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Kantonale Kommunikation verärgert Heime

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«Ich habe am Dienstagnachmittag im Radio vom Besuchsverbot in den Heimen gehört», sagt Guido Hagen, Geschäftsleiter des Gesundheitsnetzes Sense und des Pflegeheims Maggenberg in Tafers. Ein offizielles Schreiben vom Kantonsarztamt habe er erst um 20 Uhr abends erhalten. Auch in den Entscheid über das Besuchsverbot seien die Freiburger Alters- und Pflegeheime nicht miteinbezogen worden. Guido Hagen ärgert sich über die Kommunikation des Kantons. «Eigentlich hätte wir am Mittwoch die Angehörigen informieren müssen, dass sie ab Donnerstag nicht mehr zu Besuch kommen können.» Wenn man die Information des Kantons aber erst am Dienstagabend erhalte, sei das schwierig.

Auch Jean-Claude Cotting, Leiter des Pflegeheims in Kerzers und Vorsitzender der Geschäftsleitung des Gesundheitsnetzes See, hat indirekt aus den Medien vom Besuchsverbot erfahren. «Mitarbeiter haben das gehört oder gelesen und mich informiert.» Das sei nicht der übliche Weg, um von Entscheidungen des Kantons Kenntnis zu nehmen. Cotting sagt aber: «Ich habe keine Zeit, mich darüber zu ärgern. Derzeit haben wir andere Prioritäten.» In Heimen des Seebezirks sind zahlreiche Bewohner und Angestellte erkrankt.

Auf Anfrage der FN schreibt die kantonale Gesundheitsdirektion, die Entscheidungen vom Dienstag seien wegen der sich verschlechternden Gesundheitslage dringend gewesen. Die Medienmitteilung und die Liste der Massnahmen seien um 14 Uhr an die Taskforce geschickt worden, in der auch die Heime vertreten seien. Die Direktive für die Heime, die acht Seiten umfasse, habe angepasst und übersetzt werden müssen, und sei danach verschickt worden.

«Unverhältnismässig»

Guido Hagen sagt: «Ich persönlich halte das Besuchsverbot für unverhältnismässig. Die Leidtragenden sind die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner.» Sie würden damit faktisch sozial isoliert. «Sie hängen sehr an Besuchen, und diese sind auch wichtig für die Angehörigen.»

Hagen ist der Ansicht, dass die Schutzmassnahmen in den Pflegeheimen bisher gut funktionierten. Zuletzt durften maximal zwei Besucher pro Bewohner kommen, sie durften maximal eine Stunde bleiben, und es galt die Maskenpflicht.

Guido Hagen ist sich bewusst, dass sich eine Übertragung des Coronavirus durch Besucher oder Angestellte nicht gänzlich vermeiden lässt. Er gibt aber auch zu bedenken, dass es Heime gibt, in denen sich bisher gar keine Bewohnerinnen und Bewohner angesteckt haben (zu den Ansteckungszahlen siehe Text oben).

Ebenfalls unglücklich über das Besuchsverbot ist die Vereinigung Freiburgischer Alterseinrichtungen. Sie will sich gegen das Besuchsverbot wehren, wie Generalsekretär Emmanuel Michielan auf Anfrage der FN sagte. Man bereite derzeit eine Reaktion vor und bitte den Staatsrat, das Besuchsverbot aufzuheben.

Die kantonale Gesundheitsdirektion schreibt, dass die Hygienevorschriften für Besucher nicht immer respektiert worden seien und die Lage in den Heimen momentan schwierig sei. Sie werde jedoch laufend evaluiert. So sei es möglich, dass das Besuchsverbot bereits vor dem 30. November aufgehoben werde.

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