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Kanton reserviert Land für einen Tunnel

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Im November hat der Kanton Freiburg feierlich die 290 Meter lange und 21 Millionen Franken teure Tigueletbrücke eröffnet. Sie verbindet die Freiburgstrasse von Belfaux mit der Jo-Siffert-Stras­se in Givisiez: So müssen die Autos nicht mehr vor der Bar­riere des Bahnübergangs in ­Givisiez auf die Durchfahrt warten. Kürzer ist der Stau in den Stosszeiten deswegen aber nicht geworden, er hat sich nur auf die Jo-Siffert-Strasse verlagert. Der Verkehrsknoten ist alles andere als gelöst.

Auftrag an den Staatsrat

Das haben auch Mitglieder des freiburgischen Grossen Rats gemerkt: Zehn Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus CVP, SP, FDP und SVP haben einen Auftrag eingereicht, den das Parlament im Februar an den Staatsrat überwiesen hat. Sie fordern, dass der Kanton «sofort eine Studie lanciert für ein Vorprojekt für die beiden Umfahrungsstras­sen Belfaux und Givisiez, die zusammen mit der Tigueletbrücke ein Ganzes bilden».

Die Grossratsmitglieder betonen, dass im Grossraum Freiburg zahlreiche Pendlerinnen und Pendler aus dem ganzen Kanton arbeiten. «Die Verkehrsstörungen bringen grosse Zeitverluste und verursachen Kosten, vor allem für die KMU.» Die beiden Umfahrungsstrassen würden den Verkehr verflüssigen, die Sicherheit erhöhen, den Lärm vermindern und dazu führen, dass die Busse einfacher zirkulieren könnten.

Auch die Syndics von Givisiez, Belfaux und Corminboeuf haben sich bereits an den Staatsrat gewandt, wie Vladimir Colella den FN sagt. Der Syndic von Givisiez nennt die Tigueletbrücke «einen Puzzleteil, der ohne weitere Puzzleteile keinen Sinn macht».

Einen ersten Schritt zu einem weiteren Puzzleteil – zur Umfahrungsstrasse Givisiez – macht der Kanton diese Woche: Er reserviert beim Kreisel nach der Tigueletbrücke Land. Auf gut zehn Parzellen dürfen die Besitzerinnen und Besitzer in den kommenden acht Jahren weder bauen noch die Gebäude aufstocken oder andere, wertvermehrende Bautätigkeiten ausführen. Der Kanton informierte letzte Woche die Besitzerinnen und Besitzer, am Freitag publiziert er dies im Amtsblatt. Eine solche Land­reservation gibt es seit Dezember 2016 auch in Belfaux.

Ein langer Tunnel

Das Land in Givisiez wird reserviert, doch die Pläne für die Umfahrungsstrasse sind noch alles andere als konkret. Die Idee ist, vom Kreisel bei der Tigueletbrücke unterirdisch eine Strasse hin zur Autostras­se zu bauen und so einen direkten Zugang zur Autobahn A 12 zu schaffen. Wo genau dieser Tunnel durchgeht und wo er auf die Autostrasse stossen wird, ist aber noch offen.

Klar ist, dass ein Tunnel an sich eine teure Angelegenheit ist. In Givisiez könnte er spe­ziell teuer werden: Er muss sehr tief geführt werden, da er unter bestehenden Gebäuden hindurchführen würde. Zudem ist die Autostrasse höher gelegen als der Kreisel bei der Jo-Siffert-Strasse. Damit die Steigungen im Tunnel nicht zu steil werden, muss der Tunnel daher lang werden – auch das ist ein Kostenfaktor.

Direkt betroffen ist der Sensler Unternehmer Josef Vonlanthen: Ihm gehört unter anderem die unbebaute Parzelle gleich beim Kreisel. Er hat bereits ein Vorgesuch für den Neubau eines Industriegebäudes eingereicht. Indem der Kanton das Land nun reserviert, sind Vonlanthens Bauabsichten blockiert. Grundsätzlich sei ihm klar, dass die Umfahrungsstras­se über sein Land führen werde, sagt Vonlanthen den FN. Er habe dem Staatsrat darum seine unbebaute Parzelle angeboten. «Er hat aber abgelehnt.» Corinne Rebetez, die Mediensprecherin der Baudirektion, sagt dazu: «Wir benötigten diese Parzelle für den Bau der Tigueletbrücke nicht. Und letztes Jahr fand der Staatsrat, der verlangte Preis sei zu hoch.» Indem der Kanton nun Land reserviere, könne er planen, ohne bereits Steuergeld für Parzellen auszugeben.

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