Freiburg 05.06.2018

Ein neues Zuhause für das Smart Living Lab

Das Smart Living Building soll rund um den hohen Turm links des Kamins gebaut werden.
Das Kompetenzzentrum Smart Living Lab in der Freiburger Blue Factory tritt in seine zweite Phase: Bis 2022 soll das Smart Living Building entstehen. Kostenpunkt dieses Bauprojekts: 25 Millionen Franken.

Es ist ein Aushängeschild der Blue Factory: Das Smart Living Lab soll die Zukunft des Wohnens nach Freiburg bringen und vereint dazu einige der klügsten Köpfe auf diesem Gebiet in einem Kompetenzzentrum. Dank des Smart Living Lab hat Freiburg eine Zweigstelle der ETH Lausanne, welche mit der Universität Freiburg und der Freiburger Hochschule für Technik und Architektur (HTA) zusammenarbeitet.

Das Smart Living Lab hat in einer ersten Phase den Betrieb aufgenommen und beschäftigt derzeit in der Blauen Halle 85 Personen. Noch sind nicht alle Lehrstühle besetzt, doch mit dem Projekt NeighborHub hat das Kompetenzzentrum seine Innovationskraft bereits unter Beweis gestellt.

Die zweite Phase

Nun steht die zweite Phase an: der Bau eines eigenen Gebäudes für das Smart Living Lab. Gemäss dem langfristigen Zeitplan soll das Smart Living Building dieses Jahr in Angriff genommen werden und 2022 betriebsbereit sein. Der Staatsrat hat nun einen Dekretsentwurf zuhanden des Grossen Rates erarbeitet. Darin präsentiert der Staatsrat einen Kredit für den gesamten Bau von 25  Millionen Franken. Dieser soll in Form eines rückzahlbaren Darlehens gewährt werden.

Das Gebäude zwischen der Grauen Halle und dem frei stehenden Kamin soll eine Bruttogeschossfläche von 5000  Quadratmetern umfassen und bis zu 130 Mitarbeitende aufnehmen. Vorgesehene Besitzerin ist die Gesellschaft Bluefactory Fribourg-Freiburg AG, die auch Bauherrin ist. Mit dem Gebäude können keine Mieteinnahmen generiert werden.

30 Jahre Vorsprung

Das Smart Living Building soll für die Zukunft des Wohnens als Beispiel dienen. Es ist ein Experimentiergebäude, das es ermöglicht, die im Smart Living Lab entwickelten Konzepte und Technologien direkt anzuwenden, heisst es in der Botschaft des Staatsrats. Es soll so eingerichtet werden, dass es die verschiedenen Aktivitäten der Forschenden beherbergen kann. So unter anderem je ein Labor für strukturelle Forschung, Bau und Architektur, Gebäudewärmetechnik, bebaute Umwelt sowie Building 2050. Dazu Institute für Technologiemanagement, Interaktion zwischen Mensch und Umwelt, Baurecht, Transform und Energie.

Das Gebäude soll mit verschiedenen Sensoren und Überwachungseinrichtungen ausgestattet werden, welche eine Interaktion zwischen Benutzern und dem Gebäude erlauben. Ziel ist es gemäss Staatsrat, dass das Smart Living Building ab 2022 ohne Abstriche beim Komfort und bei der architektonischen Qualität die Ziele de Energiestrategie 2050 des Bundes erfüllt. Mit knapp 30  Jahren Vorsprung.