FREIBURG 30.11.2019

Med Home will im Sense- und im Seebezirk noch stärker präsent sein

Die Ärzte von Med Home besuchen ihre Patienten zu Hause.
Der ärztliche Haus­besuchsdienst Med Home ist zunehmend auch in Deutschfreiburg aktiv. Drei von neun Ärzten sprechen Deutsch.

Seit drei Jahren ­bietet das Unternehmen Med Home seinen ärztlichen Hausbesuchsdienst an (die FN berichteten). Doch während Med Home anfänglich vor allem im Saane- und im Greyerzbezirk unterwegs war, sind die «fliegenden Ärzte» zunehmend auch im deutschsprachigen Kantonsteil aktiv, wie sie in einem Communiqué mitteilen. Laut dem Mitgründer ­Alvaro Nieto sind drei von neun Ärzten deutschsprachig, was erlaube, an drei Vierteln aller Tage einen deutschsprachigen Service anzubieten – im Dezember etwa während 22 Tagen.

«Der Grund dafür ist, dass die Nachfrage im Sense- und im Seebezirk dieses Jahr im Vergleich zu 2018 um 20 Prozent gestiegen ist», so Nieto. Wie viel dies in Konsultationen ausmache, will er nicht publik machen. «Was wir aber sagen können, ist, dass wir im Winter generell mehr Konsultationen haben als im Sommer.» Laut dem Kommunikationsverantwortlichen von Med Home, Philippe Perret du Cray, werde das Team derzeit auch generell aufgestockt: um zwei Ärzte sowie bald um eine administrative Mitarbeiterin. Ein beträchtlicher Teil der Angestellten arbeite allerdings teilzeitlich.

«Immer weniger Hausärzte»

Einer der deutschsprachigen Ärzte, die für Med Home tätig sind, ist Didier Stadler. «Das Steigen der Nachfrage im Sense- und im Seebezirk war wirklich deutlich spürbar», sagt er im Gespräch mit den FN. Als Hauptgründe, wieso Med Home so beliebt sei, nennt er die Tatsache, dass es «immer weniger Hausärzte» gebe, aber auch, dass Hausärzte immer weniger bereit seien, Hausbesuche zu machen. Gewachsen sei Med Home indes «hauptsächlich durch Mund-zu-Ohr-Werbung», so Stadler.

Die Klientel von Med Home sei im Übrigen sehr vielfältig, so der ehemals selbstständige Hausarzt, der sich nach einem Auslandaufenthalt diesem Hausbesuchsdienst angeschlossen hat. «Dazu gehören ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind, aber auch Familien mit kleinen Kindern», sagt er. Die Büros von Med Home seien täglich von 7 bis 22  Uhr besetzt, Hausbesuche seien zwischen 8 und 23 Uhr möglich.