FREIBURG 08.11.2018

Grüne erstmals im Präsidium vertreten

Grossratspräsident Markus Ith gratuliert der neuen zweiten Vizepräsidentin für 2019, Sylvie Bonvin-Sansonnens, zur Wahl.
Sylvie Bonvin-Sansonnens wurde zur zweiten Vizepräsidentin des Grossen Rats für 2019 gewählt. Damit wird sie nach Roland Mesot und Raoul Girard im Jahr 2021 voraussichtlich höchste Freiburgerin.

Die ­designierte Grossratspräsidentin für das Wahljahr 2021 heisst Sylvie Bonvin-Sansonnens. Die Präsidentin der Mitte-links-Grün-Fraktion aus Rueyres-les-Prés wurde gestern vom Kantonsparlament zur zweiten Vizepräsidentin für das kommende Jahr gewählt. Dies bedeutet, dass sie zwei Jahre später nachrückt – sofern der Grosse Rat dann wieder seinen Segen dazu gibt. Bonvin-Sansonnens wird das erste grüne Grossratsmitglied überhaupt sein, welches das Kantonsparlament präsidiert, und die erste Frau seit Katharina Thalmann-Bolz (SVP, Murten).

Die Entscheidung fiel ausgesprochen klar aus. Bonvin-Sansonnens erhielt 86 von 93 gültigen Stimmen. Lediglich fünf Stimmzettel wurden leer retourniert. Offenbar hatte die grüne Grossrätin keine Gegenkandidaten. Die CVP hatte im Vorfeld noch moniert, dass Mitte-Links-Grün als kleine Fraktion keinen Anspruch auf das Ratspräsidium habe (die FN berichteten). Nun verzichteten die Christdemokraten aber darauf, mit einer Kampfkandidatur anzutreten. «Uns fehlte die Unterstützung der vereinigten rechten Fraktionen», sagte der CVP-Fraktionspräsident Hubert Dafflon (Grolley) gestern nach der Sitzung im Gespräch dazu. «Jemanden für ein solches Anliegen zu verheizen, wäre nicht sinnvoll gewesen.» Bonvin-Sansonnens freute sich ihrerseits sehr über ihre Wahl. Es ist für sie klar, dass ihr eine Präsidentschaft im Wahljahr 2021 eine «zusätzliche Sichtbarkeit» verschaffe. «Die CVP wäre aus meiner Sicht nicht legitimiert gewesen, das Präsidium schon wieder zu besetzen», so Bonvin-Sansonnens weiter. «Sie stellt ja nicht einmal die grösste Fraktion im Grossen Rat.»

Siggen präsidiert Staatsrat

Auch die übrigen protokollarischen Wahlen verliefen gestern ganz nach Plan. Neuer Präsident des Grossen Rats wird der bisherige erste Vizepräsident Roland Mesot (SVP, Châtel-St-Denis). Zum ersten Vizepräsidenten wurde der bisherige zweite Vizepräsident Raoul Girard (SP, Bulle) gewählt.

Staatsratspräsident wird 2019 der bisherige Vizepräsident Jean-Pierre Siggen (CVP), Präsident des Kantonsgerichts Jérôme Delabays (SP). Die neue Vizepräsidentin des Staatsrats wird in dessen letzter diesjährigen Sitzung von der Kantonsregierung selbst gewählt. Laut Staatskanzlerin Danielle Gagnaux-Morel wird es voraussichtlich Anne-Claude Demierre (SP) sein.

Grüne erstmals im Präsidium vertreten

Die ­designierte Grossratspräsidentin für das Wahljahr 2021 heisst Sylvie Bonvin-Sansonnens. Die Präsidentin der Mitte-links-Grün-Fraktion aus Rueyres-les-Prés wurde gestern vom Kantonsparlament zur zweiten Vizepräsidentin für das kommende Jahr gewählt. Dies bedeutet, dass sie zwei Jahre später nachrückt – sofern der Grosse Rat dann wieder seinen Segen dazu gibt. Bonvin-Sansonnens wird das erste grüne Grossratsmitglied überhaupt sein, welches das Kantonsparlament präsidiert, und die erste Frau seit Katharina Thalmann-Bolz (SVP, Murten).

Die Entscheidung fiel ausgesprochen klar aus. Bonvin-­Sansonnens erhielt 86 von 93 gültigen Stimmen. Lediglich fünf Stimmzettel wurden leer retourniert. Offenbar hatte die grüne Grossrätin keine Gegenkandidaten. Die CVP hatte im Vorfeld noch moniert, dass Mitte-Links-Grün als kleine Fraktion keinen Anspruch auf das Ratspräsidium habe (die FN berichteten). Nun verzichteten die Christdemokraten aber darauf, mit einer Kampfkandidatur anzutreten. «Uns fehlte die Unterstützung der vereinigten rechten Fraktionen», sagte der CVP-Fraktionspräsident Hubert Dafflon (Grolley) gestern nach der Sitzung im Gespräch dazu. «Jemanden für ein solches Anliegen zu verheizen, wäre nicht sinnvoll gewesen.» Bonvin-Sansonnens freute sich ihrerseits sehr über ihre Wahl. Es ist für sie klar, dass ihr eine Präsidentschaft im Wahljahr 2021 eine «zusätzliche Sichtbarkeit» verschaffe. «Die CVP wäre aus meiner Sicht nicht legitimiert gewesen, das Präsidium schon wieder zu besetzen», so Bonvin-Sansonnens weiter. «Sie stellt ja nicht einmal die grösste Fraktion im Grossen Rat.»

Siggen präsidiert Staatsrat

Auch die übrigen protokollarischen Wahlen verliefen gestern ganz nach Plan. Neuer Präsident des Grossen Rats wird der bisherige erste Vizepräsident Roland Mesot (SVP, Châtel-St-Denis). Zum ersten Vizepräsidenten wurde der bisherige zweite Vizepräsident Raoul Girard (SP, Bulle) gewählt.

Staatsratspräsident wird 2019 der bisherige Vizepräsident Jean-Pierre Siggen (CVP), Präsident des Kantonsgerichts Jérôme Delabays (SP). Die neue Vizepräsidentin des Staatsrats wird in dessen letzter diesjährigen Sitzung von der Kantonsregierung selbst gewählt. Laut Staatskanzlerin Danielle Gagnaux-Morel wird es voraussichtlich Anne-Claude Demierre (SP) sein.

«Uns fehlte die Unterstützung der vereinigten rechten Fraktionen. Jemanden zu ver­heizen, wäre nicht sinnvoll gewesen.»

Hubert Dafflon

CVP-Fraktionspräsident