GRANGENEUVE 06.12.2018

Frauen-Power auch bei den Reformierten

Katrin Bardet aus Ferenbalm wurde gestern neu in den reformierten Synodalrat gewählt.

Nicht nur die Bundesratswahlen waren gestern von Frauen-Power geprägt, sondern auch die Ersatzwahl in den Synodalrat der reformierten Kantonalkirche: Anlässlich der jüngsten Synode wurde gestern Abend in Grangeneuve die 50-jährige Katrin Bardet, Pfarrerin in der freiburgisch-bernischen Kirchgemeinde Ferenbalm, einstimmig als Nachfolgerin für An­dreas Hess in den Synodalrat gewählt. «Die Perspektive dieses Amtes reicht weit über den gegenwärtigen Moment hinaus», sagte sie. «Es geht um die Kirche, um Visionen und um das Aufrechterhalten einer Ordnung, für die man sich entschieden hat.» Ihr grösstes Anliegen aber sei es, Brücken zu bauen. Bardet übernimmt das Ressort Diakonie.

Ausgeglichener Voranschlag

Das Budget der Synodalkasse wurde ebenfalls mit klarer Mehrheit genehmigt. Der Voranschlag sieht Einnahmen und Ausgaben von je rund 2,5 Millionen Franken sowie ein Defizit von rund 31 000 Franken vor. Es unterscheidet sich nur unwesentlich vom Vorjahresbudget, das bei Einnahmen von rund 2,4 Millionen Franken und einem Aufwand von rund 2,5 Millionen eine Unterdeckung von zirka 28 000 Franken prognostiziert hatte. Die Beiträge der Kirchgemeinden werden für 2019 um rund 53 000 Franken höher als im Vorjahr veranschlagt. Bei den kantonalen Diensten ist eine Steigerung des Aufwands von rund 40 000 Franken vorgesehen. Im Weiteren wird die Seelsorgestelle im Ausreisezen­trum Guglera im Januar ihre Tätigkeit mit einem Beschäftigungsgrad von 20 Prozent aufnehmen, was einem Aufwand von rund 26 000 Franken entspricht.

Schliesslich wurde in erster Lesung noch ein neues Fonds-Reglement besprochen, das auf Wunsch der Revisionsstelle und der Finanzkommission erstellt wurde. Die zweite und dritte Lesung dieses Reglements werden erst im kommenden Jahr stattfinden.

jcg