Freiburg 12.07.2019

Der Kanton will eine Studie zu älteren Erwerbstätigen

Der Kanton will die Arbeitsbedingungen von über 50-Jährigen untersuchen. Darauf sollen Massnahmen zur besseren Integration von Älteren im Arbeitsmarkt folgen.

Mehrere Grossratsmitglieder sorgen sich in einem Postulat um die Arbeitssituation von Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind. Die Urheber Chantal Pythoud-Gaillard (SP/Bulle) und Benjamin Gasser (SP/Villars-sur-Glâne) fordern darin den Freiburger Staatsrat auf, im Rahmen der Umsetzung des Alterskonzepts Senior Plus zu prüfen, ob verschiedene Massnahmen umgesetzt werden können, welche die Eingliederung von älteren Menschen in den Arbeitsmarkt erleichtern könnten.

Bereich Arbeit war umstritten

Dem ist der Staatsrat nicht abgeneigt, und er schlägt dem Parlament darum vor, das Postulat anzunehmen. Jedoch mit einer Fristverlängerung für einen Bericht bis zum 31. Dezember 2021. Denn der Staatsrat will im kommenden Jahr eine Forschungsarbeit in Auftrag geben, welche die Arbeitsmarktsituation von Älteren im Kanton Freiburg untersucht. Das schreibt die Kantonsregierung in ihrer Antwort auf das Postulat. Die Studie solle eine Standortbestimmung ermöglichen, und davon ausgehend wolle der Staatsrat über mögliche Massnahmen entscheiden.

Doch warum macht der Staatsrat das erst 2020? In der Vernehmlassung zum Alterskonzept Senior Plus sei die Aufnahme des Bereichs Arbeit ins Konzept umstritten gewesen, schreibt der Staatsrat.

Bundesebene betroffen

Dies unter anderem deshalb, weil Fragen wie das Rentenalter und finanzielle Ressourcen auf Bundes- und nicht auf Kantonsebene diskutiert würden. Deshalb seien Massnahmen zur Arbeitsmarktsituation nicht in den ersten Massnahmeplan von Senior Plus aufgenommen worden. Weil dem Freiburger Staatsrat das Thema aber wichtig sei, habe er beschlossen, die Studie in Auftrag zu geben, schreibt er in seiner Antwort auf das ­Postulat.

nas