BULLE 16.02.2019

Elf Prozent mehr Kühe eingeschrieben als 2018

Die Expo Bulle verspricht einmal mehr ein Grosserfolg zu werden.
Im Katalog der diesjährigen Holstein- und Red-Holstein-Ausstellung Expo Bulle sind 389 Tiere verzeichnet. Die Veranstalter freuts.

Zum 46. Mal geht am 1. und 2. März im Espace Gruyère in Bulle die nationale Viehausstellung Expo Bulle über die Bühne. Im Zentrum wird einmal mehr der nationale Holstein- und Red-Holstein-Wettbewerb stehen. «Die Vorbereitungen laufen nun schon seit bald einem Jahr», sagt Geschäftsführer Olivier Ruprecht, «und wir freuen uns sehr auf diese Ausgabe.» Insgesamt rund 50 Personen würden zum Gelingen des Grossevents beitragen.

Nominationen für EM

Im Katalog sind 389 Tiere eingeschrieben. Das sind 40 mehr als im vergangenen Jahr, wobei laut Ruprecht erfahrungsgemäss rund 70 Prozent dieser Tiere auch vor Ort sein werden und es auch noch zu vielleicht 20 nachträglichen Anmeldungen komme.

Die hohe Teilnehmerzahl erklärt er sich einerseits dadurch, dass in Bulle die Schweizer Teilnehmer für die nur anderthalb Monate später stattfindenden Europameisterschaften nominiert würden. Andererseits sei die BVD-Seuche am Abklingen, die die Ausstellung in den vergangenen Jahren etwas überschattet habe (die FN berichteten), die momentan aber kein Thema mehr zu sein scheine.

«Wir dürfen mit diesem Teilnehmerfeld sehr zufrieden sein», so Ruprecht. «Es bestätigt unseren Stellenwert als wichtigste Schweizer Ausstellung dieser Rassen neben der Swiss Expo in Lausanne, die allerdings eher international ausgerichtet ist.»

60 Prozent aus dem Kanton

Bei den im Katalog eingeschriebenen Tieren handelt es sich um 240 der Rasse Holstein und 149 der Rasse Red Holstein. Ungefähr 60 Prozent der Kühe stammen aus dem Kanton Freiburg. Ebenfalls stark vertreten sind die Kantone Bern und Waadt. Der Rest der Tiere stammt aus den Kantonen Aargau, Genf, Jura, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Tessin und Wallis.

Auch die fünf diesjährigen Meisterzüchter von Holstein Switzerland werden vor Ort präsent sein, von denen vier aus dem Kanton Freiburg stammen: Frédéric Cardinaux aus Bouloz, Bruno Charrière aus Cerniat, Christophe und Saskia Noël aus Vuissens sowie Pierre Oberson mit Elisabeth Pasquier aus Maules.

Auch ausländische Gäste

Es werden rund 3800 Besucher erwartet, davon über 200 aus dem Ausland. Organisiert wird der Traditionsanlass von Holstein Switzerland und Swissherdbook in Zusammenarbeit mit den Zuchtverbänden Holstein Freiburg und Swissherdbook Freiburg.

Das Programm beginnt bereits am Freitag, 1. März, um 20 Uhr mit der Auktion Swiss National Sale. Am Samstag, 2.  März, beginnt die Klassierung um 9.30 Uhr mit den Kategorien Junior Red Holstein und Junior Holstein. Dann folgen die älteren Red-Holstein- und Holstein-Kühe.

Das Ende des Wettbewerbs ist gegen 20 Uhr vorgesehen. Anschliessend geht es direkt weiter mit dem Züchterabend. In der Ringmitte wird der «Apéritif des championnes» über die Bühne gehen, zu dem sämtliche Züchter und Besucher eingeladen sind.

Hohes genetisches Niveau

Die Expo Bulle erlaubt es gemäss den Veranstaltern auch, eine Bilanz bezüglich des Themas Genetik zu ziehen, insbesondere im Bereich der Stiere.

Die 240 Holstein-Kühe im Katalog stammen von 103 verschiedenen Vätern ab. Am häufigsten vertreten sind Atwood mit 24 Töchtern, Gold Chip mit 16 Töchtern und Doorman mit zwölf Töchtern.

Die 149 Red-Holstein-Kühe im Katalog haben 69 verschiedene Väter. Am häufigsten vertreten sind hier Absolute mit 20 Töchtern, Armani mit 13  Töchtern und Attico mit neun Töchtern.

Meisterzüchter

Nur fünf Züchter pro Jahr erhalten diesen Ehrentitel

Die Genossenschaft Swiss Holstein ernennt jährlich ihre Meisterzüchter. Diese höchste Auszeichnung wird fünf Züchterinnen oder Züchtern vergeben, die mit ihrer Herde ausserordentliche Resultate erzielt haben. Der Titel basiert auf Punkten. Um nominiert zu werden, muss der Zuchtbetrieb mindestens 80 registrierte weibliche Tiere während 16 aufeinanderfolgenden Jahren und mindestens drei registrierte weibliche Tiere pro Jahr gezüchtet haben. Die Punkte werden Tieren mit ausserordentlichen Leistungen bei der Produktion und beim Exterieur sowie einer sehr guten Nutzungsdauer vergeben. Nominiert werden jene Betriebe, die am meisten Punkte pro registriertem weiblichem Tier erhalten.

jcg