekte Unterstützung

In seiner Antwort weist der Staatsrat weiter darauf hin, dass er einen erheblichen Beitrag zu verschiedenen Veranstaltungen leiste. So unterstütze er den Zuchtstiermarkt Bulle, die Expo Bulle und die Junior Bulle Expo, denn, so heisst es: «Ohne Zucht keine Kühe, ohne Kühe keine Milch.» Weiter stelle Grangeneuve Personal zur Verfügung, um die Geschäftsführung folgender Viehzuchtverbände sicherzustellen: der Holsteinzuchtverband und den Freiburger Swissherdbook-Verband. Personal wird auch dem Zuchtstiermarkt und der Expo Bulle zur Verfügung gestellt.

Der Staatsrat weist weiter auf das Bildungsangebot des Landwirtschaftlichen Instituts in Grangeneuve und insbesondere auf die Weiterbildung in Milch- und Lebensmitteltechnologie hin. Zudem könnten Landwirte Strukturhilfen in Form von Subventionen oder zinslosen Investitionskrediten erhalten.

Unterstützung: Freiburger Idee: «Suisse Garantie»

I n einem Brief an Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat die Freiburger Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft diesen auf zwei Möglichkeiten der Bundesbehörden aufmerksam gemacht: Unterstützung der Selbsthilfemassnahmen und die Ebene eines Rahmenvertrages. Von der Branchenorganisation umgesetzte Massnahmen seien wirkungslos geblieben, deshalb ist der Staatsrat der Meinung, die Bundesbehörden müssten die betroffenen Akteure an einen Tisch bringen und einen Prozess leiten, der mehr Ergebnisse verspricht, heisst es im Brief vom November. Der Bundesrat verwies in seiner Antwort auf weitere von der Branchenorganisation Milch eingeleitete Schritte, doch der Staatsrat erachtet diese als ungenügend. Bei der Konferenz der kantonalen Landwirtschaftsdirektoren hat Freiburg zudem vorgeschlagen, ein Label «Suisse Garantie» einzuführen, das an einen Mindestpreis gekoppelt ist. Dafür solle die Milch zu 100 Prozent aus Schweizer Produktion stammen. uh

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