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Kanton will Einzonierung nicht bewilligen

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Das kantonale Bau- und Raumplanungsamt ist mit Teilen der Ortsplanungsrevision der Gemeinde St. Antoni nicht einverstanden (siehe FN vom 25. August). Diese ist im Februar 2011 öffentlich aufgelegen. Namentlich handelt es sich um die Einzonierung des Quartiers Lampertshalten als Bauzone, eines Gebiets im Krommen als Reitsportzone sowie die Beibehaltung des Sektors Weissenbach als Industrie- und Gewerbezone.

Zonen überdimensioniert

In einem Gutachten hält das Bau- und Raumplanungsamt fest, dass der Kanton die Einzonierungen nicht zu genehmigen gedenkt. «Sie stimmen nicht mit dem kantonalen Richtplan überein», begründet Patrick Aeby vom Bau- und Raumplanungsamt.

Bis Ende September können die Gemeinde und die Betroffenen Stellung nehmen zum Gutachten, bevor die kantonale Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion definitiv entscheidet.

 Im Quartier Lampertshalten will die Gemeinde St. Antoni knapp 20 000 Quadratmeter Land in die Bauzone aufnehmen. «Sollte der Kanton dies nicht genehmigen, würde dies einen fatalen Einschnitt in die Entwicklung von St. Antoni bedeuten», sagt Ammann Urs Klemenz. «Die Bautätigkeit in der Gemeinde käme für längere Zeit quasi zum Stillstand.» Das Quartier Lampertshalten verfüge über eine grosse Anziehungskraft und biete gute Wohnqualität. Geplant ist die Erstellung von rund 25 Einfamilien- und wenigen Mehrfamilienhäusern.

Das Bau- und Raumplanungsamt kann diese Einzonierung nicht positiv bewerten, da die Bauzone überdimensioniert ist. «Die Gemeinde hat nur unzulänglich begründet, weshalb sie mehr Bauland einzonieren will, als der kantonale Richtplan zulässt», sagt Patrick Aeby.

Laut Richtplan wird für die Berechnung neuer Bauzonen diejenige Fläche als Referenz genommen, die in den letzten 15 Jahren als Bauland überbaut worden ist. «Wir haben 2008 mit der Planung begonnen, blickt man da 15 Jahre zurück, sieht das anders aus, als wenn man von 2011 zurückblickt, als wir die Ortsplanungsrevision öffentlich aufgelegt haben», sagt Urs Klemenz. Im Jahr 2010 sei in St. Antoni kein Bauland verbraucht worden, dies wirke sich negativ auf die Flächenberechnung aus. Patrick Aeby vom Bau- und Raumplanungsamt hält fest, dass stets der Zeitpunkt der öffentlichen Auflage als Referenz gelte. «Das ist für alle Gemeinden gleich.»

 Keine Inselzonen

Ebenfalls als einschneidend für die Entwicklung der Gemeinde sieht der Ammann die Empfehlung des Bau- und Raumplanungsamtes, den Sektor Weissenbach aus der Industrie- und Gewerbezone rauszunehmen. Diese Zone sei seit 1979 bewilligt, es sei aber nie zu einem Projekt gekommen. «Seit drei Jahren plant ein Promoter jedoch jetzt die Erschliessung der Zone, und Unternehmen zeigen Interesse an einer Überbauung», sagt Klemenz. Für die Entwicklung des lokalen Gewerbes sei es sehr wichtig, dass diese Zone beibehalten werde. «Ansonsten haben wir nur Platz im Zentrum für Kleinstgewerbe.» Das Bau- und Raumplanungsamt will keine Inselzonen und fordert deshalb, den Sektor auszuzonieren. Gewünscht sind dagegen kompakte Zonen.

Die Einzonierung des Gebiets Krommen in eine Reitsportzone ist laut Klemenz weniger von Bedeutung für die Gemeinde, jedoch für den Besitzer des Landes und dessen Betrieb. «Momentan arbeiten wir dort mit Ausnahmebewilligungen in der Landwirtschaftszone.» Die Gemeinde ist jetzt daran, ihre Stellungnahme auszuarbeiten.

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