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Kanton muss S-Bahn-Projekt gut überdenken

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Kanton muss S-Bahn-Projekt gut überdenken

Autor: «S-Bahn Ende 2010 ist unrealistisch» – FN vom 4. Juni 2009

Es ist zu begrüssen, dass sich im Kanton Freiburg bezüglich öffentlicher Verkehr endlich etwas tut. Das Angebot ist an vielen Orten vorsintflutlich und genügt den heutigen Ansprüchen in keiner Weise, wie sich beispielhaft an den Buslinien in der Region Murten zeigen lässt. Der Ansatz für diese neue «S-Bahn Freiburg» geht aber völlig in die falsche Richtung. Die präsentierten Vorschläge der Firma TPF wirken sachfremd, unlogisch, unnötig oder sinnlos. Der Kanton Freiburg ist klar zu klein, um eine «S-Bahn» aufzubauen – es soll eine möglichst gute Integration in die S-Bahn Bern angestrebt werden, sowie ein Angebotsausbau auf den übrigen Strecken. Mit dieser Antwort wären die Petitionäre eines schnellen Bahnausbaus sicher ebenfalls befriedigt. Es ist auch rätselhaft, weshalb ausgerechnet die Firma TPF der Betreiber dieser neuen S-Bahn sein soll. Sie betreibt bisher ausschliesslich zwei regionale Bahnlinien und dürfte somit nicht das Fachwissen zum Betrieb einer S-Bahn haben bzw. es zuerst aufbauen müssen. Die Strategie des Bundesrats für die Bahnlandschaft ist klar, mittelfristig soll es auf der Normalspur im Personenverkehr (um den es hier geht) neben der SBB nur die Firma BLS und SOB geben, es gibt folglich keinen Platz für eine TPF.

Der Kanton Bern kann dank einer Bahnfusion von zwei regionalen Bahnen zur BLS AG jährlich zehn Millionen Franken sparen (ohne jeglichen Abbau bei Angebot oder Qualität) – während man im Kanton Freiburg unverständlicherweise eine neue Bahn-Organisation aufblähen will – ein höchst ineffizienter Einsatz von Steuergeldern, den die Regierung nochmals überdenken sollte.

Anstatt ein auf Kantönligeist und Prestigedenken basierendes S-Bahn-Konzept einer höchst unpassenden Betreiberfirma umzusetzen, täte die Regierung viel besser daran, das Angebot dort auszubauen, wo es wirklich notwendig ist (Busse im Takt verkehren lassen, gute Anschlüsse zur Bahn, deren Fahrplan ihrerseits erweitert wird). Zudem soll der Kanton Freiburg die Strecke Freiburg-Murten(-Kerzers)-Neuenburg an die Firma BLS oder SBB abtreten – welche diese Linie wesentlich kompetenter, effizienter und damit kostengünstiger betreiben könnten als der Betreiber TPF, auch dies wäre zum Wohl der Steuerzahler und hätte keine negativen Auswirkungen. Matthias Widmer, Murten

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